26.06.2012, 14:14

Friedrich Stiemer

Cloud-Computing

Nvidia VGX - Highend-Grafik aus der Cloud

Wir erklären, wie Nvidias Cloud-Technik VGX funktioniert.

Basierend auf der leistungsfähigen Grafikkern-Architektur Kepler will der Grafik-Hersteller Nvidia auch komplexe Inhalte aus der Cloud heraus streamen und auf jedem Endgerät flüssig wiedergeben lassen. Wie das funktioniert zeigen wir Ihnen in unserem Ratgeber.
Vor allem Unternehmen greifen auf sogenannte Virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI) zurück, um ihren Mitarbeitern auch von unterwegs oder zu Hause aus Zugriff auf den Arbeits-Rechner zu gewähren. Dabei wandelt eine VDI-Lösung Windows-Desktops und die zugehörigen Daten in Cloud-ähnliche Ressourcen um, um sie für jedes internetfähige Endgerät greifbar zu machen. Jedoch implementieren die Firmen die VDIs nur selten unternehmensweit, obwohl die Daten und Ressourcen besser gesichert wären. Laut Nvidia liegt das daran, dass das Benutzererlebnis in einer VDI oft schlechter ist, als es die Mitarbeiter von ihren PCs gewohnt sind.

Virtuelle PC-Leistung dank Nvidia VGX

Hier soll Nvidias VGX greifen: Mit Hilfe von komplett virtualisierten Grafikkarten auf Basis der Kepler-Architektur sollen die Rechenzentren aufgerüstet werden, um so die Benutzerfreundlichkeit zu steigern. Die daraus entstehende GPU-VDI soll mit nur einer VGX-Grafikkarte gleich 100 Teilnehmern gleichzeitig ein echtes PC-Erlebnis ermöglichen - mit reaktionsschnellen Fenstern, ruckelloser Multimedia-Wiedergabe und flüssiger Bedienung von professionellen Anwendungen. Darüber hinaus sollen die IT-Anbieter auch noch Kosten sparen können aufgrund der erhöhten Konsolidierungsverhältnisse.
Nvidia VGX setzt sich aus insgesamt drei Techniken zusammen, um die virtuellen Desktops zu verwirklichen: Nvidia VGX Hypervisor, Nvidia VGX-Grafikkarten und Nvidia USMs (User-Selectable Machines).
Nvidia VGX Hyvervisor
Der VGX Hypervisor ist einer der Hauptmerkmale der GPU-VDI. Diese Technik verwaltet die Ressourcen des Grafikprozessors so, dass mehr Anwender zur gleichen Zeit dieselbe Hardware nutzen können. So soll ein einzelner Server bis zu viermal so viel Teilnehmer unterstützen und dabei eine echte PC-Leistung, Kompatibilität und Wirtschaftlichkeit bieten. Virtualisierungsunternehmen wie Citrix haben bereits die VGX-Technik integriert, um so echte Grafikbeschleunigung und mehr Leistung zu liefern.
Dadurch, dass das System die Grafikberechnungen nicht mehr auf der CPU, sondern auf dem Grafikprozessor ausführt, sollen die Rechenzentren eine höhere virtuelle Desktop-Dichte ermöglichen und die benötigten Ressourcen je nach Anforderung und Auslastung dynamisch und individuell zuweisen, ohne das Benutzererlebnis zu beeinträchtigen. Links sehen Sie das Funktionsschema des VGX Hypervisor innerhalb der Grafikprozessor-basierten Virtualisierung.
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