75046

Sind Linux-Desktops Business-tauglich?

22.05.2008 | 10:55 Uhr |

Linux auf dem Server ist keine Randerscheinung mehr sondern gängiger Standard. Als Desktop-Betrtiebssystem im Unternehmen bleibt es jedoch die Ausnahme. Dafür gibt es gute Gründe, sagen Experten.

Neben Unix und Windows ist Linux im Rechenzentrum zur dritten Kraft aufgestiegen. Der Markt für Desktops und Notebooks für professionelle Anwender bleibt jedoch weitgehend Windows vorbehalten. Nach Schätzungen von Forrester Research dominieren in diesem Umfeld verschiedene Windows-Varianten mit einem Marktanteil von 97 Prozent. Linux kann hier nur einen Anteil von 2 Prozent verbuchen – immerhin doppelt so viel wie Apples MacOS. Das schmale Feld führen Novell mit dem Suse Linux Enterprise Desktop und Red Hat mit Enterprise Linux an, während der Debian-Ableger Ubuntu in letzter Zeit Boden gut machen konnte.

Der Trend zu Open-Source-Software mag zwar anhalten, für den Linux-Desktop scheint er nicht zu greifen – zumindest nicht im Unternehmensumfeld. Den weltweiten Umsatz mit Linux-Desktops schätzen die Marktforscher von Gartner für das laufende Jahr auf 470 Millionen Dollar. Das Volumen für Linux-Server soll hingegen mehr als dreimal so hoch werden, nämlich 1,57 Milliarden. Und Windows-Clients sollen es dieses Jahr sogar auf 14,3 Milliarden Dollar bringen.

Auch die regionalen Unterschiede sind markant. Europa, immerhin ein Vorreiter beim Einsatz von Open-Source-Software, ist beim Einsatz von Desktop-Linux im Vergleich zu den USA eher zurückhaltend. Allerdings stellt Forrester fest, dass das prinzipielle Interesse der Unternehmen an Linux-Desktops groß ist.

0 Kommentare zu diesem Artikel
75046