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So klappen Backups schnell und einfach

24.03.2011 | 11:45 Uhr |

Nie wieder Datenverlust: Beugen Sie rechtzeitig vor, und sichern Sie wichtige Dateien regelmäßig! Wir zeigen, wie Sie zuverlässig wichtige Dateien & Ordner sichern.

Beim Stichwort „Backup“ bekommen die meisten PC-Benutzern ein schlechtes Gewissen. Sie empfinden die Datensicherung als notwendiges Übel und schieben sie wie den Zahnarztbesuch so lange hinaus, bis es richtig weh tut. Zur Unbeliebtheit tragen auch Experten bei, die vollmundig von Backup-Strategien oder gar -Philosophien sprechen. Dabei geht es doch am privaten PC oder im Betrieb nur darum, zuverlässig bestimmte Dateien oder Ordner zu kopieren. Nicht viel mehr, nicht weniger. Das können auch Sie – garantiert .

Das richtige Backup-Medium
Ihre persönlichen Texte, Tabellen, Datenbanken und Präsentationen, aber auch Ihre Foto- und Musiksammlungen sind viel wichtiger als das PC-Betriebssystem. Auch wenn es lästig ist: Windows können Sie jederzeit neu installieren. Wenn aber die Festplatte streikt, sind Ihre Benutzerdateien unwiederbringlich verloren.

Für diese wertvollen oder sogar unverzichtbaren Dateien brauchen Sie stets zwei aktuelle Kopien. Eine davon bewahren Sie am besten räumlich getrennt auf. Dann haben Sie auch nach einem Brand, Wasserschaden oder Diebstahl noch ein Backup zur Hand.

Das ist ein Soll für private Sammlungen von Bildern, Texten, Videos und Musik, aber ein Muss für Geschäftsdaten: So beträgt die Aufbewahrungspflicht von geschäftlichen E-Mails sechs Jahre, digitale Buchhaltungsunterlagen sind gar zehn Jahre zu lagern.

Welche Medien Sie für die beiden Sicherungen verwenden, hängt wesentlich vom Umfang der Daten ab:

CDs und DVDs haben selbst für private Daten zu geringe Speicherkapazität. Es ist unzumutbar, bei der Datensicherung Scheiben wechseln und beschriften zu müssen. Ein automatisches und zeitgesteuertes Backup scheidet vollständig aus.

Blu-ray-Discs avancieren bei mittelständischen Unternehmen laut aktuellen Umfragen zu den beliebtesten Backup-Datenträgern. Ganz nachvollziehbar ist der Trend nicht, weil die Brenner (130 bis 400 Euro) und 50-GB-Rohlinge (ab 8,50 Euro) nach wie vor relativ teuer sind. Außerdem zwingen 25 oder 50 GB Speicherplatz selbst private Sammler schon zum Scheibenwechseln. Punkten können Blu-ray-Discs – wie alle Marken-CDs und -DVDs – nur mit ihrer langen Haltbarkeit bei kühler, trockener Lagerung ohne Sonnenlicht.

USB-Festplatten sind die preisgünstigsten und komfortabelsten Backup-Medien. 1 TB Speicher gibt’s ab 60 Euro. Die Platten bieten ausreichend Platz auch für große Datenmengen, sind wiederbeschreibbar und auch beim Synchronisieren von Daten schnell. Die Benutzer können den Datenbestand gut kontrollieren und transportieren. Festplatten haben nur die beunruhigende Eigenschaft, jederzeit – auch noch neuwertig – ohne Warnsignale ausfallen zu können.

USB-Sticks bieten die meisten Vorzüge der USB-Festplatten, sind dabei aber robuster und langlebiger. Allerdings bieten sie kaum genügend Speicherplatz für die meisten Backup-Aufgaben. Und große Sticks mit mehr als 64 GB sind unangemessen teuer: Für 128 GB werden rund 300 Euro fällig. Maximal fassen USB-Sticks derzeit 256 GB.

NAS-Geräte sind als pures Backup-Medium eigentlich unterfordert. Wenn sie aber zusätzlich andere Funktionen erfüllen, etwa auch als Musik- und Videolager, als Druck- oder Internetserver dienen, sind einfachere NAS-Geräte eine erschwingliche Lösung. Fallen größere Datenmengen an, ist ein Gigabit-Netzwerk zu empfehlen.Alle neueren NAS-Geräte haben ab Werk einen entsprechenden Anschluss.

Online-Speicherplatz eignet sich nicht zur automatisierten Datensicherung. Selbst die 25 GB im kostenlosen Skydrive von Microsoft dürften für die meisten privaten oder geschäftlichen Backups zu wenig sein. Gravierendere Nachteile sind die meist beschränkte maximale Dateigröße und vor allem die langsame Datenübertragung ins Internet.

Internetdienstleister wie Strato mit seinem HiDrive machen es immerhin möglich, den Speicherplatz als virtuelles Laufwerk im PC einzubinden. Damit können Sie die zu kopierenden Dateien zumindest per Software oder Script auswählen.

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