Smartphone-Sicherheit
So orten Sie Ihr verlorenes Smartphone
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SMS-Nachrichten enthalten oft private, gar sehr private Informationen. Fängt ein Dritter diese ab, entsteht - je nach SMS-Inhalt - ein großer Schaden. Wollen Sie dieser Gefahr ausräumen, dann nutzen Sie die App TextSecure. Die kostenlose, dafür bislang noch in der Beta-Phase befindliche App übernimmt die Funktion der Standard-SMS-App auf Ihrem Smartphone und verschlüsselt sämtliche Nachrichten. Außerdem speichert die Anwendung SMS-Nachrichten in einer verschlüsselten Datenbank auf Ihrem Handy lokal ab. Praktisch: Entwendet jemand Ihr Smartphone oder verlieren Sie es, kann der Dieb beziehungsweise Finder Ihre SMS-Nachrichten gar nicht oder wenigstens nicht so ohne weiteres einsehen.
Eine Firewall ist auf einem PC Standard. Bei der kostenlosen App DroidWall handelt es sich um eine anwenderfreundliche Front-End-Anwendung der mächtigen, aber dafür an sich aufwendiger zu konfigurierenden IPTables-Firewall wie sie unter Linux bekannt ist. Die mit dem Kernel verbundene Regeln der Firewall erlauben es Ihnen, den Daten-Verkehr an einer oder mehreren Netzwerkschnittstellen zu überwachen und zu verwalten. So können Sie es ausgewählten Anwendungen untersagen, sich mit dem Internet zu verbinden und somit die Gefahr eines Hacking-Angriffs reduzieren. Je weniger Apps sich mit dem Internet verbinden, desto länger hält auch der Akku Ihres Smartphones. Hinweis: Für diese App benötigen Sie eine Root-Rechte.
Die App aSpotCat listet alle auf Ihrem Smartphone installierte Anwendungen nach Zugriffsberechtigung auf. So sehen Sie etwa, welche Apps Zugriff auf das GPS-Modul haben. Das erleichtert es, zu neugierige Apps aufzuspüren. Natürlich gibt es auch erwünschte Apps, die auf die Ortungsfunktion von Android zugreifen dürfen. Möchten Sie etwa Ihrer Familie und Freunden mitteilen, dass Sie gerade in Ihrer Lieblingskneipe eingekehrt sind, geht das mit der App Foursquare. Diese und andere erwünschte Apps führt aSpotCat natürlich auch auf.
Die App ConnectBot richtet sich an IT-Experten. Sie ist ein mächtiger, aber einfach anzuwendender SSH-Client (Secure Shell). Mit der App greifen Sie über einen sicheren Terminal-Zugang auf Unix-Server zu. Sie schleust also Ihre Daten durch einen geschützten Tunnel zum Server und umgekehrt. Zudem verwaltete die App verschiedene SSH-Sitzungen gleichzeitig und unterstützt Copy &Paste. Letzteres ist äußerst praktisch, um längere und vor allem kompliziertere Befehle nicht jedes Mal erneut manuell eingeben zu müssen. ConnectBot ist somit eine praktische App für ITler, die unterwegs auf Server zugreifen müssen.
Beenden Sie eine App, stellt diese zwar einerseits ihren Dienst ein, doch nagt sie andererseits im Hintergrund weiterhin an den Ressourcen Ihres Android-Smartphones. Die Gratis-App Advanced Task Killer schont Hardware-Komponenten wie den Arbeitsspeicher, indem sie andere Anwendungen automatisch und vollständig beendet. Hierbei können Sie zwischen drei Modi entscheiden: Der „Safe“-Modus beendet Anwendungen, die nicht mehr aktiv laufen, aber dennoch im Hintergrund am Arbeitsspeicher zerren. Der „Aggressiv“-Modus stoppt sowohl laufende Apps im Hintergrund, als auch Anwendungen die nicht mehr aktiv sind. Der „Crazy“-Modus schaltet bis auf die derzeit verwendete App alle anderen Anwendungen ab. Tipp: Möchten Sie sicherstellen, dass Advanced Task Killer ausgewählte Apps niemals beendet, können Sie diese auf die Ignorier-Liste setzen. Diese rufen Sie auf, indem Sie die entsprechende Anwendung auf dem Startbildschirm von Advanced Task Killer gedrückt halten und den Menüpunkt „Ignore“ wählen.
Möchten Sie Ihre Privatsphäre schützen und mit einer verschleierten IP-Adresse im Internet surfen, nutzen Sie die App Orbot. Das kostenlose Android-Programm verbindet sich mit dem Anonymisierungs-Netzwerk Tor (kurz für „The Onion Router“). Tor schickt Ihre Anfragen ans Internet über mehrere TOR-Server, bevor sie ins Internet weitergegeben wird. So sieht etwa eine Website nicht die tatsächlich IP-Adressen Ihres Smartphones. Das erschwert es, Ihre Identität ausfindig zu machen. Einerseits eignet sich eine derartige Verschleierungstaktik gerade in Ländern, wo bestimmte Internet-Suchanfragen nicht gestattet sind. Andererseits verlangsamt der Umweg über die Server des Tor-Netzwerks in der Regel den Datenfluss und eignet sich somit gerade für größere Dateien wie etwa die Wiedergabe eines Films gar nicht oder nur bedingt.
