20.10.2008, 08:11

Thomas Rau, Tobias Weidemann

WLAN, WiMAX & Co.

Die kabellose Zukunft

Nicht mehr lange, dann braucht Ihr Rechner nur das Stromkabel, und Sie schicken Filme per WLAN zum Beamer, surfen schnurlos via WLAN oder WiMAX und drucken Ihre Fotos direkt von der Kamera aus. Wir zeigen, was die kabellose Zukunft alles bereithält – und wann sie beginnt.
Die Computerindustrie hat einen großen Feind. Seit Jahren schon bekämpft sie ihn mit allen Mitteln des technischen Fortschritts. Und nun steht sie offenbar kurz vor dem Sieg: Das Kabel, traditionelle familiäre Stolperfalle, bester Freund des krabbelnden Nachwuchses und unentwirrbarer Knäuelbilder, soll aus Arbeits- und Wohnzimmer verschwinden.
In Zeiten mobiler Geräte wie Laptop und Handy drängt sich der Wunsch, Netzwerk oder Drucker kabellos anzuschließen, geradezu auf. Doch diese Bequemlichkeit überzeugt nur so lange, wie Transferleistung und Sicherheit nicht zu sehr darunter leiden – häufig kehrt man reumütig zum Netzwerkkabel zurück, wenn der WLAN-Router den breitbandigen DSL-Anschluss nur mit Modem-Tempo im Netzwerk verteilt.
Doch neue Wireless-Techniken sollen bisherige Schwachstellen ausbügeln: Mit dem WLAN-Standard 802.11n ist das kabelloses Netzwerk fit für große Datenmengen, zum Beispiel HD-Filme. Wimax wird DSL-Tempo flächendeckend für mobile Geräte ermöglichen. Und schließlich will Wireless USB mit dem Kabelsalat rund um den PC aufräumen, indem auch Peripheriegeräte wie Drucker oder Digitalkameras strippenfrei angeschlossen werden können.
WLAN: Seit rund fünf Jahren hält der beispiellose Siegeszug von WLAN an: Ob zu Hause, in der Firma, unterwegs im Hotel oder beim Kaffeeröster – das kabellose Netzwerk ist nicht mehr wegzudenken. Dabei ist WLAN eher bequem als effizient: Der derzeit dominierende Standard 802.11g überträgt theoretisch maximal 54 MBit/s, in der Praxis rund die Hälfte – und ist damit nur halb so schnell wie kabelgebundenes LAN per Fast-Ethernet. Viel zu wenig für die Datenmengen, die künftig ins Netzwerk drängen: Seien es Downloads vom VDSL-Anschluss mit 25 bis 50 MBit/s oder HD-Filme, die man kabellos an PC, Notebook oder Fernseher streamen will. Deshalb soll der neue WLAN-Standard 802.11n theoretische Transferraten von bis zu 300 MBit/s, später sogar bis 600 MBit/s liefern – netto wird davon rund die Hälfte übrig bleiben
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