24.03.2013, 09:01

David Wolski

WLAN tunen

Der beste Standort und die Leistungen des WLAN erhöhen

4. Den besten Standort für das WLAN finden
Wände, Türen und auch Möbel beeinträchtigen das elektrische Feld des WLAN und können sogar für tote Winkel sorgen. In diesen Szenarien lohnt es sich deshalb, den Access Point anders auszurichten und zu verschieben, da auch kleine Änderungen große Auswirkungen haben können. Um die beste Position zu finden, messen Sie währenddessen auf dem Laptop die Signalstärke des WLAN. Dazu eignet sich etwa das Freeware-Tool Wireless Net View. Die Applikation zeichnet die Verbindungsstärke auf und ist ein guter Indikator für die Signalqualität, ohne dabei anspruchsvoll bei der Bedienung zu sein.
Etwas komplizierter, aber weitaus mächtiger arbeitet das Shareware-Tool Wirelessmon. Es zeichnet unter anderem Graphen zur Signalstärke und kann Messpunkte mit GPS-Koordination versehen und kartographieren. Mit 24 Dollar hat der Funktionsumfang seinen Preis, wobei das Shareware-Programm 30 Tage lang kostenlos genutzt werden darf.
5. Kanal auswählen und Interferenzen vermeiden
Der Frequenzbereich in Europa ist in dreizehn Kanäle aufgeteilt, damit sich nahe beieinanderliegende WLANs nicht stören. Soll ein WLAN funktionieren, müssen sämtliche beteiligten Geräte in einem Netz denselben Kanal benutzen. Weil die Funkkanäle eng nebeneinanderliegen und sich überlappen, sollten Sie bei fremden WLANs in Reichweite mindestens drei Kanäle Abstand halten. Funkt also beispielsweise ein WLAN auf Kanal 1, sollte ein zweites WLAN Kanal 4 benutzen. In dicht bebauten Gegenden und in mehrstöckigen Wohnhäusern ist oft kein Kanal mehr frei und die WLANs drängen sich auf dem Frequenzband geradezu. In diesem Fall sollten Sie das eigene WLAN auf den gleichen Kanal legen wie das stärkste fremde WLAN. Denn in dieser Situation greift die Fehlerkorrektur moderner Router und Access Points deutlich besser, als wenn sich eng benachbarte WLAN-Sender stören. Die Belegung der Kanäle zeigen die unter Punkt 4 vorgestellten Tools.
6. Dual-Band-Router: Auf 5 GHz ausweichen
Wenn das Frequenzband bereits zu dicht mit WLANs belegt ist, können Sie mit neuer Hardware auf andere Frequenzen ausweichen: Die Lösung sind 11n-Router, die sowohl auf 2,4-GHz-Band als auch auf dem 5-GHz-Band funken. Die Hersteller bezeichnen diese Produkte als simultane Dual-Band-Router (beispielsweise Linksys WRT610N und Netgear WNDR3300) oder als Parallelband-Router (etwa D-Link DIR-855). Der Frequenzbereich um 5 GHz für 802.11n ist aktuell weniger störanfällig, da momentan 5-GHz-WLAN-Geräte noch nicht besonders weit verbreitet sind. Natürlich muss auch der WLAN-Client die 5-GHz-Übertragung unterstützen.
7. IPv6 abschalten für mehr Geschwindigkeit
Das zukünftige IPv6 spielt in Heimnetzwerken bisher kaum eine Rolle. Aktuelle Betriebssysteme wie Windows Vista und Windows 7 sprechen bereits IPv6 und arbeiten im Dual-Stack-Betrieb mit beiden Protokollen. Der Haken dabei ist, dass einige Router und andere Netzwerk-Hardware auf IPv6-Pakete mit längeren Antwortzeiten und schlechterem Datendurchsatz reagieren. Wer IPv6 nicht zwingend benötigt, sollte das Protokoll aus diesem Grund vorerst in seinem Netzwerk abschalten.
Unter Windows Vista/7 öffnen Sie dazu das „Netzwerk und Freigabecenter“. Im folgenden Fenster wählen Sie links „Adaptereinstellungen ändern“. Im nächsten Fenster klicken Sie mit der rechten Maustaste auf „LAN-Verbindung“ und wählen danach „Eigenschaften“. Im folgenden Einstellungsfenster entfernen Sie den Haken vor „Internetprotokoll Version 6 (TCP/IPv6)“ und klicken danach auf „OK“. Bei der Einrichtung dieser Einstellung wird die Netzwerkverbindung kurz unterbrochen. Achtung: Wer die Funktion „Heimnetzgruppe“ verwendet, kann IPv6 nicht deaktivieren.
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