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Dämpfer für Microsofts Hailstorm

11.04.2002 | 15:50 Uhr |

Softwaregigant Microsoft plant sein Projekt Hailstorm nicht mehr in der Form durchzuführen, wie bislang beabsichtigt. Es war als ein Kernstück von Webservice geplant und damit ein wichtiger Baustein der .net-Initiative von Microsoft. Grund für den Entschluss von Microsoft: massive Ablehnung seitens anderer Branchenriesen.

Informationen der New York Times zufolge plant Softwaregigant Microsoft sein Projekt Hailstorm nicht mehr in der Form durchzuführen, wie bislang beabsichtigt. Es war als ein Kernstück von Webservices geplant und damit ein wichtiger Baustein der .net-Initiative von Microsoft. Grund für den Entschluss von Microsoft: massive Ablehnung seitens anderer Branchenriesen.

"Hailstorm" war der Deckname für eine Reihe von Webdiensten, die ab Juni zur Verfügung gestellt werden sollten. Hailstorm - später in "My Serices" umgetauft - sollte nahtlos mit anderen Anwendungen im Internet zusammenarbeiten und dem Anwender personalisierten Zugriff auf Inhalte bieten. Eine ganze Reihe von Firmenangeboten aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen sollten dazu zusammengelegt werden. Die dafür notwendigen Daten und Kundeninformationen sollten auf einem zentralen Server gelagert werden.

Wie sich jetzt herausstellt, ist dies auch der Knackpunkt des Unterfanges, denn bereits kurz nach bekannt werden dieses Vorhabens im letzten Jahr entbrannte eine heftige Debatte mit Datenschützern.

Darüber hinaus stellten sich die Branchenriesen, die Microsoft mit ins Boot holen wollte, quer: Die Firmen waren sich darüber uneins, wer auf die Kundendaten aufpassen und sie verwalten sollte.

Trotz dieses Dilemmas für Microsoft ist eine Lösung allerdings bereits in Sicht: Microsoft will, Angaben der New York Times zufolge, Hailstorm als "traditionelles Anwendungs-Paket" an Firmen verkaufen. Diese könnten dann den jeweiligen Kundenstamm selbständig verwalten.

Internet-Nutzer gegen Weitergabe von persönlichen Daten (PC-WELT Online, 15.08.2001)

Datenschützer: Beschwerde gegen Microsoft (PC-WELT Online, 27.07.2001)

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