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Das schnelle Backup für Ihren Windows-Rechner

02.06.2015 | 05:45 Uhr |

Notebook verloren, PC-Festplatte defekt, Papierkorb zu früh geleert: Bei solchen IT-Notfällen ist ein aktuelles Backup ein echter Heilsbringer. Hier gibt’s die besten Tipps für das einfache Anlegen eines kompletten Backups.

Auch wenn  das Erstellen einer Datensicherung kaum der größte Spaß aller Zeit ist, sollten Sie auf ein umfassendes und stets aktuelles Daten-Backup nicht verzichten. Denn nur damit können Sie gelassen bleiben, wenn etwa ein Erpresservirus alle Ihre Fotos auf dem PC verschlüsselt hat – und weder Geld noch gute Sicherheits-Software die Fotos wieder frei bekommen. Wie Sie mit möglichst wenig Aufwand eine Datensicherung für PC und Smartphone bekommen, erfahren Sie hier.

Übrigens: Bei einer Datensicherung und dem späteren Zurückspielen der Daten kann auch einiges schiefgehen. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein möchten, sollten Sie zusätzlich den Beitrag „ Die 7 Todsünden der Datensicherung “ lesen. Er verrät Ihnen nicht nur die schlimmsten Fehler beim Backup, sondern zeigt auch, wie es richtig geht.

Am häufigsten sollten Sie Sicherungen von Ihren persönlichen Dateien erstellen, also etwa von Fotos und Dokumenten. Dem gegenüber ist eine Sicherung des Systems mit allen in­stallierten Programmen meist weit weniger oft nötig. Entsprechend empfehlen wir eine Trennung von Daten und Windows-System. Die meisten PCs kommen auch schon mit zwei Partitionen oder zwei Festplatten. Einer kleineren Platte für Windows und eine größeren für die Daten. Sollte das bei Ihrem PC nicht der Fall sein, können Sie Ihre Festplatte mit einem Partitionierer wie Gparted Live Disk aufteilen. Eine ausführliche Anleitung dazu gibt es hier .

Mit dem Tool Gparted von einer bootfähigen Live-Disk teilen Sie Ihre Festplatte in Systemteil und Datenteil neu auf.
Vergrößern Mit dem Tool Gparted von einer bootfähigen Live-Disk teilen Sie Ihre Festplatte in Systemteil und Datenteil neu auf.

Eine saubere Trennung von System und Daten ist zwar etwas aufwendig, lohnt sich aber für eine gute Datensicherung allemal. Während sich Dateien wie Fotos und Tabellen sehr einfach auf der Datenpartition speichern lassen, müssen Sie bei all jenen Daten aufpassen, die von einem Programm verwaltet werden. Beispiele dafür sind etwa Mails oder die Lesezeichen in Ihrem Browser. Beim Mailprogramm können Sie den Speicherort für Nachrichten unter den Einstellungen des Programms ändern. Beim Browser hat sich eine Datensicherung der Lesezeichen in die Cloud bewährt. Das aktivieren Sie in Firefox und Chrome jeweils unter den Einstellungen.

Mit der folgenden Checkliste können Sie prüfen, ob Sie alle Ihre Daten für die Sicherung im Blick beziehungsweise auf der Datenpartition haben:

  • Dokumente

  • Fotos

  • Videos

  • Musik

  • Gescannte Dokumente

  • Downloads

  • Adressbuch / Kontaktlisten

  • Bankunterlagen

  • Passwörter im Passworttresor

  • Lizenzschlüssel

  • SSH-Keys

  • GPG-Keys

  • Zertifikate für die Windows-Verschlüsselung

  • Spielstände

  • E-Mails

  • Favoriten / Bookmarks im Browser

  • Gespeicherte Passwörter im Browser

  • Chat-Protokolle

So sichern Sie Ihre Daten schnell und einfach

Fürs Sichern Ihrer Anwenderdaten genügt eigentlich schon der Windows-Explorer, mit dem Sie eine einfache Kopie der Daten auf einen externen Datenträger erstellen, etwa auf eine externe Festplatte.

Automatisch und mit mehr Optionen sichern Sie Ihre Daten mit einem Backup-Programm. Empfehlenswert ist etwa das kostenlose Tool Personal Backup . Für die einmalige Auswahl der zu sichernden Daten und aller weiteren Einstellungen bietet das Tool einen Assistenten. Auch können Sie angeben, wie häufig die Sicherung stattfinden soll.

Mit dem kostenlosen Programm Personal Backup sichern Sie Ihre wichtigen Daten automatisch. Hier sehen Sie den Sicherungsauftag speziell für Texte, die täglich auf eine externe Festplatte kopiert werden.
Vergrößern Mit dem kostenlosen Programm Personal Backup sichern Sie Ihre wichtigen Daten automatisch. Hier sehen Sie den Sicherungsauftag speziell für Texte, die täglich auf eine externe Festplatte kopiert werden.

