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Dateiverwaltung: So bekommen Sie mehr in den Info-Text

Problem: Wenn Sie im Windows-Explorer oder auf dem Desktop den Mauszeiger auf eine Datei ziehen, öffnet sich kurz darauf ein Fenster mit einem Info-Text. Es zeigt weitere Informationen zum gewählten Objekt an. Diese Infos sind Ihnen zu wenig, aber die ausführliche Detailansicht des Explorers möchten Sie nicht verwenden. PC-WELT hilft Ihnen weiter.

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Fortgeschrittener

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Gering, Mittel

Problem: Wenn Sie im Windows-Explorer oder auf dem Desktop den Mauszeiger auf eine Datei ziehen, öffnet sich kurz darauf ein Fenster mit einem Info-Text. Es zeigt weitere Informationen zum gewählten Objekt an. Diese Infos sind Ihnen zu wenig, aber die ausführliche Detailansicht des Explorers möchten Sie nicht verwenden.

Lösung: Die Informationen, die der Explorer anzeigt, wenn Sie "Ansicht, Details" wählen, können Sie auch in den Info-Text aufnehmen. Dazu müssen Sie mit REGEDIT.EXE einen Registry-Eintrag anpassen. In der Windows-Registry befinden sich sämtliche Informationen zu verzeichneten Dateitypen und -klassen in der Struktur des Schlüssels "Hkey_Classes_Root". Es ist aber nicht nötig, hier alle gewünschten Dateien ausfindig zu machen und einzeln anzupassen. Gehen Sie zum Schlüssel "Hkey_Classes_Root\*". "*" ist ein Pseudo-Objekt - darin sind alle registrierten und nicht registrierten Dateitypen zusammengefasst. Hier befindet sich im Eintrag "InfoTip" auch der Standard-Info-Text.

Nach einem Doppelklick auf "InfoTip" können Sie hinter "prop:" weitere, jeweils durch ein Semikolon getrennte Einträge einfügen. Voreingestellt sind die Werte Type, Author, Title, Comment, Size, die in dieser Reihenfolge (Dateityp, Autor, Titel, Kommentar und Größe) im Info-Text angezeigt werden. Die Anzeige lässt sich aber erheblich erweitern, wenn Sie den Registry-Eintrag mit diesen undokumentierten Werten ergänzen - die Reihenfolge ist beliebig:

prop:Name;Created;Accessed; Modified;Type;Attributes; Size;Author;Title;Subject; Comment

Die Änderungen treten ohne Neustart in Kraft - ein Druck auf <F5> genügt, um den Windows-Explorer auf den neuesten Stand zu bringen.

"Name" bewirkt, dass der Dateiname im Info-Text steht, "Created" zeigt, wann die Datei erstellt wurde. "Accessed" macht das Datum des letzten Zugriffs sichtbar, "Modified" den Zeitpunkt der letzten Änderung. "Type" gibt über den Dateityp Aufschluss, "Size" schließlich über die Größe. Mit "Attributes" sehen Sie die Datei-Attribute: versteckt (H), schreibgeschützt (R), System (S) oder Archiv (A).

Die Einträge für Autor, Titel, Thema und Kommentar bekommen Sie unter Windows ME nur bei einigen Dateitypen, die mit Microsoft Office erstellt wurden. Bei anderen Dateien zeigt der Explorer von ME diese Infos nicht an.

Unter Windows 2000 und XP unterstützt das Dateisystem NTFS diese Angaben bei allen Dateien, die Informationen stehen hier nicht in der Datei selbst, sondern sind im Dateisystem gespeichert. Sie bearbeiten die Informationen von Dateien auf einer NTFS-Partition, indem Sie eine Datei mit der rechten Maustaste anklicken, "Eigenschaften" wählen und dann den Punkt "Dateiinfo" aufrufen. Sonst lassen sich die Infos nur in der jeweiligen Anwendung ändern.

Übrigens: Sollten Sie überhaupt keine Info-Texte sehen, dann überprüfen Sie die Einstellungen des Windows-Explorers. Gehen Sie auf "Ansicht, Ordneroptionen, Ansicht", und aktivieren Sie dort den Eintrag "Popup-Informationen für Objekte in Ordnern und auf dem Desktop anzeigen".

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