Wenn Windows streikt, sind die Daten auf der Festplatte zwar erst mal unzugänglich, aber noch lange nicht verloren. Wenn kein Hardware-Defekt vorliegt, gelingt es fast immer, den Platteninhalt mit einem Notfallsystem wie Bart PE zu kopieren. Wenn Sie vorgesorgt haben, bringen Sie mit wenigen Handgriffen eine Windows-Kopie zum Laufen.
5. Backup: Windows-Kopie für Notfälle
Manchmal geht’s auch ohne Bart PE – dann nämlich, wenn Sie das System vor nicht allzu langer Zeit vollständig kopiert haben. Was unter Windows 9x kein Problem darstellt, ist unter Windows 2000/XP dadurch erschwert, dass die Registry-Dateien im Normalbetrieb gesperrt sind. Mit Hilfe unserer pcwWinback.BAT erhalten Sie trotzdem eine vollständige Kopie der Registry.
Die Batchdatei kopiert unter laufendem Windows alle nicht gesperrten Dateien nach \Winback und \Userback auf die Systempartition. In einem weiteren Schritt legt sie die Hilfs-Batches #1.BAT und #Notfall.BAT an. Gehen Sie dann in die Wiederherstellungskonsole. Mit
batch \#1.BAT
sichern Sie nun die gesperrten Registry-Dateien. Die Batchdatei #Notfall.BAT rufen Sie ebenfalls in der Windows-Wiederherstellungskonsole auf. Sie ersetzt ein kaputtes Windows wieder durch das vorher angelegte Backup:
batch \#notfall.bat
Die Wiederherstellungskonsole können Sie in jedem Fall über die Windows-Setup-CD starten. Alternativ und bei häufigerem Einsatz praktischer ist es, die Wiederherstellungskonsole als Bootoption auf der Festplatte einzurichten.
6. Daten kopieren unter Bart PE
Bart PE kann auf alle FAT(32)- und NTFS-Partitionen zugreifen. Das geeignete Tool ist der Dateimanager Total Commander, den Sie unter „Go, Programme“ aufrufen. Hier kopieren Sie ausgewählte Dateien mit <F5> bequem in einer Zwei-Fenster-Darstellung. Natürlich steht auch Xcopy in der Kommandozeile zur Verfügung.
Als Zielordner eignet sich auf einem PC ohne Netz ein USB-Massenspeicher, den Bart PE automatisch erkennt, wenn das Medium beziehungsweise Gerät beim Start des Systems bereits eingesteckt ist. Zum Austausch von USB-Datenträgern booten Sie also gegebenenfalls neu. Noch deutlich einfacher arbeiten Sie in einem Netz, indem Sie alle Festplatten des PCs freigeben, den Sie mit Bart PE gestartet haben, oder eine Remote-Verbindung aufbauen (siehe Punkt „Vernetzen“).
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