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Das beste Mobilgerät zum Spielen und Lesen

05.07.2013 | 12:09 Uhr |

Drei Experten - drei Meinungen? Nicht bei uns: Wir geben Ihnen eindeutige Antworten auf alle wichtigen Fragen zu aktuellen Notebooks, Tablets und Smartphones.

Notebook: Onboard-Grafik oder Grafikkarte?
 
Die Frage

Sie suchen ein sparsames und günstiges Standard-Notebook mit 15-Zoll-Bildschirm, einen Allrounder, der für alle Anwendungen taugt – auch für gelegentliche Spiele. Sollten Sie zu einem Laptop mit integrierter Prozessorgrafik greifen oder zu einem Notebook mit Grafikkarte?


Die Antwort

Mit einer Grafikkarte statt der integrierten Grafik gewinnen Sie mehr Spieleleistung als Sie Akkulaufzeit verlieren. Deshalb sollten Sie in diesem Fall zu einem Notebook mit extra Grafikkarte greifen. Nur wenn Sie überhaupt keine Spiele spielen oder geringes Gewicht und lange Akkulaufzeit für Sie am allerwichtigsten sind, sollten Sie die Entscheidung zugunsten der integrierten Grafik fallen. Selbst Einsteiger-Grafikchips wie die Geforce 710M oder GT 620M sind teilweise doppelt so schnell wie die integrierte Intel-Grafik HD Graphics 4000 der dritten Core-Generation. Ältere Spiele wie Fary Cry 2 lassen sich dann schon bei einer Auflösung von 1366 x 768 in höchster Detailstufe spielen, während die integrierte Grafik – wenn überhaupt – gerade mal mit minimalen Details flüssige Bildraten schafft. Mit aktuellen Mittelklasse-Grafikchips wie der GT 640M können Sie sogar Grafikkracher wie Battlefield 3 in Angriff nehmen.

Zwar herrscht trotz Techniken wie Nvidias Optimus, die die 3D-Karte nur dann einsetzen, wenn ihre Leistung gebraucht wird, kein Gleichstand beim Stromverbrauch. Standard-Notebooks mit Grafikkarte verbrauchen auch im spielefreien Akkubetrieb rund zwei Watt mehr als Notebooks mit integrierter Grafik und rund vier bis fünf Watt mehr als sparsame Ultrabooks – das bedeutet bei gleicher Akkukapazität rund drei Stunden weniger Laufzeit. Das liegt aber nicht nur an der Grafikkarte – damit ausgestattete Notebooks haben meist auch einen weniger sparsamen Prozessor, mehr RAM und eine  Festplatte statt einer SSD. Standard-Notebooks ohne spieletaugliche Grafikkarte sind zwar rund 100 Euro günstiger: Allerdings handelt es sich meist um Billig-Angebote für rund 400 Euro, denen es auch an alltagstauglicher CPU-Rechenleistung und Ausstattung fehlt. Aktuelle Windows-8-Notebooks mit Grafikkarte starten bei rund 500 Euro.

Mit dem Tool GPU-Z behalten Sie Temperatur und Taktrate einer Notebook-Grafikkarte im Auge
Vergrößern Mit dem Tool GPU-Z behalten Sie Temperatur und Taktrate einer Notebook-Grafikkarte im Auge

So machen Sie es richtig

Die 3D-Leistung einer Notebook-Grafikkarte hängt unter anderem vom verbauten Speicher ab – und alle Infos zu Größe, Typ und Bandbreite liefert das kostenlose Tool GPU-Z . Außerdem interessant: Das Programm zeigt auch Taktrate und Temperatur des Grafikchips an. So können Sie beispielsweise analysieren, ob ein lauter Lüfter oder ein aufgeheiztes Notebook-Gehäuse auf den heißlaufenden Grafikchip zurückzuführen ist oder eine andere Ursache hat.
 
 
Digitale Bücher: Mini-Tablet oder E-Book-Reader?
 
Die Frage

Sie lesen gerne, viel und oft – vor allem Bücher. Um die Inhalte auch jederzeit dabei zu haben, überlegen Sie sich, ob Sie sich ein Mini-Tablet wie beispielsweise das Acer Iconia B1 oder einen E-Book-Reader wie den Amazon Kindle Paperwhite zulegen sollen.

Das beste Gerät für E-Books: Ein E-Ink-Reader mit Hintergrundbeleuchtung wie der Kindle Paperwhite
Vergrößern Das beste Gerät für E-Books: Ein E-Ink-Reader mit Hintergrundbeleuchtung wie der Kindle Paperwhite
© Amazon

