Das richtige Content-Management-System für Ihre Website
Wer mehr als nur ein paar wenige Seiten im Internet veröffentlichen möchte, verwendet dafür ein Content-Management-System (CMS). Es gibt für jeden denkbaren Anwendungsbereich kostenlose und kommerzielle Lösungen. PC-WELT zeigt Ihnen, wie Sie das richtige CMS finden und was Sie dabei beachten müssen.
Es gibt Dutzende von Content-Management-Systemen - entweder kostenlos als Open Source oder als kommerzielle Software. Da scheint es schwer zu sein, das richtige CMS zu finden. Sieht man sich den Markt aber genauer an, gibt es nur wenige Redaktions-Systeme, die wirklich eine große Verbreitung haben wie beispielsweise WordPress, Joomla, OpenCMS, Drupal oder Typo3. Das hat einerseits mit der Qualität dieser Content-Management-Systeme zu tun, andererseits beschleunigt die Anzahl der Installationen auch die Entwicklung. Für ein Redaktionssystem mit einer großen installierten Basis lohnt es sich für die Entwickler eher Erweiterungen zu programmieren als für ein Nischen-Produkt. Bekannte CM-Systeme versammeln auch eine entsprechend große Community um sich. Der Benutzer findet dadurch schneller Unterstützung im Internet und meist auch eine ausführliche Dokumentation.
Begriffsklärung: Content-Management-System (CMS)
Sinngemäß übersetzt bedeutet Content-Management-System so viel wie Inhaltsverwaltungssystem. Einige Anbieter oder Programmierer unterscheiden aber nach Aufgaben und nennen Ihre Programme Redaktionssystem, Blog-System, Wiki oder Media Publishing System. Welcher Inhalt genau verwaltet wird, ist aber eigentlich nicht wichtig. Wir verwenden CMS daher in diesem Artikel in seiner allgemeinen Bedeutung ohne Rücksicht auf den verwalteten Inhalt oder die Form der Darstellung.
Content-Management-System mit Plugins erweitern
Die wichtigsten Content-Management-Systeme eignen sich im Prinzip für jeden Einsatzzweck. Das liegt daran, dass es sich nicht um monolithische Software handelt, sondern um Frameworks. Das CMS stellt Basisfunktionen für die Inhalts- und Benutzerverwaltung bereit. Alles andere wird über Erweiterungen („Plugins“, "Komponenten", "Module") realisiert.Viele dieser CMS-Erweiterungen sind als Open-Source frei zugänglich, andere kosten etwas und können, je nach Komplexität, auch schon mal richtig teuer werden.
Grundlegende Funktionen eines CMS
Alle größeren Content-Management-Systeme bieten ungefähr denselben Funktionsumfang, etwa einen WYSIWYG-Editor, Vorschaufunktion, Mandantenfähigkeit, Mehrsprachigkeit und die Verwaltung von Benutzerrechten. Die größten Unterschiede sind in der Benutzerführung und der Komplexität der Bedienung zu finden. Einige Systeme erschließen sich eher intuitiv, bei anderen sorgt erst ein Blick in die Hilfe für die nötige Klarheit.
Wer sein CMS nicht selbst installieren und warten möchte, dem stehen zahlreiche kommerzielle CMS-Lösungen zur Verfügung. Daneben gibt es viele Anbieter, die auch Support für das gewünschte Open-Source-CMS leisten. Auch viele Hoster haben inzwischen erkannt, dass One-Click-Installationen für Kunden einen Mehrwert darstellen und bieten die Möglichkeit der serverseitigen Installation eines Open-Source-CMS ohne Fachwissen beim Kunden.
Das optische Erscheinungsbild eines CMS basiert auf dem Layout und dem Design und ist nicht selten ausschlaggebend bei der Wahl eines Systems. Grundsätzlich lassen sich jedoch nahezu alle Redaktionssysteme mit Themes und Templates an die individuellen Bedürfnisse anpassen. Entweder durch mitgelieferte Alternativen zum Basisdesign oder durch den Einbau der fast zahllosen Designs von darauf spezialisierten Anbietern.
