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Wie schnell ist Ihr DSL?

15.10.2008 | 08:00 Uhr |

Welche Datenraten schafft Ihr DSL-Anschluss, und was bremst ihn? Mit unseren Tipps und Tools holen Sie gezielt das Beste heraus.

Die Werbung verspricht: „DSL mit bis zu 16.000 kBit/s“. Das maximale Tempo wird jedoch oft nicht erreicht. Betrug ist das nicht, denn „bis zu“ kann auch deutlich weniger sein. Dazu kommt, dass einige Provider Dienste mit hohem Transfervolumen gezielt drosseln. Ein Bit-Torrent-Download beispielsweise ist dann viel langsamer als der Download von einem Webserver.

Analysieren & Tunen: Nicht immer ist der Provider an schleppender Datenübertragung schuld. Es kann auch der Router zu schwach oder falsch eingestellt sein. Wir zeigen, wie Sie die tatsächliche Geschwindigkeit beim Download messen und die Ursachen für geringe Transferraten herausfinden können.

Analyse: Tempo mit Bordmittel testen
Für eine erste, einfache Diagnose genügt die Anzeige des DSL-Modems/Routers. Die weit verbreitete Fritzbox von AVM etwa zeigt unter „Erweiterte Einstellungen, DSL-Informationen“ auf der Registerkarte „DSL“ die Leitungskapazität an. Hier steht die bei Ihrer Telefonleitung physikalisch maximal verfügbare Übertragungsrate. Hinter „Aktuelle Datenrate“ sehen Sie, welche Geschwindigkeit tatsächlich erreicht wird – jeweils für den Up- und Download. Alle Werte sollten ungefähr den im Vertrag mit dem Internet-Provider versprochenen Datenraten entsprechen. Wenn hinter „Latenz“ etwas anderes als „0 ms“ oder „fast“ steht, kommen die Datenpakete aus dem Internet verzögert an. Für Downloads hat das keine Konsequenz. Nur bei zeitkritischen Online-Spielen führt eine höhere Latenz zu Problemen.

Leitungsqualität: Bei „Signal/Rauschabstand“ ist ein höherer Wert besser (mehr als 10 dB) und bei „Leitungsdämpfung“ ein niedriger (bei 16.000 kBit/s maximal 18 dB). Ist der Signal-Rauschabstand zu niedrig und/oder die Leitungsdämpfung zu hoch, kommt es zu Synchronisations-Problemen und Verbindungsabbrüchen. Ein Indiz dafür sind hohe Fehlerwerte hinter „CPE“ (Customer Premises Equipment) und „COE“ (Central Office Equipment). In diesem Fall verschieben Sie auf der Registerkarte „Einstellungen“ den Regler in Richtung „Sicher“. Auf einer schlechten beziehungsweise zu langen Leitung zwischen DSL-Modem und Vermittlungsstelle ist eine Verbesserung aber nur durch Reduzierung der Bandbreite möglich. Das macht die Verbindung stabiler, doch die Download-Geschwindigkeit sinkt dabei natürlich auch. Endgültig lässt sich dieses Problem nur mit einem Ausbau des Leitungsnetzes aus der Welt schaffen.

Tipp: Bei der heimischen Verkabelung sollten Sie darauf achten, dass das DSL-Modem möglichst nah am Telefonanschluss steht. Denn mangelhaft abgeschirmte Verlängerungskabel für die TAE-Dose erhöhen die Störanfälligkeit ebenfalls.

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