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Das beste PC-Upgrade

03.07.2013 | 10:36 Uhr |

Wie viel RAM ist genug? Sollten Sie beim PC-Upgrade einen schnelleren Prozessor oder besser eine leistungsfähige Grafikkarte kaufen? Die PC-Technik ändert sich, aber es gibt Fragen, die bleiben immer aktuell. Wir geben die Antworten.

Es gibt Fragen, die tauchen unweigerlich auf, wenn man sich über PC-Themen unterhält. Besonders häufig stellen sie sich dann, wenn Sie planen, Ihren PC mit neuen Komponenten zu aktualisieren: Prozessor, GrafikkarteArbeitsspeicher, Festplatte - wie viel, von wem, wie teuer? Wir geben die Antworten. 

Der beste Prozessor: AMD oder Intel?  

Die Frage

Ein neuer Prozessor muss her. Es soll schnell genug für Multimedia-Aufgaben sein, die Grafiklogik für PC-Spiele gleich mitbringen und mit rund 100 Euro auch nicht übermäßig viel kosten. Welcher Prozessorhersteller erfüllt am besten diese Vorgaben, AMD oder Intel? Wer hat den besten Prozessor für den Multimedia-Einsatz? Und welche Modelle sind konkret empfehlenswert?

Die A-Serie von AMD bietet bei den Prozessoren mit bereits eingebauter Grafiklogik bis 100 Euro die beste kombinierte Rechen- und Spieleleistung.
Vergrößern Die A-Serie von AMD bietet bei den Prozessoren mit bereits eingebauter Grafiklogik bis 100 Euro die beste kombinierte Rechen- und Spieleleistung.
© AMD

Die Antwort

Wenn Sie hauptsächlich Spiele mit durchschnittlicher Leistungsanforderung wie Simulationen und Grafik-Adventures spielen, ist für Sie ein Modell aus den AMD-Baureihen Richland und Trinity die beste Wahl. Insbesondere die A-Serie bietet eine gut ausbalancierte CPU- und Grafikleistung. Der Radeon-Grafikkern decodiert zudem HD-Videos aller bekannten Formate und Codecs und beschleunigt die Bild- und Videobearbeitung. Zudem bieten die Prozessoren mit Straßenpreisen zwischen 125 (A10) und 40 (A4) Euro ein gutes bis sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Spielen Sie hingegen regelmäßig Hardware-hungrige Titel wie den 3D-Shooter Battlefield 3, empfehlen wir Ihnen eine Kombination aus taktstarker Intel-CPU und dezidierter Grafikkarte. Als Faustregel sollten Sie für die Grafikkarte mindestens doppelt so viel ausgeben wie für den Prozessor.

Liegt Ihnen vor allem ein niedriger Stromverbrauch am Herzen, sollten Sie sich für einen Intel-Prozessor der aktuellen Generation Haswell mit integrierter Intel HD Graphics entscheiden. Im unteren Preissegment kommt hier eigentlich nur der Intel Core i5-4430 sowie dessen sparsame S-Varinate in Frage - allerdings kostet das Modell bereits 160 Euro. Die Haswell-Prozessoren verbrauchen im Vergleich zur AMD-Konkurrenz bei gleicher Rechenleistung bis zu 30 Prozent weniger Strom.

So machen Sie es richtig

Eine neue CPU verlangt in der Regel auch eine neue Hauptplatine. Packen Sie die Gelegenheit bei Schopf, und suchen Sie sich gleich ein Modell mit vielen flexiblen und modernen Schnittstellen aus. Das muss nicht teuer sein. Gut ausgestatte FM2-Motherboards bekommen Sie bereits ab 60 Euro.

Ohne den Arbeitsspeicher läuft nichts im PC. Aber wie viel Kapazität brauchen Sie wirklich?
Vergrößern Ohne den Arbeitsspeicher läuft nichts im PC. Aber wie viel Kapazität brauchen Sie wirklich?

Wie viel Arbeitsspeicher ist genug?

Die Frage

Je mehr Arbeitsspeicher, desto besser? Bei der Konfiguration eines neuen PCs kommen Sie nicht drum herum, die Kapazität Ihres RAMs auszuwählen. Denn mit Ihrem Computer möchten Sie nicht nur im Internet surfen, sondern sich dabei auch von Ihren Lieblings-Songs berieseln lassen und gleichzeitig auch noch ein Video für unterwegs in ein mobiles Format umwandeln. Ab und zu ein Spielchen soll auch noch möglich sein. Ach ja, und die Fotos aus dem letzten Urlaub möchten Sie auch noch mit speziellen Filtern und Effekten aufpeppen. Wie viel RAM braucht’s dafür: 4 oder 8 GB?

Die Antwort

Aktuell reichen zwar 4 GB aus, um alle Anwendungen und Spiele zu bewältigen, doch mit der doppelten Kapazität sind Sie definitiv besser beraten! Dadurch sind Sie nicht nur für die Zukunft gerüstet, sondern können parallel mehrere Anwendungen ausführen, ohne Geschwindigkeitseinbußen befürchten zu müssen. Auch speicherintensive Spiele wie Minecraft profitieren von der größeren Speichermenge. Fordernde Tools wie zum Beispiel aus dem CAD-Bereich oder Videobearbeitungstools belegen ebenfalls ordentlich Speicher. Besonders teuer kommt Sie die Investition auch nicht, Arbeitsspeicher ist über die Jahre hinweg konstant im Preis gesunken: Ein 8 GB Memory-Kit bekommen Sie derzeit für rund 40 Euro.

So machen Sie es richtig

Achten Sie auf die Kompatibilität Ihrer Hauptplatine  und des RAM-Moduls, DDR3-Speicher sollte dabei die erste Wahl sein. Grundsätzlich sollten es mehrere Riegel sein, um eine höhere Datentransferrate nutzen zu können. Intel-CPUs unterstützen bereits den Quad-Channel-Modus, also das parallel Ansteuern von vier Speicherriegeln, Prozessoren von AMD beherrschen aktuell nur Dual-Channel. Weiterer wichtiger Aspekt ist der Speichertakt: Je höher er ist, desto flotter fließen die Daten. Auch hier müssen Sie zunächst prüfen, welche Taktraten Ihre Hauptplatine überhaupt unterstützt.
 


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