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Welches VPN-Verfahren ist das richtige?

17.08.2009 | 11:21 Uhr |

Wenn Mitarbeiter an entfernten Standorten auf Daten im Unternehmen zugreifen und sicher kommunizieren wollen, ist VPN das Mittel der Wahl, um die Verbindung abzusichern. Die Computerwoche wägt die beiden Techniken zum Aufbau eines sichern Tunnels, IPsec-VPN und SSL-VPN, gegeneinander ab.

Hier lesen Sie?

  • welche Vorteile VPNs bringen;

  • welche Verfahren heute zur Wahl stehen;

  • wo versteckte Fallen bei der Realisierung eines VPN-Projektes lauern;

  • welche Besonderheiten zu beachten sind.

Vor ein paar Jahren waren die Anwender von Fernzugriffslösungen klar umrissen: Außendienstler und Vertriebsmitarbeiter brauchten unterwegs Zugang zu Daten und Unternehmens-Software. Heute lässt sich der Nutzerkreis nicht mehr so einfach festmachen. Die globalisierte Wirtschaft macht alle Mitarbeiter eines Unternehmens mehr und mehr mobil. Dazu kommt der Wunsch vieler Kollegen, ihre Arbeitszeiten flexibler zu gestalten und Home-Office-Tage einzuschieben. Damit steigt auch die Nachfrage nach Remote-Zugängen ins Firmennetzwerk. Doch nicht nur Mitarbeiter benötigen sichere Verbindungen, auch immer mehr mobile Endgeräte verlangen nach gewissenhafter Fernwartung oder signalisieren selbst gelegentlich Aktualisierungbedarf, der nur über eine gesicherte Verbindung erledigt werden kann.

In wirtschaftschwachen Zeiten werden immer mehr Unternehmen ihre Mitarbeiter anhalten, im Home-Office zu arbeiten, um IT-Ressourcen zu sparen. Auch mit Blick auf das Umwelt-Image einer Firma wird sich dieser Trend weiter fortsetzen. Denn wer Green IT konsequent umsetzen will, muss seine Belegschaft nicht jeden Tag im Büro antreten lassen.

Die technische Seite des Fernzugriffs stellt dabei kein Hindernis dar, wie dieser Artikel unserer Schwesterpublikation computerwoche.de detailliert zeigt. VPN-Lösungen erlauben den Zugriff auf zentrale Ressourcen und Daten bei der Arbeit in Filialen oder im heimischen Büro. Dabei sind die Daten jederzeit geschützt. Für den Aufbau eines VPN-Tunnels gibt es gleich drei unterschiedliche Ansätze. Schon etwas in die Jahre gekommen ist RAS (Remote Access Services), das noch aus der Zeit der analogen Modems stammt. Aktueller sind das IP-basierte Verfahren VPN und das webbasierende SSL-VPN . Letztere Technik hat in den vergangenen Jahren der IP-Version etwas den Rank abgelaufen. Trotzdem gehört diese VPN-Technik noch nicht zum alten Eisen, und auch RAS hat seine Stärken und Einsatzgebiete. Thomas Hruby, Geschäftsführer der Sysob IT Distribution , empfiehlt, "möglichst viele Aspekte der verschiedenen Technologien und der damit verbundenen Kosten zu prüfen, denn keine der Lösungen ist besser oder schlechter als die andere".

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