Problem: Sie möchten im Midnight Commander auf einen entfernten Linux-Rechner zugreifen, um Dateien zu übertragen. Dort läuft aber kein FTP-Server.
Lösung: Auf die meisten Linux-Rechner können Sie per SSH (Secure Shell) zugreifen, vorausgesetzt natürlich, Sie kennen dort entweder das root- oder ein Benutzerpasswort. Im Midnight Commander lässt sich die Verzeichnisstruktur eines entfernten Rechners mit SSH direkt in einer grafischen Oberfläche öffnen. Dann können Sie bequem Dateien per F5-Taste kopieren oder per F6 verschieben.
Starten Sie die zweigeteilte Midnight-Commander-Oberfläche in einem Terminal-Fenster mit dem Befehl „mc“. Wechseln Sie zunächst mit der F9-Taste in das Menü, und wählen Sie die Seite des Fensters aus („Links“ oder „Rechts“), mit der Sie auf den entfernten Rechner zugreifen möchten. Mit Return klappen Sie das Menü aus, wählen dort den Eintrag „Shell-Verbindung“ und öffnen wieder mit Return eine Eingabemaske. Dort geben Sie folgende Zeile ein:
Benutzername@IP-Adresse
Nach erfolgreicher Verbindung verlangt Midnight Commander unten noch nach dem Passwort, das Sie einfach eingeben und mit Return quittieren. Sie kappen die Verbindung, indem Sie oben den Eintrag mit den beiden Punkten markieren und per Return-Taste in die Ordnerstruktur Ihres lokalen Rechners wechseln.
RPM-Pakete
Abhängigkeiten ermitteln
Problem: Sie möchten erfahren, welche weiteren Pakete eine RPM-Datei benötigt, ohne sie zu installieren. Außerdem wollen Sie die Liste in einer Textdatei festhalten.
Lösung: Der Query-Parameter „-q“ liefert Ihnen normalerweise Infos aus der RPM-Datenbank, beschränkt sich also auf installierte RPM-Pakete. Zusammen mit dem Parameter „-p“ (Package) fragen Sie stattdessen Infos ab, die in einem noch nicht installierten RPM-Paket festgehalten sind. Wenn Sie den Parameter „--requires“ anfügen, erhalten Sie eine Liste aller Abhängigkeiten:
rpm -qp --requires Paketname
Die Ausgabe listet die von der abgefragten RPM-Datei benötigten Pakete alphabetisch auf. Benötigt das Paket ganz spezielle Versionen, werden die Paketnamen um Versionsnummern und Größer- sowie Kleiner-Zeichen ergänzt.
Ein Beispiel: Benötigt ein Programm die Python-Version 2.5, kommt aber mit Python 2.6 nicht klar, würden Sie Folgendes in der Ausgabe finden:
python = 2.5python 2.6
Ab der Zeile mit der Zeichenkette „rpmlib“ werden die Bibliotheksdateien aufgelistet, die im Basissystem erwartet werden. Mit
rpm -qp -- requires PaketnameDateiname.txt
halten Sie die Ausgabe schließlich in einer Textdatei fest.
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