Das steckt im Betriebssystem von RIM

Blackberry OS im Überblick

Samstag, 29.05.2010 | 09:30 von Moritz Jäger
Lange galten Blackberry-Smartphones als Spielzeug für Manager. Seit es aber günstigere Geräte von Research in Motion (RIM) gibt, sind die Blackberrys auch im Massenmarkt angekommen.
Blackberry OS
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Kein Smartphone ist so abhängig von seiner Software wie ein Blackberry. Denn um die tehcnischen Möglichkeiten des Gerätes voll ausschöpfen zu können, benötigen Sie nicht nur das Betriebssystem auf dem Smartphone, sondern auch eine damit verbundene Serverkomponente in der Firma oder beim Mobilfunkprovider. PC-WELT zeigt, für wen diese Besonderheiten von Blackberry vorteilhaft sind und wie Sie sie privat oder geschäftlich am besten nutzen

Dieser Artikel ist Teil der PC-Welt-Serie rund um die mobilen Betriebssysteme für modere Smartphones. Bereits erschienen ist ein allgemeiner Überblick , sowie Beiträge zu Android , iPhone , WebOS und Windows Mobile .

Um das Potentials eines Blackberrys voll ausschöpfen zu können, benötigen Sie einen Mobilfunk-Tarif mit passender Blackberry-Option. Diese sorgt dafür, dass sich die Geräte in den so genannten Network Operation Centern, kurz NOC, anmelden können. Die NOCs stellen eine verschlüsselte und gesicherte Verbindung zwischen Endgerät und den jeweiligen Verwaltungssystemen in den Firmen her. Größere Firmen setzen dafür oft den Blackberry Enterprise Server ein, der aber umfassende administrativen Kenntnissen verlangt.
Alternativ gibt es den Blackberry Internet Service, kurz BIS. Dieser Blackberry-Dienst wird von Mobilfunkbetreibern unterhalten. So können sie ihren Kunden Blackberry-Funktionen zur Verfügung stellen, ohne dass diese über keine eigne IT-Infrastruktur verfügen müssen. Die gesicherte Verbindung zwischen Smartphone und Verwaltungs-Software ist bei Blackberry-Geräten für folgende Funktionen unabdingbar:

  • Push-E-Mail: Nur wenn ein Blackberry am jeweiligen NOC angemeldet ist, kann das System die Push-Technik nutzen, die Mails komprimiert und nahezu in Echtzeit an das Endgerät weiterleitet.
  • Verwaltung: Damit der Administrator Firmen-Vorgaben auf die Geräte einspielen kann, müssen sie in Kontakt zum NOC stehen.
  • Blackberry Messenger: Der Messenger ist eine Alternative zu Mails. Blackberry-Nutzer können sich untereinander kurze Nachrichten schicken, ohne sich dafür bei einem separaten Dienst anmelden zu müssen. Für Firmen wichtig: Der Blackberry Messenger erfüllt Compliance-Richtlinien. Auf Wunsch kann der Admin alle Nachrichten speichern und einsehen, wenn ein Zwischenfall auftritt.

Sämtliche Mails und Datenverbindungen von Blackberry-Smartphones werden weltweit über mehrere Network Operation Center geleitet, die in Kanada und Großbritannien stehen. Eine Ausnahme ist die amerikanische Behörde FBI, die angeblich ein eigenes NOC unterhält. Das bereitet nicht nur Datenschützern Sorgen. Diesen begegnet RIM, indem die Übertragungen stark verschlüsselt werden.
Auch Ausfälle an diesen Systemen können verehrende Folgen haben und die komplette Kommunikation lahm legen. Das ist bislang aber recht selten passiert. Das letzte Mal war das NOC am 22. Dezember für mehrere Stunden offline.

Samstag, 29.05.2010 | 09:30 von Moritz Jäger
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