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Der Task Manager von Windows 10: Prozesse optimal kontrollieren

14.11.2016 | 12:34 Uhr |

Der Task-Manager von Windows 10 präsentiert sich übersichtlich und ist leicht zu bedienen. Mit seiner Hilfe zeigt man laufende Prozesse an und hat die benutzen Ressourcen im Blick.

Schritt 1 - Taskmanager starten

Microsoft hat Den Task-Manager aus Windows XP, Vista und Windows 7 in der 8er-Ausgabe seines Betriebssystems durch einen neuen, stark verbesserten Task-Manager ersetzt. Er kommt auch in Windows 10 zum Einsatz. Mit seiner Hilfe überwachen Sie Programme, Apps und Dienste, die auf dem PC ausgeführt werden. Außerdem zeigt er Informationen zu Diensten, Benutzerkonten, Netzwerkverbindungen und der PC-Hardware an. Sie können auch festlegen, welche Programme beim Starten von Windows automatisch geladen werden. Sie starten den neuen Task-Manger mit dem Tastenkürzel Strg-Shift-Esc. Alternativ können Sie mit der rechten Maustaste auf die Taskleiste klicken und „Task-Manager“ wählen oder auf dem Windows-Desktop die Windows-Taste und X drücken und im unten links aufklappenden Menü den entsprechenden Eintrag wählen. In der Standardansicht zeigt der Task-Manager eine Liste der aktiven Prozesse. Ein Klick auf „Mehr Details“ führt dann zur eigentlichen Profi-Ansicht.

Schritt 2 - Prozesse überwachen

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„Prozesse“ ist die wichtigste Registerkarte im Win-10-Task-Manager. Sie bietet eine Gruppierung in Anwendungsprogramme, Hintergrund-und Windows-Prozesse. So wird angezeigt, was zusammen gehört – das erleichtert die Risikoabschätzung beim Beenden von Tasks: Insbesondere das Abschießen von Windows-Prozessen kann nämlich die Stabilität des gesamten Systems gefährden. Die „Heat Map“ färbt die Prozesse bei hoher Aktivität zunehmend dunkler – jeweils differenziert für die einzelnen Kategorien (CPU, RAM, Festplatte, Netzwerk). Man erkennt also ohne Spaltensortierung sofort, welcher Prozess auf welcher Ressource gerade aktiv ist. Auf der Registerkarte „Leistung“ legt Windows 10 die Anzeigen für Prozessor, Arbeitsspeicher, Datenträger und Netzwerk – und falls vorhanden, auch Bluetooth – zusammen. Auf der Registerkarte „Details“ finden sich zahlreiche optionale Infospalten. Hier lassen sich Programme auswählen und über das Kontextmenü der rechten Maustaste beenden.

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Schritt 3 - Autostart verwalten

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Auf der Registerkarte „Autostart“ werden alle Programme aufgelistet, die beim Systemstart gestartet werden. In früheren Windows-Versionen mussten Anwender dazu über die Kommandozeile das Tool msconfig.exe (Systemkonfiguration) oder das Sysinternals-Tool Autoruns verwenden. In Windows 10 entfällt damit dieser Umweg. Hier erfahren Sie, wie sich der Start des einzelnen Programms auf die Startgeschwindigkeit des Systems auswirkt. Die mit „Hoch“ gekennzeichneten Einträge sollten Sie sich genauer anschauen, denn diese Programme verzögern den Systemstart am deutlichsten. Sollten Sie mit einem Eintrag nichts anfangen können, dann klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen dann im Kontextmenü „Online suchen“ aus. Es öffnet sich ein Browser-Fenster mit den Suchergebnissen von Microsofts Bing zu diesem Programm. Um den Autostart eines Programms zu unterbinden, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag und wählen dann „Deaktivieren“ aus. Beim nächsten Windows-10-Start wird das betreffende Programm nicht mehr automatisch gestartet.

Windows 10: Optimiertes Task-und Speichermanagement

Microsoft hat Windows 10 weiter auf Ökonomie getrimmt und die mit Windows 8 eingeführte Neuerungen übernommen. Windows 10 verbraucht weniger Ressourcen als seine Vorgänger. Es gibt eine Reihe technischer Maßnahmen, die Windows 10 zu einem reifen Eco-System machen. Die wichtigsten skizzieren wir hier:

Suspended Modern Apps: Modern Apps wie „Foto“, „Video“ oder „Mail“ werden nach kurzer Inaktivität automatisch „angehalten“ („suspended“). Der CPU-Verbrauch einer angehaltenen App sinkt dabei auf Null, der weitere Speicherkonsum richtet sich nach der allgemeinen Situation am Gerät: Steht ausreichend freier Speicher bereit, behält die inaktive App ihre Speicherseiten zunächst. Bei längerer Inaktivität, vor allem aber bei Speicheranforderungen aktiver Programme, geben die Apps ihre Speicherseiten fast komplett frei – dem System stehen mehr Ressourcen zur Verfügung.

Reduzierter Footprint: Microsoft hat Windows-Kernkomponenten wie den Explorer oder den Desktop Window Manager optimiert und deren Speicherbedarf verringert. Eine weitere einfache Maßnahme ist der sparsamere Einsatz von Services (System-Dienste). Viele Dienste werden unter Windows 10 nur noch ad hoc gestartet, also wenn sie wirklich benötigt werden.

Memory Combining: Fast alle Anwendungen, Systemprogramme und Tools profitieren unter Windows 10 von dem weiter optimierten Speichermanagement. Viele Windows-Programme nutzen nämlich identische Windows-Bibliotheken (Dynamic Link Libraries – DLLs). Folglich gibt es beim Multitasking bei vielen geladenen Programmen immer redundante Kopien gleichen Inhalts im Arbeitsspeicher. Das in vielen Bereichen weiter verbesserte Speichermanagement erkennt und beseitigt diese überflüssigen Kopien.

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