Ratgeber Festplatte

Defragmentieren

Auf einer Festplatte werden Dateien hintereinander gespeichert. Wird eine Datei gelöscht, entsteht eine Lücke, die bei einem späteren Schreibvorgang wieder gefüllt wird. Reicht die Lücke für die neue Datei nicht aus, wird die Datei in mehrere Teile zerlegt, im Fachjargon fragmentiert. Dieser Vorgang ist ganz normal und funktioniert zuverlässig.

Einen Nachteil gibt‘s aber doch: Wenn eine Datei auf der ganzen Festplatte verteilt ist, muss der Lesekopf einen längeren Weg zurücklegen, bis er sie ganz ausgelesen hat. Das wirkt sich auf die Geschwindigkeit aus. Um wieder Ordnung ins Bit-Chaos zu bringen, bietet Windows eine eingebaute Defragmentierfunktion, die alle zusammengehörenden Dateifragmente wieder zusammensetzt. Diese Funktion finden Sie im Startmenü unter Programme/Zubehör/Systemprogramme/ Defragmentierung.

Schließen Sie alle Programme. Nach einem Klick aufs gewünschte Laufwerk starten Sie den Vorgang mit der Defragmentieren-Schaltfläche. Antiviren-Software kann den Vorgang deutlich verlangsamen. Ist das bei Ihnen der Fall, empfiehlt es sich, die Verbindung zum Internet zu trennen und das Antivirenprogramm vorübergehend zu deaktivieren. Der gesamte Vorgang dauert – eine Defragmentierung über Nacht ist empfehlenswert.

Leistungsfähiger als die hauseigene Defragmentierfunktion von Windows ist z.B. das Programm Raxco PerfectDisk. Es optimiert auch die Anordnung der Dateien, damit etwa solche, die oft gleichzeitig aufgerufen werden, nahe beisammenliegen.

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