Der auf der Tor-und IP-Verschleierungs-App Orbot basierende Browser Orweb schützt Ihre Privatsphäre während des Surfens im Internet, indem er Ihre Identität im Internet verschleiert. Das heißt: Die App vermeidet, dass Dritte herausfinden, welche Webseiten Sie ansteuern und wo Sie sich aufhalten. Zudem soll es Ihnen Zugang zu an sich gesperrten Webseiten verschaffen. Auf Wunsch blockiert die Anwendung Cookies und untersagt es dem Surf-Verlauf sich lokal zu speichern. Hinweis: Gerade die beiden letzten Funktionen sind mittlerweile Standard bei allen gängigen Browsern und daher ein hilfreiches, aber nicht bahnbrechendes Extra.
Die App ObscuraCam verfremdet ausgewählte Gesichter, indem sie diese verpixelt. Außerdem entfernt die Anwendung die GPS-Daten aus einem Foto. Der Entstehungsort der Aufnahme ist somit nicht mehr ersichtlich. Die App eignet sich zum Beispiel für Fotos, die Sie im Internet veröffentlichen wollen, sich aber nicht sicher sind, ob andere Ihre abgelichteten Freunde erkennen sollen.
Ähnlich wie SMS-Nachrichten eignen sich Chat-Unterhaltungen für den unkomplizierten und somit schnellen Austausch von Informationen. Doch: Nicht jede Kommunikation ist für die Öffentlichkeit bestimmt - im Gegenteil, so manche Unterhaltungen wie Geschäftsgespräche können sensible Informationen enthalten. Fängt ein unbefugter Dritter diese ab, kann dies verheerende Folgen mit sich ziehen. Die kostenlose App Gibbernot verschlüsselt Chat-Konversationen über die Protokolle von Google, aber auch Facebook, Jabber sowie alle anderen über XMPP-Server laufende Wortwechsel. Gibbernot verschlüsselt eine Unterhaltung allerdings nur dann, wenn die Gegenstelle ebenfalls diese oder eine kompatible Anwendung wie den Opensource- und Multiprotokoll-Client Pidgin für Linux sowie Windows oder Adium für OS X nutzt.
Die App Exchange for Touchdown verschlüsselt Ihre E-Mail. Sie setzt auf den Mail-Verschlüsselungsstandard S/MIME (Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions) und kodiert nicht nur Nachrichten, die Sie über Unternehmens-Exchange-Server mit Ihren Kollegen austauschen, sondern auch Daten auf internen Speicherkarten sowie PINs (Personal Identification Number). Weiterer Vorteil: Die App unterteilt berufliche und private Informationen. So kann Ihre Firma Geschäfts-Daten löschen, während Ihre persönlichen unberührt bleiben. Das ist für alle Nutzer praktisch, deren Android-Smartphone sowohl als Geschäfts- als auch Privat-Handy dienen. Hinweis: Die App können Sie 30 Tage lang kostenlos ausprobieren. Danach fallen für den Lizenzschlüssel 19 Dollar (rund 15 Euro) an.
Smart App Protector sichert den Zugriff auf ausgesuchte Apps mit einem Code oder mit einer Mustersperre. Natürlich sollte man idealerweise das gesamte Handy mit einer Code-Sperre und einem möglichst langen Code blockieren. Zumindest sollte man das Smartphone mit einer Mustersperre versehen. Das geht mit Bordmitteln unter „Einstellungen, Standort & Sicherheit, Display-Sperre einrichten“. Doch wer das nicht will, kann sich mit Smart App Protector immerhin ausgewählte Programme sichern, etwa das E-Mail-Programm.
Norton Begleiter ist eine Sicherheits-App für die Handys von Kindern. Es bietet ein Antiviren-Modul, das installierte und neue Apps auf schädlichen Code prüft. Die App zeichnet zudem auch alle Online-Aktivitäten des Nutzers auf, etwa welche Webseiten mit dem Handy besucht wurden. Außerdem lässt sich ein Webfilter aktivieren, der für bestimmte Altersgruppen unpassende Internetseiten blockiert.
Die App SMS Backup + registriert alle eingehenden SMS, MMS und Anrufe und speichert sie in Google Mail und Google Kalender ab. In Google Mail wird für die SMS und MMS ein eigenes Label angelegt. Anrufe speichert die App im Google Kalender als separate Einträge, inklusive Rufnummer und Zeitpunkt. Sollten die Daten auf dem Smartphone verloren gehen, kann die App sie wieder importieren. Voraussetzung ist, dass Sie Ihr Smartphone per IMAP mit Google Mail verbunden haben. Das ist allerdings bei den meisten Android-Smartphones die Standerdeinstellung.
