09.05.2011, 15:15

Daniel Behrens

Versteckte Fritzbox-Einstellungen nutzen

DNS-Server in der Fritzbox ändern (I)

DNS-Server übersetzen Web-Adressen wie www.pcwelt.de in die dazugehörige IP-Adresse, zum Beispiel 62.146.91.230. Das ist nötig, weil Internet-Datenpakete nur anhand der numerischen IP-Adresse zugeordnet und transportiert werden können.
Sie bekommen davon normalerweise gar nichts mit, da sich das Betriebssystem darum kümmert, den DNS-Server zu befragen. Auf welchen es dabei zugreifen soll, erfährt es vom Router, in unserem Beispiel der Fritzbox. Der Router erhält seinerseits die Adresse eines DNS-Servers bei der Einwahl vom Provider zugewiesen.
Es steht Ihnen aber frei, einen beliebigen anderen DNS-Server zu nutzen. Gründe dafür gibt es einige. Zum Beispiel stand lange Zeit im Raum, dass die Bundesregierung die Provider zwingen wollte, den Zugang zu bestimmten Web-Seiten zu blocken. Diese Sperre sollte über DNS-Sperrlisten umgesetzt werden. Die Funktionsweise: Wer eine Web-Adresse eintippt, die auf einer schwarzen Liste steht, wird protokolliert und erhält eine falsche IP-Adresse zurückgeliefert. Über ausländische DNS-Server lassen sich solche Sperren umgehen.
Hin und wieder kommt es auch vor, dass DNS-Server der Provider überlastet sind und zu lange benötigen, um eine Antwort zu liefern. Gerade bei umfangreichen Websites, bei denen der Browser die Inhalte von mehreren Web-Servern abrufen muss, verzögert sich in einem solchen Fall der Seitenaufbau spürbar.
Der nächste Grund betrifft die Sicherheit. Nicht jeder DNS-Server ist ausreichend gegen Angriffe geschützt. Sollte ein Angreifer eine Schwachstelle entdecken, könnte er beliebte Web-Adressen auf gefährliche Malware-Seiten oder auf nachgebaute Online-Banking-Seiten, die Zugangsdaten abfischen, umleiten.
Für solche und ähnliche Fälle gibt es öffentliche DNS-Server. Der von OpenDNS.com hört zum Beispiel auf die IP-Adressen 208.67.222.222 und 208.67.220.220. Auch Google betreibt öffentliche DNS-Server - und zwar unter den Adressen 8.8.8.8 und 8.8.4.4. Google wirbt damit, dass sein DNS-System besonders sicher, also besonders gut gegen Angriffe geschützt sei. Auf der anderen Seite könnte Google mit seinem DNS-Angebot aber auch die Absicht verfolgen, zu protokollieren, welche Web-Seiten besonders häufig aufgerufen werden.
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