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So schützen Sie Ihre Identität

12.06.2008 | 12:31 Uhr |

Was Sie im Internet über sich verraten, ist für jeden sichtbar. Hier finden Sie Tipps, wie Sie sich im Web richtig verhalten.

Bleiben Sie höflich
Schreiben Sie nichts im Internet, was Sie nicht auch jeder Person ins Gesicht sagen würden. Das gilt entsprechend auch für Fotos und Videos. Überlegen Sie immer, ob Sie diese Fotos und Videos auch etwa folgenden Menschen zeigen würden: Ihrem Chef oder einem anderen Vorgesetzten, dem Ehepartner, den Kindern, den Eltern, den Nachbarn. Und das nicht nur jetzt, sondern auch noch in einem Jahr oder gar in einem Jahrzehnt.

Legen Sie sich ein Pseudonym zu
Ihr Pseudonym muss nicht so originell sein wie ein Künstlername. Ein einfacher Name, der Ihnen gefällt, tut es auch. Mit dem Pseudonym können Sie sich dann in einer Community – sei es auf einer Community-Website, einem Forum oder einem Blog – genauso einen guten Namen machen wie mit Ihrem tatsächlichen. Sie können das Pseudonym gleich um ein erfundenes Geburtsdatum ergänzen. Dann haben Sie einen Benutzernamen, der wahrscheinlich speziell genug ist, um bei allen möglichen Diensten frei zu sein – etwa Markus-Mustermann-01041963. Holen Sie sich zudem noch eine passende Mailadresse. Wichtig: Achten Sie sorgfältig darauf, dass Ihr Pseudonym nicht mit Ihrem tatsächlichen Namen in Verbindung gebracht wird.

Vorsicht bei Profilen
Verraten Sie nicht mehr von sich als nötig. Oft werden Sie von einem Dienst um ein paar Infos gebeten, die Sie per Häkchen machen können – etwa wie Sie auf den Dienst aufmerksam geworden sind, welche Sportarten Sie gerne treiben und so weiter. Sobald dieses Profil von anderen gelesen werden kann, ist es ein weiterer Infobaustein in Ihrer digitalen Identität.

Schränken Sie den Zugriff ein
Wenn Sie Community-Sites nutzen, sollten Sie sich die Einstellmöglichkeiten genau ansehen. Meist lässt sich bestimmen, wer das eigene Profil ansehen darf – etwa nur eingeladene Teilnehmer, nur angemeldete Mitglieder oder auch die Suchmaschine. Oft will man für alle Mitglieder sichtbar sein, aber Google soll gefälligst draußen bleiben. Beim Business-Netzwerk Xing etwa steuern Sie die Einsehbarkeit genau; Infos über http://pcwelt.de/5ba.

Mit Google Alerts immer informiert
Tragen Sie Ihr Pseudonym bei Google Alerts ein. Dann informiert Sie Google, sobald es zu dem Namen eine neue Fundstelle gibt. Zusätzlich können Sie das auch mit Ihrem tatsächlichen Namen machen. So sehen Sie, falls jemand damit Schindluder treibt. Wenn Sie Ihren tatsächlichen Namen eingeben, haben Sie allerdings eine neue Datenspur gelegt – nämlich bei Google Alerts.

Schutz vor Verleumdung
Gegen falsche Informationen über Sie wehren Sie sich mit einem besonderen Trick: Veröffentlichen Sie möglichst viel im Web! Und zwar je nach Ihrer persönlichen Strategie unter Ihrem tatsächlichen Namen oder unter Ihrem Pseudonym. Der Gedanke dahinter: Gibt es zu Ihrem Namen keine oder kaum Treffer bei Google, dann genügt eine einzige falsche Information über Sie im Internet - und Google wird diese Lüge ganz oben anzeigen. Haben Sie aber bereits viele gute Treffer zu Ihrem Namen, kann Ihnen kein anderer so leicht etwas anhängen.

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