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Dateizuordnungen: So behalten Sie die Kontrolle

Text-Editoren, Bildbetrachter oder Player verändern bei der Installation meist mehrere Dateizuordnungen. Bestimmte Dateitypen möchte die Software stets selbst öffnen. Sie möchten aber die Dateien mit den bisherigen Anwendungen starten und sich gegen diese Änderungen absichern. PC-WELT zeigt Ihnen, wie es funktioniert.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Text-Editoren, Bildbetrachter oder Player verändern bei der Installation meist mehrere Dateizuordnungen. Bestimmte Dateitypen möchte die Software stets selbst öffnen. Sie möchten aber die Dateien mit den bisherigen Anwendungen starten und sich gegen diese Änderungen absichern.

Lösung:

Alle Dateizuordnungen eines Windows-Systems sind in der Registry festgelegt - in der Schlüsselstruktur unter "Hkey_Classes_Root". Sie können Neuzuordnungen verhindern, indem Sie diesen Zweig in eine REG-Datei exportieren, bevor Sie ein Programm installieren.

Stellen Sie nach einer Software-Installation fest, dass sich Dateizuordnungen ohne Rückfrage geändert haben, müssen Sie die Registry-Datei lediglich wieder per Doppelklick in die Registry von Windows importieren.

Der Clou an dieser manuellen Methode: Der Re-Import der REG-Datei wirkt sich immer additiv aus - eventuell geänderte Schlüssel werden zwar überschrieben, die neu hinzugefügten aber nicht gelöscht. Wenn eine Anwendung also eigene, neue Dateitypen anlegt, bleiben diese in jedem Fall erhalten.

So gehen Sie vor: Bevor Sie die gewünschte Software installieren, öffnen Sie eine Eingabeaufforderung und exportieren pauschal alle Dateizuordnungen mit dem Befehl

regedit /e classes.reg hkey_classes_root

in die Datei CLASSES.REG. Haben Sie dabei Geduld, je nach Registry-Größe und Rechnerleistung kann das Ausführen des Befehls ein bis zwei Minuten dauern. Regedit exportiert die Datei im Hintergrund, Sie bekommen also kein Dialogfenster präsentiert, wenn Regedit fertig ist. So sehen Sie trotzdem, wann der Export abgeschlossen ist: Geben Sie in der Eingabeaufforderung zur Kontrolle mehrmals den Befehl "dir" ein. Wenn sich zwischenzeitlich die Dateigröße der CLASSES.REG nicht mehr verändert hat, ist Regedit mit dem Export fertig.

Stellen Sie nach einer Installation fest, dass Dateizuordnungen nicht mehr so funktionieren, wie Sie es wünschen, können Sie den alten Zustand mit einem Doppelklick auf die Datei CLASSES.REG wiederherstellen. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Software endgültig de-installieren. Um keine Karteileichen in den Dateizuordnungen zu sammeln, sollten Sie auch nach jeder De-Installation eine neue CLASSES.REG exportieren.

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