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Verlierer

Der Internet-Kühlschrank und sein Scheitern

19.04.2010 | 12:34 Uhr |

LGs Internet-Kühlschrank: Die Innovation der
Zukunft?(Foto: Marc Simo)
Vergrößern LGs Internet-Kühlschrank: Die Innovation der Zukunft?(Foto: Marc Simo)
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Auf der CES 2000 haben Cisco and Whirlpool ein Zukunftsprojekt angekündigt: Eine komplette Serie von Küchengeräten, die mit dem Internet verbunden werden können. Unter anderem Kühlschränke und Öfen.

Philip Pejovich, damals Vize-Präsident der Entwicklungsabteilung von Whirlpool, behauptete, dass diese futuristischen Produkte Hausfrauen helfen ihre Effizienz zu steigern. Öfen wären dann in der Lage, Rezepte aus dem Internet herunterzuladen und sich selbst programmieren, um entsprechend den Vorgaben zu braten und zu backen. Oder Kühlschränke mit WLAN und abnehmbaren Web-Tablets wären geeignet zur Verwendung als Kalender, E-Mail-Anzeiger oder zur direkten Bestellung von Lebensmitteln.

Dieser sicher unglaublich nützliche Multimedia-Kühlschrank fand nie seinen Weg zu den Hausfrauen dieser Welt - auch wenn die Idee eines im Web surfenden Kühlschranks mehrere Wiederbelebungsversuche erfuhr. Einschließlich des 8000 Dollar teuren Internet-Kühlschranks von LG (der im Dezember 2003 in der PC World eine alles andere als gute Bewertung erhielt) und Whirlpools GD5VVAXT "centralpark" Kühlschrank des Jahres 2008.

Beide Modelle wurden seither nicht weiterentwickelt. Es könnte also Zeit sein, zuzugeben, dass intelligente Kühlschränke einfach noch nicht reif genug sind – sie gehören nicht in die heutige Küche.

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