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So klappen Videokonferenzen perfekt

10.04.2010 | 09:45 Uhr |

Einen pixeligen Video-Chat bekommt nahezu jeder Messenger zustande, doch wer Videokonferenzen richtig nutzen will, kommt an professionellen Videokonferenzlösungen nicht vorbei. Wir erklären den aktuellen Stand der Online-Meeting-Technik.

Den schnellen Zugang zu virtuellen Konferenzen eröffnen Desktop-Systeme.
Vergrößern Den schnellen Zugang zu virtuellen Konferenzen eröffnen Desktop-Systeme.
© 2014

Die aktuelle Wirtschaftskrise sieht auch Gewinner und beflügelt bei bestimmten Unternehmen die Verkaufszahlen: Das gilt beispielsweise für die Anbieter von Lösungen für Videokonferenzsysteme. Die Technik ist mittlerweile ausgereift und durchaus praxistauglich. Immer mehr Firmen gehen somit dazu über, zumindest einen Teil ihrer Meetings als Videokonferenzen umzusetzen und teuere und zeitaufwändige Geschäftsreisen dadurch zu ersetzen. Als Dreingabe zu den offensichtlichen Kostenvorteilen gibt es dank Telepräsenz auch noch Balsam für das grüne Gewissen.

Video-Chats sind dank kostenloser Tools wie Skype oder MSN Messenger jederzeit leicht möglich. Mit dieser Gratis-Software erzielt man jedoch nur Videokonferenzen, die Welten von den Möglichkeiten professioneller Video-Telefonie entfernt sind. Die Computerwoche hatte nun aber Gelegenheit, sich im Rahmen eines Tags der offenen Tür beim Anbieter Polycom ein Eindruck vom aktuellen, professionellen Stand der Technik zu verschaffen.

Der Einstieg in die Videowelt beginnt mit der " Converged Management Application" (CMA) und deren Client, dem so genannten "CMA Desktop". Diese Programm wirkt zunächst wie ein konventionelles Chat-Tool à la MSN Messenger. Das soll Neulingen bewusst den Einstieg in die Telepräsenz erleichtern. Der einfachste Einsatz ermöglicht dem Benutzer einen Punkt-zu-Punkt-Videochat mit einem entfernten Kollegen.

Doch das Programm kann erheblich mehr: Mit Hilfe der CMA-Server-Komponente kann man das Polycom-Produkt auch dazu nutzen, sich in große Konferenzen einzuklinken. Für die IT stellt die CMA ein universelles Verwaltungswerkzeug für alle Video- und Telepräsenzsysteme im Unternehmen dar. Die wichtigste Funktion ist die Integration in Verzeichnisdienste wie LDAP oder Active Directory, über die die Videotelefonie an Systeme wie Lotus Notes oder Microsoft Outlook angeschlossen wird.

Das Videotelefoniesystem unterstützt Bild- und Tonübertragungen in SD-Qualität ab einer Bandbreite von 384 Kbit/s. Auch konferenzbegleitende Multimedia-Inhalte wie etwa eine Powerpoint-Präsentation für die Teilnehmer werden dabei übertragen. Offene Standards wie H.239 Content Sharing, H.323 und XMPP stellen hierfür die Basis bereit. Maximal lassen sich 5000 Endpunkte im Unternehmen registrieren, 1500 Anwender können gleichzeitig an einer Konferenz teilnehmen. Für derartige Einstiegslösungen fallen rund 50 Dollar Kosten pro Nutzer an. Bei Polycom enthält die kleinste Einstiegslösung 200 Benutzerlizenzen für die Desktop-Rechner.

Dieser Artikel stammt von unserer Schwesterpublikation Computerwoche.de.

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