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Copyright-Klagen der RIAA: P2P-User flüchten

01.10.2003 | 16:13 Uhr |

Die Copyright-Klagen der Musikindustrievertretung Recording Industry Association of America (RIAA) gegen US-amerikanische Internet-Surfer zeigen offensichtlich Wirkung: Nach Erhebungen von Nielsen/Netratings hat sich die Besucherzahl bei Kazaa in den vergangenen drei Monaten um 41 Prozent reduziert.

Die 261 Copyright-Klagen der Musikindustrievertretung Recording Industry Association of America (RIAA) gegen US-amerikanische Internet-Surfer zeigen offensichtlich Wirkung. Nach Erhebungen von Nielsen/Netratings hat sich die Besucherzahl bei Kazaa in den vergangenen drei Monaten um 41 Prozent reduziert, berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Nielsen hat für seine Berechnung zwei Wochen des Jahres 2003 miteinander verglichen: Zum einen die am 29. Juni 2003 beendete, zum anderen diejenige, die am 21. September ablief. Im Vergleich der Juni- mit der September-Woche fiel die Zahl der Visits auf der Kazaa-Website um 41 Prozent. In nackten Zahlen: Besuchten im Juni noch 6,5 Millionen Internet-Surfer und Musiktauschwillige die Site, waren es im September nur mehr 3,9 Millionen.

Weniger spektakulär aber immer noch spürbar war der Rückgang der Visits bei Morpheus. Im selben Vergleichszeitraum sank hier die Besucherfrequenz von 272.000 auf 261.000 Besucher.

Hintergrund: Die RIAA hatte am 8. September 2003 Copyright-Klagen gegen 261 Internetsurfer eingereicht, die widerrechtlich Musiktitel von einer der verschiedenen File-sharing-Services auf ihre Rechner heruntergeladen und diese Songs dann auch noch weiter verbreitet hatten. Mit 64 Surfern hatte die RIAA Einigungen erzielen können, deren Konditionen allerdings nicht bekannt gegeben wurden. Gegen zwölf dieser Surfer hatte die RIAA dabei noch gar keine Klage angestrengt.

RIAA einigt sich außergerichtlich mit 64 P2P-Nutzern (PC-WELT Online, 30.09.2003)

Kazaa verklagt RIAA wegen Urheberrechtsverletzung (PC-WELT Online, 29.09.2003)

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