06.06.2012, 14:14

Michael Schmelzle

Messe-Trends

Computex-Highlights 2012

IT-Klassentreffen in Taiwan: Computex 2012

Windows 8, Ultabooks, Thunderbolt und der Wettstreit zwischen den Branchengrößen Intel, AMD und Nvidia sind die Leitmotive der Computer-Messe Computex 2012.
Auf der Computex 2012 ist ein Thema in aller Munde: Ob trendige Tablets, gertenschlanke Ultrabooks oder stylische All-In-One-PCs - viele Hersteller haben bereits Modelle mit dem Windows 8 Release Preview am Start. Die Branche verspricht sich durch die Kombination aus berührungssensitivem Bildschirm und Metro-Oberfläche attraktive Kaufanreize für die schwindende (mobile) Windows-Kundschaft, träumt aber auch von völlig neuen Zielgruppen.
Mit "Ivy Bridge" hat Intel seine dritten Core-Prozessor-Generation inklusive Chipsatz-Serie 7 schon in Stellung gebracht - auch zur großen Freude der Hauptplatinen-Hersteller, die in Taiwans Hauptstadt ein Modell-Feuerwerk abbrennen dürfen. Zum Start der Computex präsentiert der Chipriese nun besonders energieeffiziente ULV-Prozessoren (Ultra Low Voltage) für Ultrabooks. AMD kontert den Plattform-Wettstreit mit Trinity. Die neue APU-Generation (Accelerated Processing Unit) kombiniert die moderne Bulldozer-CPU-Architektur mit DirectX-11.1-Grafikkernen der Radeon-Baureihe HD 7000 und ist für Ultrathins konzipiert - Ultrabooks mit AMD-Prozessor!

Windows 8 Tablets

Tablets mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows 8 stellen beispielsweise Asus, Acer, Dell, Lenovo und Samsung vor. Die Geräte basieren entweder auf den neuen Intel-Prozessor der dritten Core-Generation wie das Samsung Series 7 Hybrid PC. Oder sie setzen auf den stromsparenden Dual-Core Intel Atom Z2760 wie etwa das Acer Iconia W510 und W700 oder das Asus Tablet 810.
In vielen neuen Tablets schon drin ist Nvidia mit seinen Tegra-Chips. So dürfte ein Großteil der Android-4-Spitzenmodelle mit dem bereits vorgestellten Tegra 3 arbeiten. Dank Windows RT, der ARM-kompatiblen Version von Windows 8, kann nun auch Nvidia in die Windows-Welt der Tablet-PCs vordringen, zum Beispiel im Asus Tablet 600

Android 4 Tablets

Gleich zum Messestart stellt ViewSonic eine Touch-Display mit Android 4 vor. Acer bringt gleich drei Modelle mit Tegra 3. Das Topmodell Acer Iconia Tab A700 löst auf einem 10,1-Zoll-Display in Full HD auf. Die üppige Rechenleistung liefert die 1,3 GHz schnelle Quad-Core-Version des Tegra 3. Im Acer Iconia Tab A210 steckt ebenfalls der Vierkerner von Nvidia, läuft allerdings nur mit 1,2 GHz. Und das 10,1-Zoll-Display arbeitet nur mit einer Auflösung von 1280  x 800 Bildpunken. Für Einsteiger ist das Acer Iconia Tab A110 gedacht, das auf einem 7-Zoll-Bildschirm 1024 x 600 Pixel auflöst und die Dual-Core-Version eines 1,2 GHz schnellen Tegra 3 nutzt. 

Ultrabooks

Für die schlanken Lifestyle-Notebooks bietet Intel mit dem Ivy Bridge nun auch eine adäquate Plattform an, mit der die Hersteller in kleines Volumen große Leistung packen können. Das wohl auffälligste Ultrabook ist das Asus Taichi, das im Display-Deckel einen zweiten Full-HD-Bildschirm besitzt. Der ist berührungssensitiv und übernimmt so die Funktion eines Tablets. Ob der Design-Prototyp tatsächlich auf den Markt kommt ist noch ungewiss.
Noch flexibler präsentiert sich das Asus Transformer Book, bei dem sich der Bildschirm gleich ganz vom Notebook lösen lässt und dann als Tablet-PC fungiert. Das "Convertible-Notebook" soll mit IPS-Display mit Bilddiagonalen von 11,6, 13 und 14 Zoll erhältlich sein. Alle Varianten lösen in Full-HD auf.
Das breiteste Ultrabook ist das Toshiba Satellite U840W, das über ein 14,4-Zoll-Display eine Auflösung von 1792 x 768 Punkte im 21:9-Cinemascope-Format ansteuert. Im Ultra-Breitformater sind zwei vergleichsweise starke Lautsprecher eingebaut. Das U840U rechnet mit den besonders energieeffizienten ULV-Prozessoren zu Preisen ab 1400 Euro. Hinzu kommt das 13,3-Zoll-Ultrabook Toshiba Portege Z930. Ebenfalls auf Windows 7 vertrauen das Fujitsu Lifebook UH572 und U772.
Das leichteste 11,6-Zoll-Ultrabook der Welt soll das Gigabyte X11 sein. Es bringt rund ein Kilogramm auf die Waage und hüllt sich in ein besonders robustes Gehäuse aus Formel-1-erprobtem kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. 
Hinter dem 13,3-Zoll-Touchscreen versteckt das MSI Slider S20 seine ausfahrbare Tastatur. Das Windows-8-Ultrabook mit 13,3-Zoll-Bildschirm ist funktionell ein Zwitterwesen aus Notebook und Tablet.
Auf Windows 8 und einen berührungssensitiven 13,3-Zoll-Bildschirm setzt auch das Samsung Series 5 Ultra Touch. Das Ultrabook ummantelt der Hersteller mit einer einteiligen Hülle aus gebürstetem Metall. Im gleichen Gewand kommt das Samsung Series 5 Ultra Convertible daher, das sich dank 180-Grad-Drehung des Displays flugs in einen Tablet-PC verwandeln lässt. 
Von der 5er-Serie gibt es auch Varianten mit Trinity-CPUs: Das Samsung NP535U3C mit 13,3-Display vertraut dem AMD A6-4455M, im 14-Zoll-Modell ist der Vierkerner AMD A10-4655M. Die zwei Ultrathins von Samsung laufen allerdings (noch) mit Windows 7.

All-In-One-PCs

Eigentlich ist der Asus Transformer AiO ein 18,4-Zoll-Bildschirm-PC für Windows 8. Allerdings lässt sich das Full-HD-Display aus dem Standfuß herausnehmen. Dann startet das Android-Betriebssystem und der Touch-Bildschirm des Transformer AiO verwandelt sich in einen riesigen, aber auch recht schweren Tablet-PC, der übrigens auch als Fernbedienung des Windows-8-Rechners im Standfuß fungieren kann.
Der schwenkbare 27-Zoll-Bildschirm des All-In-Ones Acer Aspire 7600U wertet 64 Berührungen gleichzeitig aus, und lässt sich so von mehreren Menschen parallel bedienen. Ebenfalls mit großem 27-Zoll-Bildschirm - allerding nur mit 10-Punkt-Touch-Technik - geht der MSI Wind Top AE2712 an den Start. Beide All-In-Ones sind für Windows 8 konzipiert und verbauen Intels Core-Prozessoren der dritten Generation sowie die mobile Nvidia-Grafiklogik Geforce GT 650M. 
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