Vorsicht Fake-Accounts
Dating-Portale im Check
Zu zweit ins Kino gehen, macht einfach mehr Spaß. Die richtige Partnerin, den richtigen Partner dafür können Sie über viele verschiedene Dating-Portale finden. ©iStockphoto.com/mediaphotos
| Portal | Mitglieder in Deutschland | Verhältnis Männer : Frauen | Kosten pro Monat, Preisspanne je Abolaufzeit | Zielgruppe, interessant für bestimmte Nutzer | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| Friendscout24 | 6 Millionen | 57 : 43 | Von 19,90 Euro bis 39,90 Euro | Nutzer jeden Alters in Deutschland | Marktführer mit den meisten Mitgliedern in Deutschland |
| neu.de | 5 Millionen | 59 : 41 | Von 14,90 Euro bis 34,90 Euro | Kontakte zu Mitgliedern außerhalb von Deutschland finden sich hier leicht. | Stark europäisch mit insgesamt 42 Millionen Mitgliedern aus Europa |
| DatingCafe | 1,5 Millionen | 48 : 52 | Von 9 Euro bis 29 Euro | Der hohe Frauenanteil macht Dating Cafe vor allem für Männer interessant. | Kostenlos für Frauen unter 45, erster Monat für alle kostenlos |
| KissNoFrog | 600.000 | 68 : 32 | Von 16,58 Euro bis 23 Euro | Wer sich schnell ein Bild von seinem Gegenüber machen will, ist hier richtig aufgehoben. | Speed-Dating per Webcam |
| Badoo | 1,8 Millionen | 55 : 45 | Ab 8,49 Euro | Facebook-Nutzer werden die Integration in das größte soziale Netzwerk schätzen. | Funktioniert als Facebook-Erweiterung, insgesamt 151 Millionen Mitglieder weltweit |
| flirt-fever.de | 4 Millionen | 62 : 38 | 1,99 Euro für die ersten 14 Tage, verlängert sich automatisch auf 9 Wochen für 81 Euro | Wer einfach mal kurz Erfahrungen sammeln will, kann das hier preiswert tun. | Starke Nutzung von 18- bis 35-Jährigen |
| iLove | 6 Millionen | 64 . 36 | Gut 20 Euro (genau: 4,99 Euro pro Woche) | Vor allem junge Nutzer sind hier gut aufgehoben. | Kostenlos für Frauen, spricht gezielt jüngere Singles zwischen 16 und 25 Jahren an |
Friendscout24 ist der unangefochtene Marktführer der Dating-Portale in Deutschland. Es wirbt damit, seit Anfang dieses Jahres bis Mitte Mai mehr als 30 Millionen Online-Rendez-vous ermöglicht zu haben. Von den 10 Millionen registrierten Singles kommen 6 Millionen aus Deutschland. Kostenlos können Sie hier eine Kontaktanzeige mit Foto aufgeben, die Suchfunktion nutzen und Profile anschauen. Nachrichten lassen sich nur als Antworten auf das Anschreiben anderer versenden. Friendscout24 bietet wie Partnervermittlungen einen wissenschaftlichen Beziehungstest an. Wer weniger Interesse an langen Fragebögen und lästiger Suche hat, kann per Date-Roulette den richtigen Gegenüber finden. Das Monatsabo kostet 39,90 Euro, bei drei Monaten Laufzeit verringert sich der Preis auf 29,90 Euro, bei sechs Monaten Laufzeit auf 19,90 Euro.
Bei neu.de suchen fünf Millionen Mitglieder aus Deutschland nach ihrem Beziehungsglück. Das Portal ist mit insgesamt 42 Millionen Nutzern aus Europa wesentlich internationaler als Friendscout24. neu.de wirbt intensiv auf vielen Kanälen, insbesondere im Fernsehen, um neue Mitglieder. Kontaktanzeige mit Foto und die Suche nach dem passenden Partner sind ebenso kostenlos wie Flirtfragenstellen und -beantworten. Zahlende Mitglieder können auf Flirt-Mails und Privat-Chat-Einladungen von Premium-Mitgliedern antworten. Dafür müssen sie für zwischen 14,90 Euro (Sechs-Monats-Abo) bis 34,90 Euro (Ein-Monats-Abo) zahlen.
