01.03.2011, 13:34

Alexander Roth

Cloud Computing – Worum es geht


Cloud Computing steht für das Bereitstellen und Nutzen von IT-Leistungen über ein Netzwerk. Handelt es sich dabei um ein privates Netz, spricht man von „Private Clouds“, geht es dabei um das Internet, wird allgemein von „Public Cloud Services“ oder kurz „Cloud Services“ gesprochen.. Entscheidend ist: Die IT-Umgebung wird nicht mehr vom Anwender selbst betrieben, sondern via Mietmodell in Anspruch genommen. Vorteole sind oftmals reduzierte IT-Ausgaben und eine erhöhte Flexibilität bei der Inanspruchnahme. Nachteile und Gefahren werden vor allem in Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes gesehen.
 
Klassenprimus Microsoft macht es vor: In Halle Halle 4, Stand A26 zeigt der Softwareriese seine neues Büropaket „Office 365“. Kleine Unternehmen und auch Privatanwender (im Rahmen der „Live“-Platform) können hier so genannte Unified-Communications-Leistungen, also gebündelten Kommunikationsdienste wie Emailing, VoIP und Teamwork sowie abgespeckte Versionen von Word, Excel, Powerpoint und Onenote über den Browser nutzen. Darüber hinaus will Microsoft zeigen, was die neuen Betriebssysteme „Windows 7“ und „Windows Phone 7“ für Smartphones im Umfeld der Cloud zu leisten können: Beide sollen in Sachen Bedienbarkeit und App-Angebot die Wettbewerber Apple und Google ins Straucheln bringen.
Diese wiederum üben sich auch in diesem Jahr auf der Messe wieder mit vornehmer Zurückhaltung: Der Apple-Konzern, der traditionell das Wort „Cloud“ wie der Teufel das Weihwasser zu scheuen scheint, ist lediglich via Partner vertreten, Google lädt mit kleinem Stand in Halle 6.
Ein besonderer Schwerpunktbereich in Sachen Cloud kommt der Sonderausstellung „Cloud Computing World“ in Halle 4 zu. Hier zeigen 40 Unternehmen, Forschungsinstitute und Organisationen neue Lösungen aus der Wolke. Vor allem geht es um Sicherheit: Provider Strato verschlüsselt etwa den Zugriff auf eigene Online-Speicherdienste, auf Wunsch auch per Webapp. Passend dazu präsentiert Sicherheitsspezialist Bioid eine biometrische Zugriffskontrolle für Cloud-Computing-Anwendungen per Gesichtsscanner und Webcam. Und das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) stellt ein Sicherheitssystem vor, das eine Art Cloud-Gütesiegel für Unternehmen vorsieht. Ein solcher Sicherheitsstandard fehlt im Umfeld von Cloud Computing bislang gänzlich. Weitere vorgestellte Entwicklungen kommen den Unternehmensumfeld: Virtuelle Desktops, Verlagerung von Firmenworkflows und der Kommunikationskanälen ins Web sollen vor allem dem Mittelstand die Cloud schmackhaft machen..
Größere Firmen schauen in Halle 2 vorbei: Hier geht es um Auslagerung von „unternehmenskritischer“ IT-Infastruktur. Der Schwerpunktbereich "Virtualisierung und Storage" zeigt hier umfassende Lösungsvarianten. Die Ausstellerliste liste sich wie das Who-is-Who der Branche: Dabei sind unter anderen Microsoft, Citrix, IBM, NetApp, EMC, Symantec und VMware. So kümmert sich NetApp Fitmachen von Anwendungen fürs Web, Symantec liefert dazu die Plattform für outgesourctes  IT-Management, EMC speichert die Daten extern und IBM stellt die benötigte Rechenzentrumsleistung zur Verfügung.
Ein Gang durch die CeBIT 2011 macht es deutlich: Wo früher Unternehmen lediglich Teile ihrer Workflows ins Internet auslagerten, gibt es mittlerweile über alle Firmengrößen hinweg keine Scheu vor der Wolke mehr. Von betriebswirtschaftlicher Software (allen voran SAP mit der Weblösung „Business ByDesign“, über Anwendungsentwicklung bis hin zur PDF-Rechnungserstellung per Browser gibt es kein Bereich mehr in Umfeld von Firmen-IT-Lösungen, zu dem die CeBIT nicht einen Cloud-Dienstleister zu bieten hat.
Das ist in Halle 19, die vornehmlich den Privatanwendern („Life“-Bereich) zugedacht ist, nicht anders: Aussteller zeigen vor allem eine beachtliche Zahl an neuen Webanwendungen („Apps“), die alle denkbaren Bereiche des Alltags abdecken. Eine eigene „App-Zone“ legt dabei den Schwerpunkt auf Anwendungen für Tablet-PCs. Weiteres Schwerpunktthema in Halle 10 ist die private Datenspeicherung: Hier zeigen Aussteller zahlreiche spannende Lösungsszenarien rund um die automatisierte Speicherung mobilen Festplatten.
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