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Der Anschlag

19.05.2003 | 11:49 Uhr |

Israel, 1973: Gegen Ende des Yom Kippur-Krieges hebt ein Kampfjet der israelischen Luftstreitkräfte ab. An Bord befindet sich eine Atombombe, die eingesetzt werden soll, falls die israelische Armee zu verlieren droht. Der Flieger wird über feindlichem Gebiet abgeschossen, die Bombe bohrt sich in den Wüstensand.

Spannend, beängstigend und klasse in Szene gesetzt.

Israel, 1973: Gegen Ende des Yom Kippur-Krieges hebt ein Kampfjet der israelischen Luftstreitkräfte ab. An Bord befindet sich eine Atombombe, die eingesetzt werden soll, falls die israelische Armee zu verlieren droht. Der Flieger wird über feindlichem Gebiet abgeschossen, die Bombe bohrt sich in den Wüstensand.

Diese Szenerie ist der Auftakt zu "Der Anschlag", einer Verfilmung des gleichnamigen Buches von Tom Clancy. Der unter Clancy-Fans bekannte Filmheld Jack Ryan (Ben Affleck) befindet sich hier noch am Anfang seiner Karriere und arbeitet als Analyst bei der CIA. Sein erster wichtiger Vortrag steht bevor, über den neuen Präsidenten von Russland, der von den USA skeptisch betrachtet wird.

Unterdessen ist es einem weltweiten Zusammenschluss von Neonazi-Gruppen gelungen, in den Besitz der verloren gegangenen Atombombe zu gelangen. Mit Hilfe russischer Wissenschaftler wird diese wieder funktionstüchtig gemacht und in die USA geschmuggelt. Sie soll bei einem Football-Spiel gezündet werden, dem auch der US-Präsident beiwohnen wird. Der Anschlag soll dann Russland in die Schuhe geschoben werden. Das Ziel der Nazis: Beide Großmächte sollen sich gegenseitig vom Angesicht der Erde bomben - kann Ryan einen dritten Weltkrieg verhindern?

Der Film ist spannend in Szene gesetzt und kommt ohne allzu viel US-Pathos. Der Anschlag als solches markiert zugleich die Mitte des Films, der danach leider etwas abflacht. Dennoch ist "Der Anschlag" eine der besten Clancy-Adaptionen - spannend erzählt, gut in Szene gesetzt und mit einem relativ realistischen Szenario, das gerade in der aktuellen politischen Situation nicht von der Hand zu weisen ist. Das Bild ist klar und gestochen scharf, der Sound kommt sauber aus den Boxen.

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