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Windows 7 - das neue XP?

01.08.2008 | 08:45 Uhr |

Windows 7 ist vielleicht der wahre Nachfolger von Windows XP. Wir haben uns die aktuelle Vorabversion des Systems angesehen und sagen Ihnen, warum das so ist.

Die Veröffentlichung des Vista-Nachfolgers ist bereits für Ende 2009 geplant. Ist es also sinnvoll, gleich auf Windows 7 zu warten? Microsoft rät davon ab und empfiehlt, jetzt auf Windows Vista umzusteigen : Die zentralen Innovationen in den Bereichen der Treiber-Architektur und des Kernels seien hier bereits umgesetzt, weltbewegende Innovationen in diesen Bereichen nicht zu erwarten.

Wir empfehlen XP-Nutzern: Warten Sie ab!
Windows 7 ist in Wirklichkeit Version 6.1 - und es gleicht Vista (Version 6.0) bislang wie ein Zwilling. Aber: Rückblickend bedeutete der kleine Versionssprung von 5 auf 5.1, nämlich der von Windows 2000 auf XP, einen gewaltigen Popularitätssprung für die NT-Reihe. Vielleicht schafft Microsoft mit ein wenig Vista-Tuning einen ähnlichen Effekt. Und vielleicht wird Windows 7 einfach das bessere Vista.

Windows 7 - ein Vista SP2?
Schon bei der Installation unserer Vorabversion (Build 6519) wird klar: Das neue Windows ist nach wie vor Vista. Äußerlich beweisen bisher lediglich die Versionsnummer und einige neue Funktionen, dass es sich um den Nachfolger handelt. Obwohl das System noch jede Menge Fehler hat, wirkt es kompakter und stabiler als sein Vorgänger. Die erste Version von Vista reagierte durchweg langsam und schien jeden Klick nur mit Verzögerung weiterzureichen. Service Pack 1 hat da einiges verbessert - und Windows 7 fühlt sich an wie ein Vista mit Service Pack 2. Das System startet schneller und reagiert besser.

Die neuen Funktionen
Auf der nächsten Seite finden Sie alle bisher sichtbaren neuen Funktionen von Windows 7. Die Liste zeigt, dass Microsoft auf die Klagen der Vista-User reagiert. So wird etwa die Benutzerkontensteuerung an die Realität angepasst, und Besitzer von abgespeckten OEM-Versionen haben die Möglichkeit, eine Rettungs-CD/-DVD zu brennen. Mit "Windows Health Care" erscheint eine neue Schaltzentrale für die Systemintegrität, mit "Windows Sensors" ein Applet zur Authentifizierung und Steuerung von Anwendungen anhand biometrischer Sensoren. Auch die "HomeGroup" ist neu und wird wohl die klassische "Arbeitsgruppe" im Heimnetz ablösen. Bei den restlichen Funktionen handelt es sich um praktische, aber unscheinbare Erweiterungen von Explorer, Rechner und Paint. Unklar bleibt, warum Windows 7 bei der Installation ungefragt eine versteckte Partition mit 500 MB anlegt. Gemunkelt wird, dass es sich hierbei um eine Wartungs-Partition handelt.

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