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Sicherheit bei der Übermittlung von Daten

Datensicherheit und Datenschutz sind für Unternehmen unverzichtbare Aspekte der IT-Sicherheit. Worauf Unternehmen konkret achten sollten und welche Vorgaben erfüllt werden sollten, sagt dieser Artikel.

Marketing Direktor Central Europe bei NTT Europe Online in Frankfurt/Main.

Natürlich konnte niemand annehmen, die Kette von Datenmissbräuchen, Datendiebstählen und Datenverlusten, die uns 2008 beschäftigt hatte, würde im Jahr 2009 plötzlich abreißen. Womöglich sogar, weil alle Instanzen, die mit dem Thema Datenschutz praktisch befasst sind, ihre Lehren gezogen und sowohl die Speicherung als auch die Übermittlung von sensiblen Daten nunmehr perfekt im Griff hätten? Das wäre dann doch zu schön gewesen, um wahr zu sein.

Dennoch, auch wenn mittlerweile die ersten Skandale des Jahres 2009 über die öffentliche Bühne gingen, muss man konstatieren, dass gerade unter dem Eindruck des Skandaljahres 2008 die Sensibilität gegenüber dieser Problematik gestiegen ist. Öffentlichkeit und Politik schauen bei diesem Thema nicht mehr achselzuckend in eine andere Richtung. Auch die Unternehmen wissen mittlerweile, was passieren kann, wenn sie bei ihren Daten nicht äußerste Vorsicht walten lassen – und dass sie andernfalls nicht nur ihr Image, sondern auch ihre Geschäftsbeziehungen nachhaltig beschädigen können.

Allerdings ist auch klar, dass Problembewusstsein allein nicht reicht. Zu viele Unternehmen wiegen sich in der Illusion, man könne irgendwo ein schlaues Tool installieren oder einen Server implementieren und hätte das ganze Problem damit gelöst. Tatsächlich aber ist Sicherheit nicht allein ein technisches Problem, sondern verlangt einen ganzheitlichen Ansatz. Es darf im Unternehmen weder weiße Flecken noch schwarze Löcher geben, und zwar sowohl innerhalb der eigenen Systeme und Prozesse als auch bei der Übermittlung von Daten. Gerade hier hatte ja – passend zum Ausklang des Skandaljahres 2008 – eine recht skurrile Panne der Berliner Landesbank für Aufsehen gesorgt, als die auf Mikrofilmen gespeicherten Kreditkartendaten von Kurierfahrern mit einer Liefe-rung von Christstollen vertauscht worden waren. Der Fall zeigt exemplarisch, wie wichtig es ist, die gesamte Prozesskette des Datenaustausches unternehmensübergreifend lückenlos und klar zu strukturieren, weil auch kleinste organisatorische Schwachstellen zum GAU führen können.

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