Den gemeinsamen Zugriff auf Dokumente und Drucker macht Vista durch ein generalüberholtes Freigabesystem zunächst sehr gewöhnungsbedürftig.
17. Computer-Namen schaffen Übersicht
Schon allein die nun funktionsfähige Verbindung zwischen den LAN-PCs und dem Router ermöglicht viele Funktionen. So können mehrere Nutzer gleichzeitig im Web surfen, E-mailen oder gemeinsam spielen. Andere praktische Funktionen wie der gemeinsame Zugriff auf Daten und Drucker erfordern zusätzlichen Einrichtungsaufwand.
Damit Sie bei Ihrer Arbeit im Netzwerk nicht immer wieder mit schwer zu merkenden und umständlich zu tippenden IP-Adressen arbeiten müssen, vergeben Sie als nächstes einen eindeutigen NetBIOS-Namen (Network Basic Input Output System) für jeden PC. Diesen leitet Vista wie seine Vorgänger aus dem Computer-Namen ab, den Sie über eine gut versteckte Option ändern können. Klicken Sie auf den Start-Knopf, dann mit der rechten Maustaste auf „Computer“, und wählen Sie im Kontextmenü den Eintrag „Eigenschaften“ aus. Im Abschnitt „Einstellungen für Computernamen, Domäne und Arbeitsgruppen“ gehen Sie dann auf „Einstellungen ändern“ und im folgenden Fenster auf „Ändern“.
18. Regeln für Computer-Namen
Unter „Computername“ finden Sie den Computer-Namen des Rechners, unter „Weitere“ zeigt Vista den daraus abgeleiteten NetBIOS-Namen. Auch wenn das Eingabefeld für den Computer-Namen Ihnen völlige Freiheit bei der Bezeichnung lässt, sollten Sie sich bei der Vergabe an die Regeln für NetBIOS-Namen halten. Das bedeutet, dass Sie weder Leer- noch Sonderzeichen oder Umlaute verwenden und den Namen auf eine Länge von maximal 15 Zeichen beschränken. So stellen Sie sicher, dass Computer- und NetBIOS-Name einander entsprechen, und beseitigen das Risiko einer Verwechslung.
Die NetBIOS-Namensregeln gelten übrigens auch für die Bezeichnung der Arbeitsgruppe, die Sie im selben Fenster ändern. Unter Windows fasst man die Rechner eines kleinen LANs traditionell in Arbeitsgruppen zusammen, in dem man ihnen denselben Arbeitsgruppennamen zuordnet. Wenn Sie sich für einen Computer- und Arbeitsgruppennamen entschieden haben, schließen Sie die Änderung mit einem PC-Neustart ab.
19. Kurz vorgestellt: Die Optionen des NCF
Vistas NCF führt im Abschnitt „Freigabe und Erkennung“ sechs verschiedene Einstellungen auf, die darüber entscheiden, ob und in welcher Form Ihr Rechner auf Daten und Drucker im LAN zugreifen oder ob er selbst Freigaben anbieten kann. Etwa findet der Vista-PC andere PCs und gibt sich selbst nur dann zu erkennen, wenn „Netzwerkerkennung“ eingeschaltet ist. Aktivieren Sie „Freigabe von Dateien“, können andere Nutzer auf Daten auf Ihrem PC zugreifen. Solange die Option „Kennwortgeschütztes Freigeben“ aktiv ist, gestattet Vista den Zugriff aber nur solchen Nutzern, die über ein Benutzerkonto auf dem Vista-PC verfügen. „Freigabe des öffentlichen Ordners“ gibt den Inhalt des besagten Ordners, der unter Windows XP noch „Gemeinsame Dokumente“ hieß, für den Zugriff via LAN frei. „Freigabe von Druckern“ schafft die Voraussetzung für den zentralen Drucker-Zugang. „Freigabe von Mediendateien“ aktiviert den in einigen Vista-Versionen enthaltenen UPnP-Server (Universal Plug and Play), der Musik, Bilder und Videos für Streaming Clients wie die Pinnacle Soundbridge bereitstellt.
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