DSL-Check und -Tuning
DSL in 5 Minuten tunen
Stutzig wird man erst dann, wenn sich Downloads ewig hinziehen oder Web-Videos während der Widergabe stocken. Kommt dies nur gelegentlich und immer bei den gleichen Websites vor, ist der Fall ziemlich eindeutig: Der jeweilige Server ist nicht schnell genug ans Internet angebunden. Wenn das Problem aber bei allen Sites auftritt, ist eine Bestandsaufnahme angesagt. Über einen Blick auf die Status-Seite Ihres Routers und einen Geschwindigkeits-Check stellen Sie fest, wie stark die Abweichung von der bestellten Geschwindigkeit tatsächlich ist. Die Information, welcher Provider der Schnellste ist beziehungsweise am ehesten das liefert, was er verspricht, finden Sie in der Tabelle am Ende dieser Seite. Basis sind die Durchschnittswerte der Nutzer des Geschwindkeitstests www.speedmeter.de.
Die Gründe für eine zu geringe Geschwindigkeit können vielfältig sein. Auf Platz eins der möglichen Ursachen: eine zu lange Leitung – genauer gesagt, die Länge der Kupferdoppelader (TAL) von der Anschlussdose bis zur Vermittlungsstelle. Als eine andere Problemquelle auf Seiten des Providers kommt in Frage, dass die Technik in der Vermittlungsstelle nicht auf neuestem Stand ist. Die meisten anderen Gründe liegen auf Seiten des Anwenders. Dazu zählen: falsche Konfiguration, defekte oder veraltete Hardware oder schlicht zu hohe Erwartungen. Was sich hinter den einzelnen Punkten genau verbirgt und was Sie tun können, um Ihrem Anschluss Beine zu machen, erfahren Sie im folgenden.
Um herauszufinden, ob Ihnen die Internet-Verbindung nur langsam vorkommt oder ob sie es tatsächlich ist, sollten Sie einen Geschwindigkeitstest durchführen. Es gibt davon mehrere im Web, die alle nach dem gleichen Prinzip arbeiten. Ein kleines Javascript oder eine Flash-Anwendung fordert Daten von einem Server des Testdienstes an. Dieser ist optimalerweise mit Höchstgeschwindigkeit ans Internet angebunden, damit er auch bei vielen gleichzeitigen Zugriffen immer schneller ist als die Zugänge der Anwender.
Das Script oder die Flash-Anwendung misst, mit welcher Geschwindigkeit die Daten angekommen sind und zeigt den Wert an. Es folgt ein Upload-Test, bei dem die Daten zum Server zurückgesendet werden und auch hierbei das Tempo ermittelt wird. Da in Deutschland fast ausschließlich asynchrones DSL (ADSL) zum Einsatz kommt, bei dem der Downstream ein Vielfaches des Upstreams ist, unterscheiden sich die Werte auch im Test entsprechend extrem. Ein ADSL-Anschluss mit bis zu 16.000 KBit/s im Download bietet Provider-abhängig zwischen 640 KBit/s und 1024 KBit/s im Upload. Bei DSL 2000 sind es im Upload normalerweise 192 KBit/s.
Bevor es mit unserem Tempotest losgeht, sollten Sie sich die Auftragsbestätigung zu Ihrem DSL-Anschluss heraussuchen, aus der hervorgeht, wie hoch die Geschwindigkeit eigentlich sein sollte. Achten Sie auch auf das Kleingedruckte. „Bis zu 16.000 KBit/s“ bedeutet, dass es durchaus auch weniger sein dürfen. Und unter einer Angabe wie „DSL 1000“ steht manchmal noch kleingedruckt „Variante mit bis zu 384 KBit/s“. Das hat mit den abgestuften Anschlussvarianten zu tun. Jetzt geht es erst einmal an die Messung der Bandbreite. Wir empfehlen den Geschwindigkeitstest www.speedmeter.de – weil er auch objektiv betrachtet sehr zuverlässige Ergebnisse liefert. Das liegt zum einen daran, dass die Server mit jeweils 1 GBit/s ans Internet angebunden sind. Somit lassen sich auch sehr schnelle Zugänge wie VDSL mit 50 MBit/s exakt messen. Zum anderen kommt ein sehr präzises Messverfahren zum Einsatz. Um mögliche Unregelmäßigkeiten bei Ihrem Anschluss zu analysieren, sollten Sie den Test an mehreren Tagen zu unterschiedlichen Tageszeiten und nach Möglichkeit auch von einem weiteren PC aus durchführen. Wichtig ist, dass Ihr PC für den Test per Netzwerkkabel an den Router angeschlossen ist und nicht per WLAN, da die Geschwindigkeit in Funknetzen stark schwanken kann.



