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Das kommt 2014 bei Tablets und Notebooks

23.12.2013 | 11:41 Uhr |

2014 steht bei Tablets und Notebooks unter dem Olympia-Motto: Größer, höher, schneller. Größere Tablets, höher aufgelöste Displays und schnellere Prozessoren. Alles, was Sie 2014 wissen müssen, im Überblick.

4K ist der neue Trend 2014. Jetzt stutzen Sie und überlegen: 4K war doch eigentlich ein Trend für 2013, oder? Richtig, denn wir reden ja auch über 4K auf dem Tablet. Die hohen Auflösungen brauchen große Bilddiagonalen – und damit soll sich die gewachsene Tablet-Generation 2014 als mobiles Arbeitsgerät etablieren und den Notebooks endgültig den Garaus machen.

Tablets

Full-HD war gestern: 2014 werden viele Tablets und Notebooks eine höhere Auflösung haben. Der Trend zu mehr Pixeln auf dem Bildschirm kommt nicht nur durch 4K. Eine höhere Auflösung bedeutet auch mehr Bildinhalt auf dem Display – Sie können so bequem mehrere Apps nebeneinander platzieren oder mit Programmen arbeiten, die viel Bildschirmfläche benötigen wie Excel oder Photoshop. Damit werden Tablets endlich zur echten Notebook-Alternative – nicht nur für Spaßanwendungen sondern auch für die Arbeit.

4K im Tablet

Ultra-HD-Tablets werden ein bestimmender Trend für 2014. Besonders die Hersteller von teuren Premium-Tablets wie etwa Samsung hoffen, dadurch die Preise hochhalten zu können. Denn sie kämpfen mit einem anderen Trend, der sich schon 2013 deutlich bemerkbar machte: Tablets werden immer günstiger. Vor allem 7-Zoll-Tablets drücken den Einstiegspreis nach unten, sodass auch Geräte mit größerem Display sich verbilligen mussten, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Ultra-HD auf dem Tablet: Das 20-Zoll-Tablet von Panasonic zeigt 3840 x 2560 Bildpunkte
Vergrößern Ultra-HD auf dem Tablet: Das 20-Zoll-Tablet von Panasonic zeigt 3840 x 2560 Bildpunkte
© Panasonic

Japan Display, ein Gemeinschaftsunternehmen von Hitachi, Sony und Toshiba, stellte bereits ein 12,1-Zoll-Panel mit der Ultra-HD-Auflösung 3840 x 2160 Bildpunkten vor: Es soll besonders sparsam und flach sein – ideal für Tablets. Bisher waren 4K-Displays nur in größeren Tablets zu sehen – wenn Sie ein 20-Zoll-Gerät wie das Panasonic Toughpad UT-MB5 noch Tablet nennen wollen: Es richtet sich daher auch nicht an mobile Anwendern, sondern soll Fotografen, Designern und Architekten die Arbeit erleichtern.

Kommt ein iPad Maxi?

Der Trend zu höheren Auflösungen bringt auch größere Bilddiagonalen mit sich: Denn bereits auf den Retina-Displays der aktuellen iPads oder den 2560 x 1600 Bildpunkten des Samsung Galaxy Note 10.1 lassen sich einzelne Pixel nicht mehr voneinander unterscheiden – mehr Bildpunkte würden den Bildeindruck auf einem 10-Zoll-Tablet nicht mehr verbessern. Daher munkeln Experten, dass Samsung eventuell zum Mobile World Congress im Februar ein Tablet mit 12,2-Zoll-Bildschirm vorstellen wird. Auch ein 13,3-Zoll-Tablet sei geplant. Natürlich dürfen da auch Gerüchte um Apple nicht fehlen: Ein iPad Maxi mit 11,4- oder 12,9-Zoll-Bildschirm soll angeblich schon im März erscheinen.

