Ratgeber Turbo Boost

Das bringt Turbo Boost in der Praxis

Freitag den 13.08.2010 um 10:01 Uhr

von Michael Schmelzle

Mit wie viel Zusatztempo Sie durch Turbo Boost im PC-Alltagseinsatz rechnen können, hat PC-WELT exemplarisch mit Intels Verkaufsschlager Core i5-750 getestet. Wie Tabelle 1 zeigt, beschleunigt die Übertaktung insbesondere Programme, die ein bis zwei Kerne auslastet. Dazu gehört beispielsweise das beliebte iTunes von Apple: Bei ihm verkürzte sich die Zeit für die Umwandlung einer Musik-CD in MP3-Dateien durch Turbo Boost um 16 Prozent.

Mit 14 Prozent fast genauso hoch war der Tempogewinn beim Umwandeln eines Full-HD-Videos (Auflösung: 1920 x 1080 Bildpunkte) in ein Video für den Ipod mit 640 x 352 Bildpunkten. Und die Bildwiederholrate des 3D-Spiels Resident Evil 5 stieg mit Turbo Boost immerhin noch um elf Prozent.

Der "Productivity"-Test des Leistungs-Messprogramms PC Mark Vantage simuliert den Büroalltag mit mehreren Anwendungen: Eine Textverarbeitungs-Software wird gestartet, der Internet Explorer lädt mehrere Seiten, und das Schutzprogramm Windows Defender fahndet im Hintergrund nach Spionageprogrammen. Turbo Boost beschleunigte den Durchlauf des Tests um sechs Prozent. In der Praxis macht sich dieser geringe Tempogewinn allerdings nicht bemerkbar.

Wie viel Strom zusätzlich verbraucht wird, wenn Turbo Boost aktiviert ist, zeigt das Leistungs-Testprogramm Cinebench bei der 3D-Konstruktions-Software Maxon Cinema 4D: Ist nur ein Prozessorkern ausgelastet, steigt dessen Leistung um 20 Prozent, der Mehrverbrauch nur um 8 Prozent. Je mehr Kerne angesteuert werden, desto ungünstiger entwickelt sich das Verhältnis zwischen Leistungssteigerung und zusätzlichem Strombedarf: Sind alle ausgelastet, liegen Leistungszuwachs und Mehrverbrauch für jeden Kern bei sechs Prozent.

Freitag den 13.08.2010 um 10:01 Uhr

von Michael Schmelzle

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (0)
180536