CMS- und Server-Auswahl
Welches Content-Management-System die richtige Wahl für einen bestimmten Benutzer oder einen bestimmten Anwendungsbereich ist, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Das sind beispielsweise die Systemvoraussetzungen, die vom System verwendete Programmier- oder Scriptsprache, die Anpassbarkeit, die Anzahl und Funktionen der Erweiterungen/Themes, die Dokumentation sowie die Unterstützung durch die Community oder durch Support-Firmen.
Die meisten Content-Management-Systeme sind in der
Script-Sprache PHP programmiert. Durch die große Verbreitung von PHP findet man hier leicht Unterstützung im Internet oder Firmen, die bei der Einrichtung und Anpassung helfen. Aber auch Python, Perl, Ruby, .Net oder Java kommen häufig zum Einsatz. Auf Seiten der Datenbank ist vor allem mySQL die Software der freien Redaktionssysteme. mySQL ist Open-Source und über Tools wie die ebenfalls kostenlose Software
phpMyAdmin auch für Anfänger schnell zu erlernen und komfortabel zu bedienen.
Für private Benutzer, die eine preiswerte Hosting-Lösung gewählt haben, stehen meist nur wenige Systeme zur Auswahl, etwa
Wordpress und
Joomla. Wer dagegen einen Server gemietet hat, kann darauf ein beliebiges CMS installieren. Viele Anwender entscheiden sich hier für einen preisgünstigen Linux-Server. Ein Windows-Server ist meist etwas teurer und auf ihm lässt sich nicht ohne weiteres die gesamte Palette der Open-Source-CMS installieren. Windows-Server werden daher von Nutzern bevorzugt, die in der gewohnten Windows-Umgebung arbeiten oder Microsoft-Produkte wie Sharepoint Server zusammen mit einer Microsoft Infrastruktur verwenden wollen. In diesem Artikel stellen wir vor allem CMS vor, die auf Linux-Servern laufen.
Die Plugin-Verwaltung von Wordpress
Die Plugin-Verwaltung von Wordpress.
Die Plugin-Verwaltung von Wordpress
Die Plugin-Verwaltung von Wordpress.
Trefferliste
Wenn Sie nach einem Plugin suchen, liefert Ihnen Wordpress binnen weniger Sekunden eine ausführliche Trefferliste.
Plugin installieren
Zu jedem Plugin liefert Ihnen Wordpress detaillierte Informationen. Wenn Sie jetzt auf den Installieren-Button klicken, beginnt die Installation.
Akismet
Der Klassiker unter den Spamschützern. Schützt vor Kommentar- und Trackback-Spam. Askimet ist bereits nach der Installation von Wordpress vorhanden. Ein kostenlos erhältlicher WordPress.com API key ist Voraussetzung.
Antispam Bee
Weiteres Spamschutz-Plugin für Kommentare
Chunk Urls for WordPress
Kürzt lange Links in Kommentaren ab und rettet so das Design.
Get Recent Comments
Zeigt Auszüge der neuesten Kommentare und Trackbacks zu Artikeln an.
Google Analytics
Google Analytics ist ein leistungsfähiges Tool, um die Zugriffe auf Ihr Weblog übersichtlich darzustellen und nach verschiedenen Kriterien auszuwerten. Am einfachsten lässt sich Google Analytics via passendem Plugin in Ihr Weblog integrieren. Wenn Sie dagegen unabhängig von den Plugins bleiben wollen (weil diese beispielsweise bei einem größeren Wordpress-Update nicht immer sofort mitaktualisiert werden und dann vielleicht zeitweise nicht nutzbar sind), dann fügen Sie den Code von Google Analytics selbst ein. Legen Sie wie gehabt ein Konto bei an und kopieren Sie den dabei generierten Javascriptcode mittels Copy&Paste in das Verzeichnis wp-content/themes/IhrThemeName in die footer.php-Datei vor dem schließenden Body-Tag. Speichern Sie diese Datei. Nach spätestens 24 Stunden sollten Sie über das Google-Analytics-Frontend die ersten Daten für Ihr Wordpress-Blog bekommen, erfahrungsgemäß liegen die ersten Werte sogar schon früher vor.
