Speichermedien sind gerade in der heutigen Zeit sehr billig zu haben. Doch die schiere Flut an Geräten macht die Wahl der perfekten Festplatte nicht gerade leicht. Dabei hat eine schnelle HDD – egal ob intern oder extern – einen großen Einfluss auf die Leistung Ihres Rechners und Ihres Netzwerkes. Diese Dinge sollten Sie beachten, wenn Sie sich eine neue Festplatte zulegen wollen.
Die erste Frage, die Sie sich stellen müssen ist, ob Sie einen internen oder einen externen Speicher wollen. Der Vorteil von externen Festplatten liegt auf der Hand: bei Nichtgebrauch können Sie sie zwecks Datensicherheit wegschließen oder auch überall hin mitnehmen. Ein externer Speicher büßt Sie aber höchstwahrscheinlich ein bisschen Leistung ein. Denn Technologien wie USB, FireWire 400/800 oder Ethernet sind immer langsamer als die Anschlüsse für eine interne Festplatte. Nur eSATA kommt annähernd an die Geschwindigkeit eines internen HDD heran.
Entscheiden Sie sich für eine interne Festplatte, sind SATA-Verbindungen die erste Wahl. Sie sind nicht nur sehr schnell, sondern oft auch eine der Haupt-Anschlüssmöglichkeiten in Ihrem PC – manchmal sogar die einzige. SATA-Festplatten haben außerdem die einzigartige Funktion, dass sie auch extern funktionieren – in einem eSATA-Gehäuse. ESATA ist deutlich schneller als USB oder FireWire, allerdings brauchen einige PCs einen zusätzlichen Adapter für diese Art von Anschluss.
Abgesehen von Laptop- oder Netbook HDDs ist es eher unwahrscheinlich, heutzutage noch eine Festplatte mit weniger als 7200 Umdrehungen in der Minute zu finden. Allerdings sollten Sie ein solches Modell für einen schnellen PC von vornherein ausschließen. Je schneller der HDD, desto effizienter und flotter wird auch Windows arbeiten.
Es gibt durchaus Festplatten, die 10.000 oder sogar 15.000 Umdrehungen schaffen. Ohne einen eSATA-Anschluss sollten Sie von diesen Hochleistungs-HDDs zumindest als externe Variante aber absehen. Denn langsamere Anschlüsse wie USB würden die Geschwindigkeit nur unnötig drosseln. Auch die Größe des Cache ist von Interesse, wenn auch nur nebensächlich: es gibt umweltfreundliche HDDs mit satten 32 GB Cache, genauso wie Hochleistungsfestplatten mit nur 8 MB Cache. Achten Sie darauf, dass der Cache Ihrer neuen Festplatte mindestens 8 MB beträgt.
Auch eine neuartige SSD-Festplatte ist derzeit eine Überlegung wert. Der NAND-Flashspeicher, der in den meisten SSD-Modellen genutzt wird, variiert jedoch stark in der Geschwindigkeit. Die meisten dieser Festplatten können erstaunlich schnell auf Daten zugreifen, einige tun sich jedoch schwer beim Daten schreiben. Nichtsdestotrotz hängen SSDs die meisten anderen Festplatten-Modelle in puncto Performance ohne weiteres ab – und werden auch immer erschwinglicher. Wenn Geschwindigkeit für Sie der wichtigste Parameter ist, müssen Sie sich bei SSDs außerdem zwischen einem SLC (Single Level Cell) oder einem MLC (Multi Level Cell) Modell entscheiden. SLCs sind im Normalfall nicht nur schneller, sondern haben auch eine längere Lebensspanne: SLCs halten durchschnittlich 100.000 Schreibprozesse durch, wohingegen MLCs durchschnittlich nach 10.000 Schreibprozessen klein beigeben. Spielt Schnelligkeit für Sie nicht die allererste Geige, sondern wollen Sie zum Beispiel eine Notebook-Festplatte, die auch mal einen Stoß aushält, sollten Sie ein MLC-Modell nicht ganz außer Acht lassen.
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