1256436

DVB-T: Auf die Antenne kommt es an

08.07.2008 | 18:34 Uhr |

Das digitale Überallfernsehen bietet eine Menge Vorteile. Aber wenn der Bildschirm schwarz bleibt, hilft nur der Griff zur richtigen Antenne. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Analoges Fernsehen hat mittlerweile ausgedient, zumindest wenn es terrestrisch per Antenne verbreitet wird. Das Digitalfernsehen ist klar im Vorteil: Der Fernsehfreund kommt in den Genuss von zwei Dutzend Programmen und kann sich über ein gestochen scharfes Bild freuen. Darüber hinaus werden Programminformationen in Form einer elektronischen Programmzeitschrift übertragen. Aber was tun, wenn der Bildschirm dunkel bleibt? Denn im Gegensatz zum herkömmlichen Antennenfernsehen, gibt es bei DVB-T kein schlechtes Bild mit „Schnee" oder Streifen. Entweder wird das Signal empfangen und das Bild dargestellt oder eben nicht. Allenfalls Aussetzer sind möglich. Sie äußern sich durch sogenannte Artefakte, d.h. im Bild tauchen sporadisch rechteckige Klötzchen auf.

Der Bildstörung auf der Spur

Bei Bildstörungen rückt zunächst der Receiver ins Visier, da er schließlich das Bild auf den TV-Bildschirm bringt. Doch der kann häufig gar nichts dafür. Viel mehr hängt die Signalqualität von der eingesetzten Antenne ab. Hier kann sich derjenige glücklich schätzen, der seine gute alte Dachantenne noch nicht abmontiert hat. Dann steht dem Empfang des DVB-T-Signals nichts mehr im Weg. Er muss höchstens noch die Antenne ausrichten, um das bestmögliche Signal zu empfangen. Die Richtung hängt maßgeblich von der Lage des Sendeturms ab. Dies ist die optimale Lösung für alle, die sich weiter als ein paar Kilometer von der Sendestation entfernt befinden. Darüber hinaus lässt sich auf diesem Weg sicherstellen, dass das TV-Bild auch bei schlechtem Wetter nicht abreißt – man stelle sich nur einmal vor, dass man das entscheidende Tor bei einem wichtigen Fußballspiel verpasst.

Online-Check: DVB-T-Empfangsgebiet

Unser Tipp: Auf der Webseite www.ueberallfernsehen.de steht Ihnen eine Karte mit den bundesweiten DVB-T-Sendegebieten zur Verfügung. Damit nicht genug, können Sie darauf auch ablesen, in welchen Gegenden eine Zimmerantenne ausreicht und wo Sie nur mit einer Dachantenne ein genügend starkes Signal empfangen können. Mieter haben bisweilen ein schweres Los, da Vermieter nicht verpflichtet sind, eine Dachantenne für den DVB-T-Empfang zur Verfügung zu stellen. Einzige Voraussetzung ist ein anderer Weg, dem Mieter Fernsehempfang zu ermöglichen. Dies kann beispielsweise auch kostenpflichtiges Kabelfernsehen sein. Also bleiben in den Gebäuden ohne Dachantennen – die in den Städten in der Mehrzahl sein dürften – nur kleine Zimmerantennen als Ausweg übrig. Wir haben uns ein paar dieser Kleinantennen genauer angesehen und ihre Empfangseigenschaften getestet.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1256436