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Computer überwachen mit Freeware

12.10.2013 | 08:45 Uhr |

Mit dem kostenlosen Tool Growl können Sie Ihren Computer und eine ganze Reihe Programme und Web-Dienste überwachen. Die Freeware informiert Sie über fertige Downloads, neue Mails oder Facebook-Nachrichten und sogar anstehendes Regenwetter.

Clevere Software und leistungsstarke Hardware machen PCs zum Info- und Mediencenter mit schier endlosen Möglichkeiten. Je mehr Sie jedoch Ihren PC ausreizen, desto schwieriger wird es, dabei die Übersicht zu behalten.

Computer überwachen: Growl als virtueller Bote

Das kostenlose englischsprachige Tool „ Growl for Windows “ ist eine Art virtueller Bote, der sich immer dann bei Ihnen meldet, wenn auf dem PC etwas passiert: Sobald Downloads abgeschlossen sind, Freunde etwas bei Facebook posten oder der Festplattenplatz eng wird - der persönliche Nachrichtendienst läuft unauffällig im Hintergrund und erstattet mit dezenten Hinweisen zuverlässig Meldung. Sie können dabei zwischen verschiedenen grafischen Einblendungen und akustischen Benachrichtigungen wählen. Es ist sogar möglich, sie per E-Mail weiterzuleiten oder sie an einen anderen Computer zu schicken. Oder Sie lassen ereignisgesteuert ein Tool oder ein Script starten. Die nötigen Infos erhält Growl von kompatiblen Programmen oder über Plug-ins.

Growl-Integration: Für die meisten Programme und Online-Dienste benötigen Sie ein (kostenloses) Plug-in.
Vergrößern Growl-Integration: Für die meisten Programme und Online-Dienste benötigen Sie ein (kostenloses) Plug-in.

Anwendungs-Beispiele: Das alles kann Growl

Growl wurde ursprünglich für den Mac entwickelt, für die Windows-Version ist die Liste der unterstützten Software bisher noch nicht besonders umfangreich. Bevor wir Ihnen auf der nächsten Seite die Installation und Konfiguration von Growl für Windows erklären, geben wir einen Überblick über einige Einsatzbereiche  des Tools, stellen Plug-ins vor und geben Tipps dazu. Weitere finden Sie unter www.growlforwindows.com im Bereich „Apps“.

PC-Status überwachen:System Monitor for Growl “ erstattet zuverlässig Bericht, wenn zum Beispiel der Platz auf bestimmten Laufwerken knapp wird, die Batterie vom Notebook zur Neige geht, USB-Geräte angeschlossen beziehungsweise abgesteckt werden oder die Netzwerkverbindung Probleme macht. Auch ein Server-Monitor ist enthalten, der Alarm schlägt, wenn ein Server nicht mehr erreichbar ist. Nach der Installation rufen Sie den „System Monitor Configurator“ über das Startmenü auf und fügen über „Add new monitor“ die gewünschten Überwachungs-Module hinzu. Im Fenster „MonitorNotifierSelectorForm“ wählen Sie „Growl Notifier“. Anschließend klicken Sie sich in der Explorer-Ansicht des „System Monitor Configurator“ unter „Monitors“ zu den „Settings“ der neu hinzugefügten Überwachungs-Module durch und setzen die gewünschten Einstellungen. Im Anschluss starten Sie „System Monitor“ während Growl im Hintergrund läuft. Dadurch wird System Monitor zu der „Applications“-Liste in Growl hinzugefügt.

