Dauerrisiken: Phishing Attacken und Viren
Das Sicherheitssystem der Transaktionsnummern schützte Online-Banking-Kunden in Deutschland zunächst gut gegen solche einfachen Phishing-Angriffe. Doch nur für kurze Zeit, denn bald führten immer mehr Banken weltweit das TAN-System ein. Die Kriminellen verfeinerten daraufhin ihre Angriffsmethoden.
Zusätzlich zu den Phishing-E-Mails verbreiten die Kriminelle im Internet Viren, die speziell auf den Diebstahl von Online-Banking-Daten getrimmt sind. Die ersten Varianten dieser Viren waren wiederum recht einfach gestrickt: Sie konnten lediglich Benutzername und Passwort der Kunden einer bestimmten Bank abfischen.
Heute gibt es dagegen extrem vielseitige und ausgeklügelte Varianten von Banking-Viren. Haben sich die Schädlinge einmal auf dem PC eingenistet, schlummern sie dort und werden erst aktiv, wenn man im Internet-Browser die Seite der Bank aufruft. Die Viren kennen die Seiten von bis zu 900 verschiedenen Geldinstituten und enthalten speziell angepasste Spionagefunktionen für die einzelnen Online-Banking-Seiten. Bankkunden, die für eine Überweisung eine einfache TAN von einer TAN-Liste eingeben müssen, sind für die Kriminellen die perfekten Opfer. Der Virus, auch „Banking-Trojaner“ genannt, kann die Anmeldedaten und die TAN abfangen. Dann unterbricht er den aktuellen Überweisungsvorgang. So bleibt die erbeutete TAN-Nummer gültig, und die Kriminellen können sie nutzen, um Geld auf das Konto eines Mittelmannes zu überweisen.



