Anmeldebildschirm: Anzahl der Prozesse für einen Benutzer
Windows (XP) suggeriert, es könne die angemeldeten Benutzer inklusive der Anzahl der jeweils gestarteten Programme auflisten. Diese Infos erscheinen am „Willkommen“-Bildschirm, wenn sich ein Anwender nach„Start, Abmelden, Benutzer wechseln“ an einem anderen Konto anmelden möchte.
Die PC-WELT klärt auf: Die Zählung der Programme ist eher willkürlich. Zum einen zählt Windows eigentlich Programmfenster, nicht die Prozesse. Folglich ignoriert es die ständig laufende Explorer.EXE ebenso wie alle Tasks im Systray. Doch selbst wenn wir unterstellen, dass das im Sinne des Benutzers ist und lediglich die Formulierung „Programme“ bemängeln, stimmt die Zählung nicht. Alle Explorer-Fenster, die über das Icon „Arbeitsplatz“ geöffnet wurden, zählt Windows als ein Programm – egal, wie viele Instanzen geöffnet sind. Und auch Explorer-Fenster, die über „Start, Programme, Zubehör, Windows-Explorer“ oder durch direkten Aufruf über „Start, Ausführen“ gestartet wurden, zählen jeweils zusammen als ein Programm. Die Zählung hängt also nur davon ab, wie der Anwender die Ordner geöffnet hat.
LAN-Verbindung: Nicht defekt und nicht reparabel
Windows (XP SP 2) behauptet, dass die LAN-Verbindung nicht repariert werden konnte und Sie sich an einen Netzwerkadministratorwenden sollten, falls das Problem weiterhin besteht. Die Meldung erscheint, wenn Sie bei intakter Netzverbindung Ihre Netzwerkeinstellungen öffnen und dann im Kontextmenü „Reparieren“ wählen.
Die PC-WELT klärt auf: Logisch – an einer funktionierenden Netzwerkverbindung kann nichts repariert werden. Doch hat Microsoft wohl vergessen, vor den Dialogeinen Test zu setzen, ob denn die Netzwerkverbindung überhaupt offline ist. Das ist zumindest irreführend. Wenn Ihre Autowerkstatt Sie anruft und sagt „Wir können Ihren Wagen leider nicht reparieren“, werden Sie auch nicht unbedingt folgern, dass er gar nicht defekt ist. Der nächste Absatz der Dialogbox verbreitet unnötige Panik und hat sicher bereits bei einigen Netzwerkadministratoren den Wunsch hervorgerufen, sich bei Microsoft zu bedanken.
Windows XP ist zu alt für die gestartete Software
Windows (XP) erklärt: „Für das angegebene Programm ist eine neuere Version von Windows erforderlich“. Dummerweise erscheint diese Meldung unter Windows XP, ein neueres Windows steht folglich nicht zur Verfügung. Was tun? Auf Longhorn warten?
Die PC-WELT klärt auf: Für diese Meldungmuss man Windows XP etwas provozieren. Geben Sie unter „Start, Ausführen“ den Befehl „mmc“ ein, und starten Sie damit eine leere Management-Konsole. Über Strg-M und den Button „Hinzufügen“ binden Sie dann das Snap-in „Leistungsprotokolle und Warnungen“ ein. Hier verweisen Sie aber nicht auf den eigenen, sondern auf einen im LAN befindlichen Linux-Rechner, auf dem Samba installiert ist. Beim Versuch, sich darüber zum Linux-Rechner zu verbinden, zeigt die Management-Konsole diese Fehlermeldung, und Windows fühlt sich zu alt für den Job.
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