Soziale Netzwerke im Blick: Auch über Neuigkeiten aus Ihren sozialen Netzen hält Sie Growl auf dem Laufenden. Das Plug-in Facebook Growler meldet Status-Updates von Freunden, das Eintreffen neuer Nachrichten und Posts auf Ihrer Chronik. Nach der Installation und dem Start von Facebook Growler klicken Sie in dessen Programmfenster auf „Login“ und geben Ihre Facebook-Benutzerdaten ein, um die Anwendung mit Ihrem Facebook-Konto zu verknüpfen. Außerdem wählen Sie aus, über welche Art von Neuigkeiten Sie informiert werden möchten und ob das Plug-in zusammen mit Windows starten soll.
Ähnlich komfortabel funktioniert das auch mit Twitter: Mit Trowl können Sie mehrere Accounts überwachen, Tweets filtern und weiterleiten. Trowl benötigt die Laufzeitumgebung Microsoft .NET ab Version 4 . Auch Skype-Ereignisse verpassen Sie nicht mehr: Über Nachrichten und Anrufe setzt Sie das Growl-Plug-in Skowler in Kenntnis und leitet Ihnen Chats weiter.

Virtueller Bote: Das kostenlose Tool Growl informiert sie, wenn bestimmte Ereignisse auftreten, zum Beispiel bei Facebook, Skype, in RSS-Feeds oder beim System-Status.
Vergrößern Virtueller Bote: Das kostenlose Tool Growl informiert sie, wenn bestimmte Ereignisse auftreten, zum Beispiel bei Facebook, Skype, in RSS-Feeds oder beim System-Status.

Growl als Firefox-Botschafter: Für Firefox gibt es das Add-On Growl/Gntp , durch das Sie Growl über gestartete, abgeschlossene oder gescheiterte Downloads informiert. Wenn Sie also mal wieder auf einen besonders umfangreichen Download warten, müssen Sie das nicht zähneknirschend vor dem Rechner tun. Gehen Sie einfach so lange in den Garten oder auf den Balkon: Beim Abschluss der Downloads erhalten Sie eine E-Mail auf Ihr Smartphone. Für Google Chrome und den Internet Explorer existieren (noch) keine Plug-ins.

Eine Auge auf den DJ: Für viele beliebte Media-Player gibt es Growl-Erweiterungen, zum Beispiel das Windows Media Player GNTP Plug-in , das Winamp Plug-in und das iTunes Plug-in . Sind sie installiert, meldet Growl Song-Wechsel, nennt das aktuelle Album und zeigt, soweit verfügbar, das zugehörige Cover. So müssen Sie nicht immer zum Player wechseln, wenn Sie wissen möchten, was gerade läuft.

RSS-Meldungen empfangen: Über neue Einträge in RSS-Feeds kann Sie Growl mit Hilfe des Plug-ins „ RSS/Atom Feed Subscriber “ auf dem Laufenden halten. Die Feeds fügen Sie an ungewohnter Stelle hinzu, nämlich unter „Network -> Subscribe to notifications from other computers -> + -> Subscribe to an RSS or Atom feed“. Nach der Eingabe der RSS-Adresse taucht der Feed unter „Applications“ auf, wo Sie dann wie gewohnt die Benachrichtigungen konfigurieren.

Growl als Wetterfrosch: Mit Programm Jweatherwatch verrät Ihnen Growl sogar, wenn sich unerwartet Regenwolken zusammenbrauen. Das Programm kennt alle größeren Städte - es bezieht seine Informationen von www.accuweather.com . Jweatherwatch verfügt bereits über eine Growl-Schnittstelle, ein Plug-in ist nicht notwendig. Nach der Installation stellen Sie in den Optionen des Programms (Rechtklick auf das Systray-Icon -> „Settings“) „Notifier“ auf „NetGrowl“ um, sonst kommen die Meldungen nicht an. Außerdem sollten Sie hier „Start with System“ aktivieren. Falls der Autostart trotzdem nicht klappen sollte, legen Sie für die jWeatherWatch.exe eine Verknüpfung an und verschieben Sie sie in den Autostart-Ordner des Startmenüs. Im Hauptfenster des Programms stellen Sie „Units“ auf „Metric“, damit es die Temperaturen in Grad Celsius und nicht in Grad Fahrenheit ausgibt. Über „Search“ suchen Sie nach einem Städtenamen, aus dem Ausklappmenü darunter wählen Sie ein Suchergebnis aus und bestätigen mit „Add“. Damit Jweatherwatch funktioniert, muss die Java-Laufzeitumgebung installiert sein.

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