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Corefig - Core Configurator für Windows Server 2012 und Hyper-V Server 2012

09.10.2013 | 11:11 Uhr |

Die mit Windows Server 2008 eingeführte schlanke Installationsvariante Server Core vermeidet den Ballast eines kompletten Desktops. Das mindert den Ressourcenverbrauch und die Angriffsfläche für Attacken. Die spartanische Oberfläche erschwert jedoch das Management an der Server-Konsole, so dass hier einige Tools einspringen. Der unter Server 2008 R2 beliebte Core Configurator hat mit dem kostenlosen Corefig einen Nachfolger erhalten, der mit Windows Server 2012 kompatibel ist.

Server Core lässt sich ebenso wie eine vollständige Installation von Windows Server weitergehend remote verwalten. Einige Aufgaben im Rahmen der Basiskonfiguration erledigt man jedoch häufig an der Server-Konsole, beispielsweise den Beitritt zu einer Domäne, das Aktivieren des Remote-Managements inklusive Firewall-Einstellungen oder das Zulassen von RDP-Verbindungen .

Magere Ausstattung mit sconfig

Für diese grundlegenden Konfigurationstätigkeiten liefert Microsoft ein simples textbasiertes Tools namens sconfig mit. Wer jedoch darüber hinausgehen möchte und ein grafisches Werkzeug benötigt, mit dem er beispielsweise Treiber und Software installieren, Rollen und Features hinzufügen oder das Netzwerk konfigurieren will, der findet in Corefig eine entsprechende Alternative.

Zu seinen Funktionen zählen:

  • Umbenennen des Servers und Beitritt zu einer Domäne

  • Verwaltung von Rollen und Features

  • Steuerung von Diensten

  • Konfiguration von Remotedesktop und WinRM

  • Windows Update aktivieren oder deaktivieren

  • Einstellungen für Bildschirm Tastatur, Zeit und Datum ändern

  • Regeln für die Windows-Firewall aktivieren

  • Installation von Treibern und Programmen

  • Netzwerk-Konfiguration (inklusive Proxy-Einstellungen)

  • Freigaben verwalten

  • Server mit iSCSI-Storage verbinden

  • Virtuelle Maschinen starten und stoppen

  • Eingabe von Lizenzschlüsseln und Aktivierung des Systems

Besonders interessant ist Corefig für die Verwendung unter Hyper-V Server 2012, und zwar nicht nur, weil man damit VMs starten und beenden kann. Es handelt sich dabei um einen Windows Server, der auf die Hyper-V-Rolle beschränkt ist. Im Gegensatz zum Vollprodukt, das auf eine leichtgewichtige GUI (Minimal Server Interface) umschalten und dort den Server Manager bereitstellen kann, bietet Hyper-V Server 2012 praktisch nichts außer cmd.exe und PowerShell.

Keine Installation erforderlich

Corefig liegt als eine Sammlung von PowerShell-Scripts vor, die über die Datei Start_Corefig.wsf aufgerufen werden. Der Download erfolgt entweder als ZIP-Archiv oder als ISO-Image. Das komprimierte Format hat den Nachteil, dass es von Server Core erst entpackt werden kann, nachdem man Unzip-Tools für die Kommandozeile installiert hat .

Läuft Server Core in einer virtuellen Maschine, dann ist es einfacher, die ISO-Datei als DVD zu mounten. Nachdem Corefig keine Installation erfordert, kann man es in diesem Fall direkt vom virtuellen DVD-Laufwerk starten.

Corefig ist wie sein Vorgänger Core Configurator ein Open-Source-Tool. Es liegt derzeit in der Version 1.1 vor. Sie kann kostenlos von Codeplex heruntergeladen werden .

Der Artikel stammt von Windowspro.de.

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