16.03.2012, 12:53

Thorsten Eggeling

Content-Managemen-Systeme

Das richtige CMS für private Websites

Gratis-Blog mit Wordpress.com
Den einfachsten Weg zur eigenen Website bieten die zahlreichen kostenlosen Angebote im Netz. Auf http://de.wordpress.com beispielsweise kann man sich mit wenigen Mausklicks ein einfaches Wordpress-Blog einrichten. Der Speicherplatz ist auf 3 GB beschränkt, es gibt keine Möglichkeit zusätzliche Wordpress-Plugins zu installieren und die Auswahl der verfügbaren Wordpress-Themes ist begrenzt. Der gebotene Funktionsumfang ist für eine private Homepage aber mehr als ausreichend. Wer möchte, kann bei wordpress.com für 99 Dollar im Jahr den Speicherplatz auf 5 GB erweitern, einen eigenen Domain-Namen für das Blog registrieren und ein individuelles Blog-Design erstellen.

Einfachen Blog einrichten mit Blogger.com

Ein weiterer kostenloser Blog-Anbieter ist der Google-Dienst www.blogger.com. Auch hier genügen wenige Schritte zur Einrichtung eines einfachen Blogs. Der Speicherplatz für Texte ist nicht beschränkt, für Bilder steht 1 GB Speicherplatz zur Verfügung. Bilder lassen sich aber auch von Picasa Web-Alben oder über eine URL von beliebigen anderen Speicherorten im Web einbinden. Das Aussehen der Seite lässt sich über eine Vorlagenauswahl bestimmen. Der HTML-Code und der CSS-Code des verwendeten Layouts lassen sich in einem Web-Editor und einem Vorlagendesigner bearbeiten und damit beliebig ändern. Die Funktionen des Blogs können über Gadgets erweitert werden. Es gibt beispielsweise Gadgets für Blog-Statistiken, beliebte Posts, Diashows und Umfragen. Außerdem können Sie in Ihr Blog Anzeigen von Google AdSense integrieren und damit Geld verdienen.

Website bei einem Web-Hoster ablegen

Wer mehr möchte, als die kostenlosen Dienste bieten, kann auf die Angebote eines Web-Hosters zurückgreifen. Hier gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel die richtige Lösung. Für vier bis fünf Euro monatlich erhalten Sie einen eigenen Domain-Namen und können Ihre Website mit einem Homepage-Baukasten zusammenklicken. Entsprechende Angebote gibt es bei allen Web-Hostern, beispielsweise bei 1&1, Strato oder Host Europe.
Wer eine individuelle und flexible Lösung bevorzugt greift zu einem Hosting-Paket, das neben Webspace auch Webserver und Datenbank bietet. Über einen FTP-Zugang übertragen Sie die Dateien des Content-Management-Systems auf den Server und richten eine Datenbank ein. Auf dem Server lässt sich jedes beliebige Content-Management-System installieren. Sie müssen nur darauf achten, dass beim Hosting-Paket die gewünschte Scriptsprache dabei ist. Besonders preisgünstige Angebote enthalten meist nur Support für die Skriptsprache PHP. Wer Perl oder Python benötigt, muss meist etwas tiefer in die Tasche greifen. Die Preise liegen zwischen etwa vier und zehn Euro pro Monat, abhängig vom Speicherplatz auf der Festplatte (meist 500 MB bis 4 GB), der Anzahl der Datenbanken und der Inklusivdomains.
Bei einem eigenen Server sollten Sie immer auch Zeit für Updates einplanen. Kriminelle versuchen fortwährend, Sicherheitslücken in Web-Anwendungen zu finden, um dann über den gekaperten Server Schadsoftware an die Besucher auszuliefern oder Spam-E-Mails zu verschicken. Die auf dem Server installierte Software sollte daher aktualisiert werden, sobald Updates für das CMS oder für Erweiterungen zur Verfügung stehen.
Das richtige Content-Management-System finden
Vor der Wahl des CMS stehen inhaltliche Fragen. Sie wollen täglich Artikel zum Zeitgeschehen, persönliche Erlebnisse oder etwas zu Ihrem Hobby im Netz veröffentlichen? Dann ist ein Blog für Sie das Richtige und Wordpress wahrscheinlich die beste Wahl. Wordpress ist schnell installiert und leicht zu bedienen. Das System lässt sich außerdem durch zahlreiche Plugins fast beliebig erweitern. Es gibt außerdem eine große Community und eine umfangreiche Dokumentation.
 
Download: Wordpress
 
Wenn Sie eine Site beispielsweise für einen Verein oder eine Interessengruppe gestalten möchten, kommen Systeme wie CMS Made Simple oder Joomla infrage. Diese CMS ermöglichen etwa einen Veranstaltungs- oder Terminkalender auf einer Webseite unterzubringen oder Newsletter zu verschicken. Joomla ist allerdings etwas komplizierter. Dieses Redaktionssystem erfordert eine gewisse Einarbeitungszeit und die vorherige Planung der Site-Struktur. Es ist aber auch mit Wordpress möglich, einen Internetauftritt anders als im Blog-Stil zu gestalten.
Eine Option für Hosting-Pakete ohne Datenbank ist CMSimple. Dieses CMS benötigt nur PHP in einer Version höher als 4.0.4 und einen Apache Web-Server. Alle Inhalte der Website werden in einer einzigen HTML-Datei gespeichert (ein separater Datenbankserver ist also nicht erforderlich). Dieses können Sie in einem HTML-Editor Ihrer Wahl oder im Browser über den WYSIWYG-Editor von CMSimple bearbeiten. Es gibt einige wenige Plugins, etwa für ein Gästebuch oder für die Erzeugung von RSS-Feeds. Das Aussehen der Website lässt sich über Vorlagen ändern. Einige kostenlose Vorlagen finden Sie über die Links auf der Seite Templates.
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