Dediziert versus integriert: Schnell vs. Langsam
Grafikkarten sind entweder PC-Erweiterungskarten in einem Steckplatz auf dem Mainboard (AGP, PCI-Express). Oder aber sie sind im Chipsatz auf der Hauptplatine enthalten. Bei Notebooks sind die Grafikkarten, egal welcher Leistungsklasse, fast immer fest auf dem Mainboard verlötet. Starke Spiele-Notebooks haben in seltenen Fällen ein gestecktes MXM-Modul, auf dem die Grafikkarte sitzt.
Auf der Suche nach einem Notebook werden sie immer wieder auf die Bezeichnung IGP (Integrated Graphics Processor) oder seltener UMA (Universal Memory Access) stoßen. Da steht zum Beispiel im Datenblatt Intel HD Graphics 3000 (IGP). In diesen Fällen ist die Grafik im Prozessor (CPU) oder im Chipsatz (Front-Side-Bus zwischen Hauptspeicher, Cache und CPU) integriert. Dies wird häufig als Onboard-Grafik bezeichnet. Wo sich die Grafik räumlich befindet ist für sie als Käufer unerheblich, denn alle IGP/UMA-Grafikkarten haben eine geringe 3D-Rechenleistung gemein. Zudem können sie fast sicher sein, dass die integrierte GPU kein eigenes Grafik-RAM besitzt und sich etwas vom Arbeitsspeicher abzwacken muss.
Im Gegensatz dazu stehen die dedizierten Grafikkarten mit eigenem Videospeicher und physikalisch eigenem Standort auf dem Mainboard. Hier fallen Bezeichnungen wie AMD Radeon HD 6550M oder Nvidia Geforce GT 520M. Die Differenzierung ist nicht immer einfach. So ist eine ATI Radeon HD 4250 eine IPG, die ATI Radeon HD 5650 aber dediziert. Ein Kürzel als eindeutigen Hinweis auf eine „selbständige“-Grafik gibt es nicht, jedoch weist Videospeicher (512, 1024MB) darauf hin. Die dedizierte Grafik hat immer den Vorteil einer höheren Rechengeschwindigkeit (stark modellabhängig), was nicht nur für Computerspiele relevant ist, sondern auch für die Hardwareunterstützung.
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