Die Antwort

Das eindeutig beste Gerät für digitale Bücher ist ein E-Book-Reader. Auf ihm ist das mobile Bücherlesen deutlich angenehmer als auf einem Tablet: Aktuelle Reader arbeiten mit der E-Ink-Technologie. Sie besitzt anders als die LCD-Bildschirme von Tablets keine aktive Beleuchtung, Strom benötigt sie nur für das Umblättern. Daher hält ein Reader mit einer Akkuladung mehrere Wochen durch. Das Lesen auf dem Reader schont außerdem die Augen und ermöglicht langen Lesespaß: Dazu trägt der extrem hohe Kontrast bei. Selbst draußen in direktem Sonnenlicht können Sie den Bildschirm daher problemlos ablesen, störende Reflexionen wie auf der spiegelnden Oberfläche eines Tablet-Displays sind ihm fremd. Außerdem ist der Reader-Bildschirm absolut blickwinkelunabhängig. Aktuelle Reader wie der Amazon Kindle Paperwhite ergänzen die E-Ink-Darstellung mit einem Hintergrundlicht: So können Sie auch im Dunklen lesen. Die Akkulaufzeit reduziert das zwar erheblich, liegt aber trotzdem noch über der eines Mini-Tablets.
Für unterwegs ist ein Reader besser geeignet, da er kleiner und leichter ist: Die Amazon-Reader wiegen rund 200 Gramm, während die leichtesten 7-Zoll-Tablets wie das iPad Mini knapp über 300 Gramm auf die Waage bringen und rund zwei bis drei Zentimeter breiter und länger sind.

So holen sie mehr raus

Ein Tablet ist aufgrund des farbigen Bildschirms besser für das Lesen von Zeitschriften geeignet und bringt über das Lesen hinaus mehr Funktionen mit. Wenn Sie beide Geräte besitzen, aber nur das Tablet mitnehmen wollen, müssen Sie nicht auf das Lesevergnügen verzichten: Amazon bietet seine kostenlose Kindle-App für alle Betriebssystem an. Damit haben Sie auch auf dem Tablet Zugriff auf gekaufte Bücher sowie Markierungen und Lesezeichen, die Sie am Reader erstellt haben. Außerdem können Sie den Lesefortschritt synchronisieren, also am Tablet dort weiterlesen, wo Sie auf dem Reader aufgehört haben.
 
 
Smartphone-Akku: Vom Hersteller oder Drittanbieter?
 
Die Frage

Besonders ärgerlich - Sie haben das Smartphone gerade erst aufgeladen, und schon will es wieder ans Netz. Das ist ein Anzeichen dafür, dass der Akku ausgedient hat. Ein neuer muss her: Sollen Sie zu einem teuren Original-Akku greifen oder darf es die Sparversion eines Drittanbieters sein?

Nicht bei allen Smartphones lässt sich der Akku wechseln
Vergrößern Nicht bei allen Smartphones lässt sich der Akku wechseln

Die Antwort

Schaffen Sie sich am besten einen originalen Akku des Smartphone-Herstellers an. Sie stehen damit auf der sicheren Seite: Die Batterie passt immer ins Gerät, Sie behalten die Garantie und Sie müssen sich nicht um die technischen Daten kümmern. Bei einem Nachbau dagegen erlischt die Garantie des Smartphones und die angegebene Leistung muss nicht der tatsächlichen Energie entsprechen.

Deshalb können Sie sich nicht sicher sein, welches Produkt Sie im Endeffekt kaufen. Für einen Original-Stromspender müssen Sie mit etwa 10 bis 40 Euro zwar rund das Doppelte bezahlen. Sie dürfen sich aber absolut sicher sein: In der Vergangenheit kam es nämlich schon zu kleinen Explosionen von günstigen Nachmachen. Nicht so schlimm, aber immer noch ärgerlich ist, wenn Sie haben noch weniger Leistung als zuvor haben. Anders sieht das bei Akkus eines Drittanbieters aus, die vom Smartphone-Hersteller abgesegnet und zum Verkauf freigegeben wurden – diese können Sie wie auch den Original-Akku unbedenklich benutzen.

So machen Sie es richtig

War bei alten Handy-Akkus noch das Alter für die Leistung und Lebenszeit entscheidend, kommt es bei aktuellen Lithium-Ionen-Akkus auf die Anzahl der Ladezyklen an. Damit der Akku möglichst lange seine volle Kapazität behält, hängen Sie Ihr Smartphone bereits bei einem Ladestand von etwa 40 Prozent wieder ans Stromnetz und laden Sie es komplett auf. Dadurch kann sich die Anzahl der möglichen Ladezyklen sogar verdoppeln. Kälte beeinträchtigt zwar die Leistung, hat aber keinen Einfluss auf die Lebensdauer des Akkus. Große Hitze kann sich dagegen auf die Haltbarkeit auswirken – deshalb sollten Sie Smartphone und Akku nicht längere Zeit Hitze deutlich über Raumtemperatur aussetzen. Zudem leistet Ihr Akku mehr, wenn Sie Stromfresser wie GPS, Bluetooth und WLAN nicht dauerhaft einschalten. Regeln Sie außerdem die Helligkeit des Displays herunter. Übrigens gilt nicht die Angabe der Nennladung oder Leistung in Milliamperestunden (mAh) Richtwert für die Kapazität eines Akkus. Wenn Sie Ladespannung und Nennladung multiplizieren, erhalten Sie das Energiespeichervermögen in Wattstunden (Wh). Anhand dieses Wertes können einschätzen, wie lange das Smartphone mit dem Akku durchhält.

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