So sichern Sie die System­­partition Ihres Rechner kostenlos

Für die Sicherung der Systempartition hat sich das Erstellen eines sogenannten Images als gute Backup-Methode erwiesen. Wenn Sie ein Image erstellen, dann kopieren Sie alle Daten einer Partition in eine einzige große Datei. Diese lässt sich bei Bedarf einfach zurückkopieren, um den originalen Zustand wiederherzustellen. Damit das auch dann funktioniert, wenn Windows nicht mehr starten möchte, erstellen Image-Programme zudem eine bootfähige DVD, mit der sich der PC starten und das Image zurückkopieren lässt.

Wenn Sie ein Image der Systempartition mit Bordmitteln erstellen, dann fragt Sie Windows im Anschluss, ob Sie jetzt eine bootfähige Notfall-DVD erstellen möchten.
Vergrößern Wenn Sie ein Image der Systempartition mit Bordmitteln erstellen, dann fragt Sie Windows im Anschluss, ob Sie jetzt eine bootfähige Notfall-DVD erstellen möchten.

Der Nachteil von Images: Alle Änderungen auf der Systempartition, die seit der letzten Sicherung erfolgt sind, gehen verloren. Entsprechend wichtig ist die Trennung von persönlichen Dateien auf eine eigene Datenpartition und der Systempartition. Nur so lässt sich das Image zurückkopieren, ohne dass Anwenderdaten überschrieben werden.

So geht’s:  Ein empfehlenswertes, kostenloses Image-Programm ist Clonezilla . Das Tool ist auf einem boot­fähigen Live-System untergebracht. Es speichert beim Kopiervorgang der Partition nur die mit Daten belegten Teile. Das Image ist also in der Regel viel kleiner als die Partitionsgröße. Die Image-Dateien können Sie auf einer weiteren Partition im Rechner oder einem externen Datenträger speichern.Wem ein Windows-Programm fürs kostenlose Erstellen eines Images lieber ist, der kann auch das Tool Easeus Todo BackupFree einsetzen.

Windows-Bordmittel:  Wer ein aktuelles Windows nutzt, der kann ein Image auch per Bordmittel erstellen. Das geht bei Vista und 7 über "Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> Sichern und Wiederherstellen -> Systemabbild erstellen“. Unter Windows 8 finden Sie die Funktion unter „Systemsteuerung -> System und Sicherheit -> Dateiversionsverlauf -> Systemabbildsicherung“.

Am Ende des Vorgangs werden Sie gefragt, ob Windows auch einen Systemreparaturdatenträger erstellen soll. Klicken Sie auf „Ja“ und legen Sie einen DVD-Rohling ein. Damit können Sie im Notfall, wenn Windows nicht mehr starten möchte, den Rechner neu booten und die Sicherung zurückspielen.

Verlagsangebot: Kostenpflichtiges Image- und Backup-Programm

Natürlich empfehlen wir auch gerne unser eigenes Tool PC-WELT Backup Pro . Es erstellt Images von Ihrer Systempartition und dient zusätzlich als klassisches Backup-Programm für Dateien. Beides erledigt es vollkommen automatisch. Für die einmalige Konfiguration steht ein guter Assistent bereit. Zudem ist PC-WELT Backup Pro besonders schnell und die Backup-Dateien werden besonders stark komprimiert, damit sie wenig Speicherplatz belegen. Auf Wunsch erledigt das Programm außerdem alles vollautomatisch. PC-WELT Backup Pro sichert auf Wunsch den kompletten Rechner, bestimmte Laufwerke oder auch einzelne Ordner und Dateien. Ferner speichern Sie bei Bedarf mit Backup Pro auch Programmeinstellungen, Lesezeichen aus dem Browser oder einfach alle E-Mails aus Outlook oder Thunderbird.

Die Software PC-WELT Backup Pro bietet alle nötigen Tools für ein komplettes und einfaches Backup Ihres Systems wie auch Ihrer Daten.
Vergrößern Die Software PC-WELT Backup Pro bietet alle nötigen Tools für ein komplettes und einfaches Backup Ihres Systems wie auch Ihrer Daten.

Ein umfangreicher Backup-Planer berücksichtigt auch spezielle Wünsche. Sie wollen mehrere inkrementelle Sicherungen Ihres Foto-Ordners an einem Tag erstellen lassen? Kein Problem. Einmal konfiguriert, erledigt PC-WELT Backup Pro vollautomatisch im Hintergrund seinen Dienst. Wenn Sie mit der Software Images einer Partition erstellen, können Sie die Image-Datei anschließend als virtuelles Laufwerk im Windows-Explorer öffnen und so auch einzelne Dateien daraus wiederherstellen. Sollte Windows mal nicht mehr anlaufen, können Sie mit einem bootbaren Rettungs-System (CD oder USB-Stick) den PC doch starten und das Image zurückspielen. Dank „Infinite Reverse Incremental“-Technologie ist das erstellte Backup bis zu 50 Prozent kleiner als bei anderen inkrementellen Systemen. PC-WELT Backup Pro kostet einmalig 39,90 Euro und kann in unserem Shop bestellt werden. Sie erhalten eine zeitlich unlimitierte Lizenz der Backup-Vollversion.

Infos und den Download der Testversion von PC-WELT Backup Pro gibt es hier.

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