Die App Sprite Backup 2.0 sichert Kontakte, Systemeinstellungen, SMS, Fotos und einige weitere Daten Ihres Android-Smartphones. Die Datensicherung können Sie entweder online in Ihre Dropbox oder Ihrem Box.net-Konto ablegen. Wer das nicht möchte, sichert die Daten ganz einfach auf die SD-Speicherkarte des Handys. Nach einem Datenverlust kopiert die App die Daten wieder zurück aufs Smartphone.
Die Android App Lastpass verwaltet Ihre Passwörter auf dem Smartphone. In der kostenlosen Variante gibt’s den Service allerdings nicht als Plug-In. Wer also bei Lastpass nicht zahlt, muss sich ganz profan über die Internetseite von Lastpass in seinen Online-Datensafe einloggen und sein gewünschtes Passwort kopieren. Deutlich komfortabler ist es aber, wenn Sie die Premium-Version von Lastpassnutzen (12 Dollar pro Jahr) nutzen. In diesem Fall bekommen Sie nämlich eine eigenständige App, die einen eigenen Lastpass-Browser enthält. Nachdem Sie die App gestartet haben, müssen Sie sich wie bei Lastpass üblich mit Ihrer hinterlegten E-Mail-Adresse und dem Master-Passwort anmelden. Danach haben Sie direkt Zugriff auf Ihren Online-Lastpass-Tresor.
Keepassdroid ist ebenfalls ein Passwort-Safe. Im Gegensatz zu Lastpass speichert Keepassdroid die Passwörter aber nicht online ab, sondern in einer verschlüsselten Datei. Wenn Sie das Programm das erste Mal starten, schlägt es Ihnen vor, eine neue verschlüsselte Datenbank im angegebenen Pfad anzulegen. Klicken Sie hier einfach auf „Erstellen“. Auf dem nächsten Bildschirm müssen Sie ein sicheres Verschlüsselungskennwort für Ihre Datenbank vergeben – mindestens 8, besser 12 möglichst zufällige Zeichen (Groß-/Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen). Danach wiederholen Sie es und tippen auf „OK“, um die Datenbank anzulegen und zu öffnen.
Die App Android Assistenten hilft Ihnen bei Apps, die Sie gerne loswerden wollen, die sich aber nicht de-installieren lassen. Das ist meist bei Sicherheits-Apps der Fall, die vom Handy-Hersteller aus mitgeliefert werden. Dieser hat die Apps mit Super-Rechten installiert. Als Handy-Nutzer erlangt man aber maximal Adminrechte. Und die genügen meist nicht, um mitgeliefert Sicherheits-Apps und andere Handy-Hersteller-Apps zu entfernen. Die Android Assistant kann diese Apps zwar auch nicht entrümpeln, aber es kann die Apps nach jedem Handy-Neustart zumindest deaktivieren.
Der Antivirenhersteller Avira bietet eine kostenlose Android-App, die verlorene Smartphones aufspüren oder sperren kann. Die Steuerung und Verwaltung erfolgt über eine Internetseite. Im Test funktionierte das stets einwandfrei. Wer sein Handy nur innerhalb der Wohnung verlegt hat, kann über die Internetseite auch einen Sirenenalarm am Handy auslösen und so zur Feinortung des Smartphones schreiten. Die Sirene ertönt auch dann, wenn sich das Handy gerade im Lautlos-Modus befindet. Zugriff auf die Internetseite zur Handy-Ortung gibt’s über https://android.avira.com/.
Damit Sie am Smartphone nicht Opfer einer betrügerischen Internetseite werden, bieten manchen Apps, etwa Lookout, einen Internetseitenfilter. Ruft man mit dem Internet-Browser eine gefährliche Internetseite auf, blockiert die App mit einem Warnfenster den Aufruf der Seite. Diese Filter funktionieren somit genauso wie die Filter auf dem PC. Allerdings zählt diese Funktion zu den kostenpflichtigen Pro-Funktionen von Lookout. Wer bei der kostenlosen Variante von Lookout bleibt, erhält aber zumindest einen guten Virenscanner für sein Android-Smartphone
Mit Avast Mobile Security erhalten Sie ein komplettes Sicherheitspaket für Ihr Android-Smartphone. Unter den kostenlosen Sicherheits- und Antiviren-Apps bietet Avast am meisten Funktionen. Automatische Scans suchen regelmäßig nach schädlichen Apps. Beim Surfen warnt Sie Avast Mobile Security vor infizierten URLs. Die Anti-Diebstahlfunktionen steuern Sie mittels SMS-Befehle oder per Mail. So lassen sich vertrauliche Daten löschen und das Handy sperren. Über GPS orten Sie das Handy und lösen einen Sirenenton aus, um den genauen Standort zu ermitteln. Zudem überprüft die App die Zugriffsrechte und Aktionen Ihrer installierten Applikationen. Zu den weiteren Funktionen zählt unter anderem ein SMS- und Anruf-Filter.