Dating Cafe zeichnet vor allem das fast ausgeglichene Verhältnis von männlichen und weiblichen Mitgliedern aus: 52 Prozent sind weiblich, 48 Prozent männlich. Es gibt also einen leichten Frauenüberschuss. Bei den meisten anderen Portalen sind in der Regel deutlich mehr Männer (um die 60 Prozent) als Frauen (um die 40 Prozent) registriert. Dating Cafe erreicht die andere Frauenquote durch sein besonderes Tarifsystem: Frauen unter 45 können die Services kostenlos nutzen. Alle anderen müssen ab dem zweiten Monat löhnen. Je nach Laufzeit und Abomodell zahlen sie zwischen 9 Euro und 29 Euro pro Monat.
Bei KissNoFrog.de steht die Kontaktaufnahme per Webcam-Chat im Mittelpunkt. Rund 600.000 Singles suchen hier nach ihrer Partnerin, ihrem Partner. Kostenlos lässt sich ein Profil anlegen, Suchfunktionen nutzen und Partnervorschläge generieren. Wer wirklich chatten und flirten will, braucht eine Premium-Mitgliedschaft, die je nach Laufzeit zwischen 16,58 Euro (Jahresabo) bis 23 Euro (Drei-Monats-Abo) pro Monat kosten.
Bei Badoo geht es vor allem darum, Menschen mit den gleichen Interessen zu finden. Es muss nicht unbedingt die langfristige Partnersuche sein, die die Mitglieder herbringt. Die schnellere und auch kurzfristige Verabredung steht im Vordergrund, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Das hat dem Portal den Ruf eingebracht, es gehe hier schnell um Sex. Ob das wirklich so ist, liegt aber selbstverständlich an den Mitgliedern selbst. Badoo ist stark international: Hier sind weltweit 130 Millionen Suchende unterwegs; aus Deutschland sind es 1,8 Millionen. Umschauen und suchen kostet hier nichts. Wer mit anderen Mitgliedern Kontakt aufnehmen will, muss ein Abo abschließen, dass es ab 8,49 Euro pro Monat gibt.
Flirt-Fever können kostenlos ausprobieren, und eine 14-Tage-Premium-Mitgliedschaft ist mit 1,99 Euro günstig. Doch Vorsicht: Wenn Sie Ihre Mitgliedschaft nicht rechtzeitig kündigen, wird aus dem Einstiegsangebot schnell ein Neun-Wochen-Abo für 81 Euro. Flirt-Fever führt die redaktionelle Prüfung der Profile scheinbar weniger konsequent als andere Anbieter durch. Deshalb gibt es relativ viele Profile mit falschen Angeboten, so genannte Fake-Accounts. Für denjenigen, der von falschen Versprechungen angezogen und dann enttäuscht wird, mag das ärgerlich sein. Wer aber einmal ein solches Portal ausprobieren und nicht unbedingt direkt Rückschlüsse auf seine Person ermöglichen will, kann auch hier Erfahrungen sammeln.
Achtung: Über Fake-Accounts versuchen Anbieter zum Teil, eigene kostenpflichtige Angebote zu verkaufen. Überlegen Sie deshalb unbedingt vorher genau, auf welches Angebot sie eingehen und welche Sie lieber links liegen lassen.
Frauen können iLove grundsätzlich kostenlos nutzen, Männer nur bis zur ersten Mail. Dann zahlen sie (per Handyrechnung) 4,99 Euro pro Woche. Trotz dieses Tarifsystems sind hier mehr Männer (64 Prozent) als Frauen (36 Prozent) online. Mit der redaktionellen Prüfung nimmt man es hier nicht so genau, dass auch hier viele Fakes auftauchen.






