Internet zu langsam? Das hilft
DSL-TEMPO: Warum Sie zu wenig Bandbreite bekommen
Das maximal mögliche DSL-Tempo hängt unter anderem von der Länge und der Qualität der Leitung zwischen dem DSLAM des DSL-Anbieters in der Vermittlungsstelle und Ihrem DSL-Modem ab: Je länger dieser Zubringer, desto geringer ist die Bandbreite, die sich grundsätzlich erzielen lässt – denn die Leitung schwächt die Qualität des Datensignals. Daher sollte der DSL-Provider Ihnen eigentlich nur einen Tarif anbieten, der zu Ihrer Leitung passt.
Übertragungen auf anderen Leitungen stören die Signalqualität Ihres DSL-Anschlusses – Ihre Datenrate sinkt. Deshalb nutzen die meisten DSL-Anbieter für die Übertragung den Rate-Adaptive-Mode (RAM): Dabei handeln DSLAM und DSL-Modem bei jeder Synchronisation die beste Datenrate aus, die aktuell möglich ist. Das kann mehr sein, als Sie geordert haben – aber auch weniger. Verschlechtert sich die Signalqualität während der Übertragung, kann der DSLAM die Datenrate herunterregeln, um die Verbindung stabil zu halten. Ein anderes Verfahren – fixed rate – nutzt die Telekom noch bei DSL-Anschlüssen mit bis zu 6 MBit/s: Hier liefert die Leitung die versprochene Datenrate – aber auch nicht mehr. Welches Verfahren Ihr Provider verwendet, verrät Ihnen etwa die Fritzbox unter „Aushandlung“ im Menü „Erweiterte Einstellungen, Internet, DSL-Informationen, DSL“.
Nicht nur per DSL kommen Sie schnell ins Internet. Wenn Sie kein schnelleres oder sogar überhaupt kein DSL bekommen können, gibt es Alternativen – je nach Ausgangssituation.
| Paket Classic | Paket Comfort | Paket Deluxe | |
|---|---|---|---|
| Preis pro Monat | 12,90 Euro | 22,90 Euro | 32,90 Euro |
| Kabel Internet | Flatrate | Flatrate | Flatrate |
| Download-Geschwindigkeit | 6.000 Kbit/s | bis 31.12.2008 32 Mbit/s statt 20Mbit/s |
32 Mbit/s |
| Flat Telefonie | 3 Monate gratis | inklusive | inklusive |
| dt. Festnetz | 2,5 Ct./Min. | 0 Ct./Min. | 0 Ct./Min. |
| Preis ab 13. Monat | 19,90 Euro | 29,90 Euro | 29,90 Euro |
Übers Fernsehkabel ist derzeit eine Download-Rate von bis 32 MBit/s möglich. Diese Bandbreite bieten beispielsweise Kabel BW (www.kabelbw.de) in Baden-Württemberg für 50 Euro pro Monat und Unitymedia (www.unitymedia.de) in Hessen und Nordrhein-Westfalen für 55 Euro im Monat an. Im übrigen Bundesgebiet gibt es das Angebot von Kabel Deutschland (www.kabeldeutschland.de):
Mit dem Notebook und einem passenden UMTS-Modem können Sie per Mobilfunk überall online gehen. Datenraten auf DSL-Niveau bekommen Sie aber nur dort, wo die Mobilfunkanbieter bereits die schnelle UMTS-Variante HSDPA anbieten: Bei T-Mobile (www.t-mobile.de) und Vodafone (www.vodafone.de) sowie Moobicent (www.moobicent.de), die das Vodafone-Netz nutzen, gibt’s in einigen Großstädten bereits 7,2 MBit/s Download-Rate, ansonsten, etwa bei O2 (www.o2.de), bis zu 3,6 MBit/s. Bei E-Plus (www.eplus.de) und abseits des HSDPA-Ausbaus der anderen Mobilfunkanbieter lassen sich Daten nur per UMTS empfangen: Das maximale Tempo von 384 KBit/s liegt aber deutlich unter dem Niveau der meisten DSL-Anschlüsse. Alle Anbieter bieten auf ihrer Website Abfragen, mit denen Sie sich über die Verfügbarkeit und die Netzabdeckung informieren können.
Die Preise für eine Flatrate betragen je nach Anbieter 25 bis 40 Euro. Allerdings drosseln die Mobilfunker das Download-Tempo, wenn ein bestimmtes monatliches Datenvolumen überschritten wurde – meist 5 GB (bei O2 10 GB). Vorsicht: Die Surftarife der Mobilfunker gelten nur für die Datenübertragung – Telefonieren ist damit nicht möglich, auch VoIP und Videotelefonie schließen die Anbieter vertraglich aus.
Für Anwender, die kein DSL bekommen können oder auch ihre abgelegene Ferienwohnung mit Breitband versorgen wollen, bietet sich der Internet-Zugang per Satellit oder Wimax an. Beim Satelliten-DSL benötigen Sie keine zusätzliche Modem- oder ISDN-Verbindung fürs Senden der Daten mehr. Mit einem auch sendefähigen LNB laufen sowohl Down- als auch Upload über die Satellitenschüssel. Bei Anbietern wie Filiago (www.filiago.de), StarDSL (www.stardsl.de) oder Yato (www.yato.de), die über den Astra-2-Satelliten übertragen, gibt es Tarife mit 2 MBit/s Bandbreite ab rund 80 Euro pro Monat. Die notwendige Hardware kostet etwa 300 Euro, lässt sich aber auch mieten. Je nach Vertragsdauer werden rund 10 Euro monatlich fällig.
Internet-Zugang über die Funktechnik Wimax gibt es in Deutschland kaum. Allerdings kommen Anbieter wie Deutsche Breitbanddienste (www.maxxonair.de, verfügbar etwa in Dresden, Leipzig, Magdeburg), Televersa (www.televersa.de, verfügbar in Niederbayern) und Neckarcom (www.neckarcom.de, verfügbar im Raum Ulm) als regionale DSL-Alternative in Frage: Flatrate-Tarife mit bis zu 2 MBit/s Download-Tempo kosten zwischen 20 und 40 Euro.

