Für viele Anwendungen spielt die Geschwindigkeit eine wichtige Rolle. Die Hersteller von WLAN- und Bluetooth- Hardware machen diesbezüglich oft viel Tamtam, wenn sie ohne Hemmungen die theoretisch möglichen Datendurchsatzraten anpreisen: 11 MBit/s bei Wireless LAN nach dem derzeit vorherrschenden Funkstandard 802.11b und 1 MBit/s bei Bluetooth in der derzeitigen Version 1.1. Beim Highspeed-WLAN 802.11a sollen es gar 54 MBit/s sein.
Doch zwischen der auf nahezu jeder Produktverpackung vollmundig beworbenen Maximalgeschwindigkeit und dem tatsächlich nutzbaren Datendurchsatz liegen oft Welten. Vorneweg: Mehr als 6 MBit/s Nutzungsdaten sind bei einem 11-MBit-WLAN aufgrund des so genannten Protokoll-Overheads, also der für die Kommunikation erforderlichen und mit übertragenen Netzwerk-Verwaltungsdaten, ohnehin nicht drin.
Bei den im Rahmen dieses Beitrags durchgeführten Messreihen haben wir einerseits WLAN-Hardware unterschiedlicher Hersteller miteinander kombiniert und andererseits WLAN-Geräte eines Herstellers untereinander Daten austauschen lassen. Insgesamt erbrachten unsere Testmessungen recht ernüchternde Ergebnisse. So lag der in der Praxis erzielbare Datendurchsatz bei guter Funkverbindung und eingeschalteter WEP-Verschlüsselung je nach verwendeter Hardware-Kombination nur bei knapp 3,8 bis 4 MBit/s.
Ohne WEP-Verschlüsselung gingen die Daten deutlich schneller über den Äther. Wir raten jedoch im Hinblick auf die dadurch entstehenden Sicherheitsrisiken davon ab, in einem Wireless LAN Datenpakete ohne Online-Verschlüsselung zu übermitteln. Im Übrigen gab es, abhängig von der Position unseres Notebooks, starke Geschwindigkeitsschwankungen.
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