184875

Windows 7 - Schattenkopie-Funktion clever nutzen

16.08.2010 | 08:55 Uhr |

Windows 7 bietet eine spannende neue Funktion, die den Namen "Schattenkopien" oder auch "Vorgängerversionen" trägt. Wir zeigen, wieso Sie diese Funktion unbedingt nutzen sollen und geben Tipps & Tricks.

Ein falscher Mausklick und schon ist es passiert: Eine wertvolle Datei wurde überschrieben oder gar gelöscht. Oder es traten Probleme beim Abspeichern auf: Die Datei ist ruiniert und kann nicht mehr gelesen haben. Wer Windows 7 ab der Version Home Premium einsetzt, der ist vor solchen Malheurs geschützt und weiß es womöglich gar nicht. Er muss nämlich zunächst die mitgelieferte Sicherheitsfunktion "Vorgängerversionen" aktivieren, die im englischen Windows 7 den doch etwas spektakuläreren Namen "Volume Shadow Copy Service" (VSS) also "Schattenkopien-Dienst" trägt.

Die Sicherheitsfunktion wird seit Server 2003 in Windows mitgeliefert, war bereits in Windows Vista enthalten und darf nun auch von allen Windows-7-Anwendern genutzt werden. Immerhin werden von allen Dateien bis zu 64 Kopien im Hintergrund erstellt und von Windows 7 still und heimlich verwaltet. Windows 7 nutzt dabei die Erstellung von Wiederherstellungspunkten, um die Kopien von Dateien anzulegen. Einen Wiederherstellungspunkt erstellt Windows immer vor kritischen Operationen oder wenn Sie ein Update installieren oder ein Backup erstellen.

In der Regel legt Windows 7 dann eine Schattenkopie einer Datei an, wenn ein Wiederherstellungspunkt generiert wird. In der Regel geschieht dies einmal am Tag. Sollten Sie innerhalb dieses Tages mehrmals eine Datei ändern, dann werden also nicht alle Änderungen separat archiviert, nur der Stand der Datei, der kurz vor dem Erstellen des Wiederherstellungspunktes existierte.

Wichtiger Hinweis: Die Schattenkopien-Funktion von Windows 7 erspart Ihnen nicht, regelmäßig Backups Ihrer wichtigen Dateien anzulegen. Die Schattenkopien werden genau auf der Partition abgelegt, auf der sich auch die Originaldatei befindet. Liegt also ein Hardware-Defekt vor, dann helfen auch die Schattenkopien nicht weiter.

0 Kommentare zu diesem Artikel
184875