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So bekommen Freiberufler Aufträge

11.05.2010 | 17:27 Uhr |

IT-Freiberufler brauchen ein Profil. Das darf aber kein Kurz-Lebenslauf sein. Stattdessen ist eine verkaufsfördernde Darstellung der Kompetenzen und beruflichen Schwerpunkte gefragt. Karriereberaterin Svenja Hofert verrät, wie Sie mit dem richtigen Profil Aufträge an Land ziehen.

Ihre zentralen Kompetenzen sollten Freiberufler auf zwei Übersichtsseiten beschreiben. Foto: Superstars for You/Fotolia.com
Vergrößern Ihre zentralen Kompetenzen sollten Freiberufler auf zwei Übersichtsseiten beschreiben. Foto: Superstars for You/Fotolia.com
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Meist lassen Freiberufler ihre Profile mit Detailinfos beginnen. Das ist nach Ansicht von Svenja Hofert falsch. Richtig sind dagegen ein bis zwei Übersichtsseiten, auf denen die Freiberufler punktgenau ihre zentralen Kompetenzen darlegen. Dabei sollten folgende Fragen beantwortet werden: Wer sind Sie? Für was stehen Sie? Welches sind Ihre wichtigsten Kenntnisse und Erfahrungen? Und welche Argumente möchten Vermittler und Firmen von Ihnen als allererstes lesen, bevor Sie weiter ins Detail gehen?

Genau diese Informationen sollten auf den maximal ersten beiden Seiten Ihres Profils stehen, das Sie am besten nach den Prinzipien "das Wichtigste zuerst" und "vom Allgemeinen ins Spezielle" aufbauen. So steuern Sie die Wahrnehmung des Lesers Ihres Profils und überfordern ihn nicht mit der Aufgabe, im Heuhaufen Ihre Fähigkeiten nach der berühmten Stecknadel, nämlich dem Fokus Ihrer Erfahrung, zu suchen.

Auf die sonst von Lebensläufen her gewohnte Chronologie sollten Sie verzichten. Dafür interessiert sich nur der Personalchef, wenn er Festangestellte sucht. Wer dagegen jemanden für ein Projekt oder für freie Mitarbeit zeitweise einsetzen möchte, interessiert sich nicht für eine solche chronologische Darstellungen. Außerdem kann ein chronologischer Lebenslauf oft wenig verkaufsfördernd wirken. Stattdessen sollten Sie als Freelancer Ihre einzigartigen Fähigkeiten eindeutig in den Vordergrund stehen. Ihr Profil ist quasi Ihr Werbeprospekt.

Dazu müssen Sie sich über Ihre Kernaussagen klar werden! Viele IT-Experten haben Schwierigkeiten damit, diese überhaupt festzulegen. Abhilfe schafft der Blick von außen, beispielsweise durch einen Coach oder durch neutrale Kollegen, die sich in der Branche auskennen, aber besser nicht zu fachlich an Ihnen dran sein sollten.

Ändern Sie zu Testzwecken Ihre Perspektive und schauen Sie auf Ihr Profil durch die Brille Ihrer Zielgruppe. Das sind oft Vermittler und im zweiten Schritt mitunter Fachverantwortliche. Somit höchstens halbinformierte Laien und nur selten Techniker. Deshalb sollten Sie sich klar machen: Nach welchen Kriterien wählt diese Zielgruppe Freelancer aus? Was weiß und kennt sie und was nicht? Was sind die wesentlichen Argumente für diese Leute? Liegt der Schwerpunkt auf den persönlichen Fähigkeiten oder auf den Management-Fähigkeiten? Oder eher auf der Erfahrung und dem Fachwissen? Und wenn es alles zusammen ist, was steht an oberster Stelle?

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