Google XML Sitemaps
Zusätzlicher Spamschutz, bei dem eine Rechenaufgabe gelöst werden muss. Daran sollen automatisierte Spam-Skripte scheitern und sich auch nicht deutsch sprechende Spammer aus Billiglohnländern, die von Hand Spam in Foren und Weblogs eintragen, die Zähne ausbeißen.
Math Comment Spam Protection Plugin
http://sw-guide.de/wordpress/plugins/math-comment-spam-protection/
NextGen Gallery
Fotogalerie-Plugin mit Flash-basierter Diashow
Piwik Analytics
ist eine Alternative zu Google Analytics.
Simple Tags
Zur Verwaltung der Tags
TweetMeme Button
Vereinfacht das re-tweeten.
Twitter It!
Mit diesem Plugin können Sie direkt aus Wordpress heraus einen Eintrag twittern, vorausgesetzt Sie besitzen einen Twitter-Account.
WordPress Database Backup
Erstellt automatische Backups Ihrer MySQL-Wordpressdatenbank). Regelmäßige Backups sind unverzichtbar
Wordpress Video Plugin
Damit lassen sich Videos von diversen Videoportalen wie beispielsweise youtube einbinden.
WP-CleanUmlauts
Wandelt deutsche Umlaute suchmaschinengerecht um. Aus ä,ü,ö und ß werden also ae, ue, oe und ss.. Ersetzt faktisch das nicht mehr weiter entwickelte .
WP-Polls
Plug-In für Umfragen
WP-PostViews
Zeigt an, wie oft Postings und Seiten aufgerufen werden.
WP-UserOnline
Zeigt an, wer gerade Ihr Webblog besucht.
wpSEO-Plugin
Plugin zur Suchmaschinenoptimierung. Unter anderem lassen sich damit Metatags und Titel bearbeiten.
Alle in diesem Artikel erwähnten Open-Source-CMS können Sie übrigens über die Website
openSourceCMS ausprobieren und sich so selbst einen ersten Eindruck verschaffen. Sie haben hier auch Zugriff auf die Administrations-Oberflächen und können testweise eigene Seiten erstellen.
| |
Wordpress |
Joomla! |
CMS Made Simple |
| Programmiersprache |
PHP |
PHP |
PHP |
| Datenbank |
MySQL |
MySQL |
MySQL, PostgreSQL |
| Modulangebot |
Sehr Hoch |
Hoch |
Sehr gering |
| Rechtesystem |
Weniger ausführlich |
Weniger ausführlich |
Einfach |
| Anpassungs-Aufwand |
Gering |
Mittel |
Gering |
| Lernaufwand für den Benutzer |
Gering |
Gering |
Gering |
| Einsatzbereich |
Kleine Unternehmen-Website, Blog. |
Kleines Unternehmensportal, Kleine Unternehmens-Website. |
Kleine Unternehmens-Website, Private Website |
| |
CMSimple |
Drupal |
Typo3 |
| Programmiersprache |
PHP |
PHP |
PHP |
| Datenbank |
keine Datenbank nötig |
MySQL, PostgreSQL |
MySQL, PostgreSQL, Oracle DB |
| Modulangebot |
Sehr gering |
Sehr hoch |
Relativ hoch |
| Rechtesystem |
Nicht vorhanden |
Ausgefeilt |
Ausgefeilt |
| Anpassungs-Aufwand |
Gering |
Hoch |
Relativ hoch |
| Lernaufwand für den Benutzer |
Gering |
Mittel |
Hoch |
| Einsatzbereich |
Private Website |
Community, Unternehmens-portal, Intranet, |
Großes Unternehmens-portal, Intranet |
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