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10 Tipps für iTunes

04.07.2008 | 11:46 Uhr |

iTunes ist die zentrale Anlaufstellen, um iPod und iPhone mit Musik, Videos und Daten zu bestücken. Es ist zwar nicht schwer zu bedienen, aber die richtigen Kniffe helfen dennoch bei der Optimierung der Arbeit mit iTunes.

Von Volker Riebartsch
Neben dem Design der iPod-Modelle und des iPhone trägt sicher auch die einfache Bestückung der mobilen Geräte mit Musik, Videos und Daten zur Apple-Erfolgsgeschichte bei. Hier kommt iTunes die zentrale Rolle zu. Das fälschlicherweise oftmals als Jukebox-Software bezeichnete Programm übernimmt weitaus mehr Aufgaben im Zusammenspiel mit iPod und iPhone. Neben der Synchronisierung von Musik und Videos regelt iTunes auch die Übertragung von Adressen, Terminen und anderen Daten, kümmert sich um das Rippen von Musik, die Umwandlung von Videos und mehr. Auch aus diesem Grund gibt es für das kostenlose Apple-Tool nach wie vor keine ernst zu nehmende Konkurrenz.

Komplexe Funktionalität
Während die ersten Versionen von iTunes die seinerzeit aktuellen iPod-Modelle nur mit Musik versorgten, ist der Leistungsumfang mit jeder Version gestiegen, unlängst ist etwa die Verwaltung von Mietfilmen hinzugekommen. So einfach die Handhabung auch im Vergleich zu anderen Lösungen ist, mit etwas Hintergrundwissen lassen sich die Zusammenarbeit zwischen mobilem Player und Windows-PC beziehungsweise Mac noch verbessern und vor allem ungewollte Aktionen der Software verhindern. Wir haben im Folgenden die zehn wichtigsten Tipps für die richtigen Einstellungen zusammengetragen. Hier finden nicht nur Anwender Hilfe, die gerade ihren ersten iPod in Händen halten, auch alte Hasen werden genug Anregungen zur optimierten Arbeit finden.

1. Musik richtig rippen
Trotz aller Zusatzoptionen bleibt das Haupteinsatzgebiet von iPod & Co das eines Musikplayers. Neben gekauften Titeln spielt von eigenen CDs gerippte Musik die Hauptrolle. Mit der richtigen Einstellung erreichen Sie eine optimale Kombination aus der besten Qualität bei minimalem Speicherbedarf. Öffnen Sie in iTunes die "Einstellungen" (Menü "Bearbeiten" unter Windows, Menü "iTunes" unter Mac-OS X). Wählen Sie unter "Erweitert" die Option "Importieren". Statt des voreingestellten MP3-Kodierers wählen Sie AAC-Kodierer. Bei gleicher Datenrate und Qualität wird gerippte Musik stärker komprimiert, braucht also weniger Platz auf PC und Player. Per Klappmenü lässt sich dann unter "Einstellung" die Datenrate (128 oder 256 KBit/s) wählen. Die höhere Datenrate entspricht der gekaufter Titel ohne Kopierschutz aus dem iTS, die niedrigere der Qualität kopiergeschützter. Hier sollte eine individuelle Abwägung geschehen: Höhere Qualität bedeutet auch mehr Speicherbedarf. Klassische Musik etwa sollte möglichst immer in höherer Qualität gerippt werden. Zum Laden der CD-Cover aktivieren Sie zudem die Option "Namen der CD-Titel automatisch vom Internet abrufen". Ist ein Account beim iTS vorhanden, kann die Abfrage auch später automatisch für alle Titel erfolgen (Menü "Erweitert", Befehl "CD-Cover laden").

iTunes kann Videos kodieren.
Vergrößern iTunes kann Videos kodieren.
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2. Videos umwandeln
Während iTunes alle Videos wiedergeben kann, die der Quicktime Player spielt, gilt das nicht für iPod, iPhone und Apple TV. Hinsichtlich der Videoformate, Datenraten und Größen gibt es Einschränkungen. Zur Konvertierung bieten sich diverse Programme an. Kaum bekannt ist, dass auch iTunes das Kodieren übernimmt. Wählen Sie einfach das Video aus, das Sie konvertieren wollen, und öffnen Sie das Menü "Erweitert". Hier haben Sie die Option, die ausgewählte Videodatei für iPod/iPhone oder Apple TV zu konvertieren.

3. Wiedergabelisten erstellen und nutzen
Mit Wiedergabelisten bietet iTunes eine einfache Option, Ordnung in der Mediathek zu halten. In Wiedergabelisten lassen sich Musikstücke ablegen, individuelle Zusammenstellungen aus der gesamten Bibliothek. Neben der manuellen Zuordnung von Songs zu angelegten Wiedergabelisten bietet sich auch eine automatisierte Option mit Namen "Intelligente Wiedergabeliste". Nach diversen Kriterien wie Stilrichtung, Erscheinungsjahr, Künstler und so weiter lassen sich die Listen automatisch füllen. Man kann Songs manuell aus Wiedergabelisten entfernen, sie bleiben in der Mediathek enthalten. Wiedergabelisten eignen sich ideal zur gezielten Bestückung von iPod und iPhone mit bestimmten Lieblingssongs oder etwa für Partys. Für jedes Einsatzgebiet lässt sich eine eigene Wiedergabeliste erstellen. Das Erzeugen einer Wiedergabeliste erfolgt über das Menü "Datei" (Windows) beziehungsweise "Ablage" (Mac-OS X).

4. Musik-CDs brennen
Ist die eigene CD-Sammlung erst einmal in iTunes importiert, angereichert durch Aufnahmen aus dem Internet-Radio und gekauften Songs, möchte der Benutzer unter Umständen eine Musik-CD brennen, um sie im CD-Player der Hi-Fi-Anlage oder im Autoradio abzuspielen. iTunes bietet die Zusammenstellung entsprechender CDs und startet sogar den Brennvorgang. Dabei erstellt das Programm wahlweise MP3-CDs oder normale Audio-CDs. Hier kommt es darauf an, ob der CD-Player auch MP3 unterstützt, bei neueren Geräten ist das meist der Fall. Erzeugen Sie zunächst eine neue Wiedergabeliste, und fügen Sie dieser alle Titel hinzu, die auf CD gebrannt werden sollen. Wählen Sie dann die schon unter 1. genannten "Einstellungen" und hier auf der Registerkarte "Erweitert" die Unterregisterkarte "Brennen". Klicken Sie "Audio-CD" beziehungsweise "MP3-CD", und aktivieren Sie die Checkbox "Lautstärke anpassen". Die Wiedergabeliste lässt sich jetzt mit einem Klick brennen.

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