Das neue Apple-Tablet setzt nicht nur beim Gewicht Maßstäbe. Es ist auch das erste mit einer 64-Bit-CPU
Vergrößern Das neue Apple-Tablet setzt nicht nur beim Gewicht Maßstäbe. Es ist auch das erste mit einer 64-Bit-CPU

64 Bit in Tablets

Tablets machen mit höherer Auflösung und großen Diagonalen den Notebooks immer stärkere Konkurrenz: Dazu passt der Trend zu 64-Bit-Anwendungen, den Apple mit dem iPad Air und dem iPad Mini Retina und deren 64-Bit-CPU A7 angestoßen hat: Besonders Multimedia-Anwendungen und Spiele profitieren vom Schritt auf 64 Bit – und gerade diese Apps machen auf größeren Displays am meisten Sinn. Der größte Vorteil von 64 Bit ist aber, dass Prozessor und Betriebssystem damit mehr als 4 GB Arbeitsspeicher nutzen können. Erst dann sind effektives Multi-Tasking und funktionsstarke Anwendungen wie auf einem Notebook auch auf dem Tablet möglich.

Viel RAM an Bord: Das Galaxy Note 10.1 hat als erstes Tablet 3 GB Arbeitsspeicher – das wird 2014 nicht die Grenze für die RAM-Ausstattung bleiben
Vergrößern Viel RAM an Bord: Das Galaxy Note 10.1 hat als erstes Tablet 3 GB Arbeitsspeicher – das wird 2014 nicht die Grenze für die RAM-Ausstattung bleiben
© Samsung

Für Windows-Tablets mit einem Core-Prozessor wie dem Microsoft Surface Pro 2 sind 4 GB oder mehr RAM keine Seltenheit, denn sie sind ja nichts anderes als Ultrabooks mit einem Touchscreen und ohne (feste) Tastatur. Günstige Windows-Tablets mit 64-Bit-Windows und dem passenden Atom-Prozessor Baytrail werden ab Frühjahr 2014 auf den Markt kommen. Bei iOS und Andoid könnten Geräte mit mehr Arbeitsspeicher Ende 2014 in Sichtweite kommen -  das Samsung Galaxy Note 10.1 (2014) hat immerhin schon 3 GB RAM. Samsung fertigt 3GB-Speicher für Tablets und Smartphones seit Mitte 2013 – diese Speichergröße wird daher in 2014 bei High-End-Tablets und Smartphones Standard werden.

Passende Prozessoren sind ebenfalls auf dem Weg: Nvidia plant den Nachfolger des diesjährigen Tegra 5 mit dem Codenamen „Parker“ auf 64-Bit-Basis. Auch AMD arbeitet angeblich an 64-Bit-Chips für Android-Geräte. Mit der CPU „Hierofalcon“, der bis zu 8 64-Bit-Kerne besitzt, gibt es auf jeden Fall schon bestätigte Pläne für Server-CPUs auf ARM-Basis. Die Version 8 der ARM-Architektur mit den CPU-Kernen Cortex A57 und Cortex A53 setzt ebenfalls auf 64 Bit.

Neue Notebook-Prozessoren

2014 werden sich Notebooks und Tablets immer weiter annähern – was Sie nicht nur an der zunehmenden Zahl von Hybrid- oder 2-in-1-Geräten sehen werden, die sich durch die unterschiedlichsten Falt-, Klapp- oder Schiebemechanismen von einem Tablet zu einem Laptop oder umgekehrt verwandeln. Auch Techniken wie Microsoft Instant Go sollen dafür sorgen, dass sich ein Notebook immer mehr wie ein Tablet verhält. Mit Instant Go sollen sich angepasste Metro-Apps in regelmäßigen Abständen aktualisieren, obwohl sich das Notebook im Schlafmodus befindet. Wenn Sie sich an den Laptop setzen sind also Mails, Facebook-Updates oder Twitter-Feeds auf dem aktuellen Stand. Das soll so sparsam geschehen, dass sich die Akkulaudung nur minimal reduziert, sodass Sie das Notebook tagelang im Standby-Modus belassen können.

Intels neue Generation von Notebook-Prozessoren mit dem Codenamen „Broadwell“ wird es für Notebook-Hersteller erleichtern Instant Go anzubieten. Bisher mussten dafür UEFI-Bios, Treiber und Betriebssystem aufwändig abgestimmt werden. Laptops, die mit den Mobil-CPUs in 14-Nanometer-Architektur bestückt sind, werden wohl ab Mitte des Jahres verfügbar sein. Auch Konkurrent AMD bringt 2014 Nachfolger für seine aktuellen Mobil-CPUs auf den Markt: Mullins wird dann Temash als Prozessor für Tablets und sehr günstige Notebooks ersetzen, mit Beema will AMD Einzug in Ultraboos halten und der 28-Nanometer-Prozessor Kaveri wird den Notebook-Prozessor Richland ablösen.

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