Sicherheit am Hotspot
Datenklau im Biergarten
Wenn Sie mit Ihrem Notebook mobil unterwegs sind, sollten Sie alle Sicherheitseinrichtungen nutzen, die an Bord sind. Zugegeben: Sicherheit geht meist zu Lasten der Geschwindigkeit. Das sollte es Ihnen aber wert sein. Wenn Sie also Firewall und Virenscanner nicht aktiviert haben, tun Sie dies. Wenn Sie sich im Heimnetzwerk über eine Hardware-Firewall absichern, sollten Sie beim Hotspot-Betrieb auf jeden Fall eine Software-Firewall auf Ihrem Rechner installieren und vor allem aktivieren. Bei einem Firmen-Laptop können übrigens manchmal zusätzliche Sicherheitseinrichtungen nötig sein. Fragen Sie am besten den Administrator in Ihrer Firma, ob das auch bei Ihnen so ist. Denn werden etwa Firmengeheimnisse von Ihrem Rechner geklaut und Sie haben die Sicherheitsvorschriften nicht beachtet, kann Sie das den Job kosten.
Der beste Schutz vor Daten-Diebstahl ist, gar keine sensiblen Daten dabei zu haben. So sollten Sie es auch – wenn möglich – mit Firmendaten, Kreditkartennummern oder ähnlichen Daten halten. Wägen Sie immer ab, ob Sie etwa sensible Daten per E-Mail-Anhang über einen Hotspot verschicken müssen. Ziehen Sie immer das Verschicken per Kabel vor. Keinesfalls sollten Sie Ihre Bankgeschäfte über eine mobile Internet-Verbindung abwickeln.
Beim Surfen im Internet oder beim Versand von E-Mails fällt in der Regel – außer bei großen Mail-Anhängen - kein hoher Datenverkehr, auch Traffic genannt, an. Sie können Ihren Computer so konfigurieren, dass Sie den Netzwerktraffic immer im Blick haben. So werden mit Netzwerkkarten meist Überwachungsprogramme mitgeliefert. Die lassen sich dann in die Taskleiste einbauen. So haben Sie immer im Blick, wie viele Daten über die Netzwerkverbindung gesendet oder empfangen werden. Können Sie sich hohen Datenverkehr nicht erklären, ziehen Sie am besten sofort die WLAN-Karte oder schalten Sie die Antenne aus. Durch normales Beenden per Klick oder Herunterfahren des Systems wird unter Umständen die Transaktion zu Ende geführt und der Datenklau ist perfekt.
Sollen doch sensible Daten über das WLAN-Netz gesendet werden, erweist sich so genannte VPN-Software (Virtual Privat Network = virtuelles privates Netzwerk) als hilfreich. Einige Provider bieten solche Dienste zusätzlich, meist sogar kostenlos, an. Nötig ist lediglich eine Software, die auf dem Rechner installiert wird. Beim Einbuchen ins Netz wird zwischen Rechner und Hotspot ein virtueller Tunnel geschaffen. Die Software verpackt die Daten dann in kleine Pakete und schickt sie durch den Tunnel. Am anderen Ende packt das Gegenstück die Pakete wieder aus und schickt sie wie gewohnt durch das Netz.
Zum Schluss sei noch angemerkt, dass es absolute Sicherheit nicht gibt. Das gilt für Hotspots, WLAN-Verbindungen und sogar Internet per Kabel. Allerdings sollte man auch keine Paranoia entwickeln wenn es gilt, einmal eine E-Mail über einen Hotspot zu verschicken. Denn welcher Spion könnte schon Interesse an einer Essenseinladung oder ein paar Schnappschüssen der letzten Fete haben? Nicht hinter jeder Firewall wartet gleich ein Betrüger. Nur bei wirklich sensiblen Daten sollte man vorsichtig sein. (jp)

