Der PC sorgt für hoch aufgelöste Bilder und knackigen Sound im Kinoformat, wenn man ihn als Multimedia-Maschine nutzt. Doch damit der Monitor oder der Beamer HD-Filme auch in voller Auflösung zeigt, muss der Rechner die passenden Schnittstellen bieten. Und passend meint im Falle von Blu-Ray einen Anschluss, der den Kopierschutz HDCP unterstützt. Dafür kommt eine Grafikkarte mit HDMI-Ausgang in Frage, oder eine Karte, deren DVI-Ausgang HDCP unterstützt.
Grafikkarte: Hier haben Sie im aktuellen Sortiment von AMD und Nvidia die freie Auswahl in allen Preis- und Leistungsklassen. Karten mit HDMI-Ausgang gibt es zwar nicht besonders viele. Allerdings unterstützen alle Karten der aktuellen Radeon-3000/2000er-Familie von AMD und der 8000er-Serie von Nvidia am DVI-Ausgang den Kopierschutz HDCP: Entweder ist die dafür notwendige Schlüsselverwaltung direkt im Grafikchip integriert – wie bei AMD und dem Geforce 8600GTS – oder der Kartenhersteller hat sie über einen Zusatzchip auf der Karte umgesetzt. Wichtig ist, dass der Karte ein passender Adapter von DVI auf HDMI beiliegt, wenn Sie einen Monitor mit HDMI-Eingang besitzen.
Wollen Sie einen PC mit AGP-Schnittstelle HD-kompatibel aufrüsten, werden Sie derzeit nur bei AMD fündig: Hersteller wie Gecube Powercolor oder Sapphire bieten zu Preisen zwischen 60 und 200 Euro auch AGP-Karten mit dem HD2400, HD2600 oder HD3850 an.
Soundkarte: Mit Blu-Ray werden nicht nur die Bilder schärfer. Die HD-Filme sind auch mit verbesserten Surround-Sound-Formaten versehen – zum Beispiel Dolby Digital Plus und TrueHD oder DTS-HD. Trotzdem müssen Sie dafür nicht unbedingt in eine neue Soundkarte investieren: Selbst ein rund drei Jahre alter PC wie unser Beispiel-Rechner von HP mit integriertem Soundchip nach AC97-Spezifikation reicht aus, um die Tonspur analog über ein 5.1-Lautsprecher-Set oder per Digitalausgang als AC3- oder DTS-Datenstrom an einen entsprechenden Verstärker auszugeben. Für die analoge Ausgabe muss die Abspiel-Software allerdings die HD-Tonformate unterstützen und umwandeln können – Cyberlink Power DVD 7 Ultra (Preis: rund 85 Euro) beispielsweise. Mit einem bis zu zwei Jahre altem PC, der über einen integrierten HDA(High Definition Audio)-Soundchip verfügt, gelingt die analoge Ausgabe auch im 7.1-Format.
Nur bei Spezialwünschen müssen Sie für den Sound zusätzliches Geld ausgeben: Zum Beispiel können Sie den Kabelsalat reduzieren, indem Sie eine Grafikkarte mit HD2400-, HD2600- oder HD2900-Chip von AMD einsetzen. Diese haben einen integrierten Audio-Controller und können so über den DVI-Ausgang mit dem beiliegenden DVI-HDMI-Adapter über eine Kabelverbindung Bild und Ton zum Fernseher ausgeben.
Fazit: Auch hier ist das Aufrüsten auf HD-Tauglichkeit das K.o.-Kriterium für einen drei Jahre alten PC, weil zu teuer. Wollen Sie dagegen einen alten PC einfach nur an einen HDMI-tauglichen Monitor oder Beamer anschließen, ohne HD-Material abzuspielen, reicht eine neue Grafikkarte ab 50 Euro. Für jüngere PCs reicht diese Investition sowohl fürs Anschließen als auch das Abspielen von HD-Material vollkommen aus.
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